Warum soll zu viel Fleisch (Hänchen) eigentlich ungesund sein?

8 Antworten

Es ist so, dass Fleisch - auch Geflügel Purinreiches Eiweiß ist. Beim Abbau von Purinen entsteht Harnsäure. Harnsäure kann leicht auskristallisieren und so zu Ablagerungen im Körper führen. Ein zuviel an Harnsäure im Körper wird mit einer Reihe von Krankheiten in Zusammenhang gebracht, z.B. Gicht & Gallensteinen.

Das ist beim Bio-Geflügel genauso wie bei normalen Sorten.

Ersetze lieber ein Teil deiner Fleisch-Aufnahme durch Magerquark mit Früchten, wenn du Proteine für dein Training aufnehmen möchtest.

Gruß Chillersun

Es hat noch keine ordentliche Interventionsstudie gezeigt, dass Fleisch tatsächlich schädlich ist.

Alles was man bisher hat sind diffuse Assoziationen. Bei denen ein geringfügig höheres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Darmkrebs festgestellt wurde. Aber nur bei verarbeitetem, rotem Fleisch (sprich: Wurst) in hohen Mengen.

Tatsächlich ist moderater Fleischverzehr sogar gesünder (assoziiert mit niedrigerem Sterberisiko) als strikter Veganismus. Selbst in o.g. Wackelstudien.

Komischerweise ist erst mit ganz großen Mengen Fleisch ein erhöhtes Risiko assoziiert. Warum das? Nun, die genannten Studien sind allesamt unsauber durchgeführt. Die ganz banale Erklärung dürfte sein, dass jemand der mehrere hundert Gramm Wurst am Tag in sich reinstopft nicht nur Wurst isst. Sondern auch noch mehrere hundert Gramm anderer Dinge in sich reinstopfen wird. Sprich: Er ist fett.

Deshalb sind solche Ernährungsempfehlungen für die Tonne. Es ist überhaupt nicht erwiesen, dass Fleisch irgendwie schädlich ist. Wer was andere behauptet begibt sich auf ganz ganz dünnes Eis (und hat mit Wissenschaft nichts mehr am Hut).

http://garytaubes.com/2012/03/science-pseudoscience-nutritional-epidemiology-and-meat/

So. Und nun zum Muskelaufbau: Mehr als 100g Protein brauchst du sicher nicht. Die hast du mit 300g Fleisch aber auch noch nicht intus, das sind nur ca. 60g Protein.

Iss weniger Kohlenhydrate (dafür mehr tierisches Fett) und such dir eine Form intermittierenden Fastens, dann bist du gut dabei. Kritisch ist nämlich vor allem Insulin.

Lange Zeit ging man davon aus, dass hoher Fleichkonsum den Cholesterinspiegel steigen lässt, was als Ursprung für viele Krankheiten galt. Mittlerweile ist man allerdings nicht mehr ganz so sicher, ob es da einen Zusammenhang gibt, bzw. ob es nicht auch noch andere Ursachen als tierische Fette für einen hohen Cholesterinspiegel gibt. Ich denke, das wichtigste ist, dass die Nahrung abwechslungsreich ist. Wenn Du darauf achtest (und das schließt Tag ein Tag aus 300g Hähnchenfleisch aus) und ab und an auch mal Fisch etc. isst, dann solltest du keine Probleme bekommen.

hier gut erklärt:

Fleisch ist böse – und wer Fleisch isst, auch. So denken zumindest viele, die Tiere lieben und Steak, Wurst und Schnitzel für ungesund halten. Dabei haben sie besonders die roten Sorten auf dem Kieker. Am Rande erwähnt: Eine wissenschaftlich exakte und international einheitliche Definition von rotem und weißem Fleisch existiert nicht. Ob Straußenfleisch beispielsweise zu weißem (Geflügel) oder rotem (Farbe) Fleisch gezählt wird, obliegt dem Gusto der Forscher. Ein Schnitzel ist zwar eher weiß als rot, gehört aber meist zu Rotfleisch. Bei einer Weißwurst sehen die Wissenschaftler ebenfalls Rot, das muss man erst einmal verarbeiten. Wo fängt die Fleischverarbeitung an, wo hört sie auf? Auch das entscheidet die Willkür der Wissenschaftler.

Aber zurück zum Thema, am besten kurz gefasst: So wie beim Obst und Gemüse kein Beweis existiert, dass es der Gesundheit nützt, so liegt auch für den Fleischkonsum kein wissenschaftlicher Beleg vor, dass er schadet. Wenn überhaupt, so haben die Studien auch hier nur Korrelationen ergeben, beispielsweise: 50 Gramm Wurst am Tag „erhöhen“ das Diabetesrisiko um fast 50 Prozent.

Wie aber soll die Wurst zuckerkrank machen? Es könnten Begleitstoffe schuld sein, eventuell gibt es auch andere potenzielle Ursachen, die jedoch noch weiter erforscht werden müssen. Das ist übrigens der Lieblingssatz, mit dem alle Ernährungsstudien enden: „Da noch andere, unbekannte Gründe für die entdeckten Zusammenhänge verantwortlich sein können, sind weitere Forschungen nötig.“ Weitere Forschungen, immer weiter. So machen die Studienleiter stets gebetsmühlenartig darauf aufmerksam, dass ohne weitere Forschungsgelder alles Ernährungswissen vage bleibt (unter uns: Das wird es auch bleiben).

http://www.brandeins.de/archiv/2014/alternativen/ernaehrungsmythen-vegan-vegetarisch-fleisch-zucker-gut-und-boese/

Zusammenhang zwischen einer Übersäuerung und Krankheiten ist nicht wissenschaftlich bewiesen Weder die Annahme, der Körper könne ein zu viel an Säuren nicht ausgleichen, noch die Theorie dass aus dieser Übersäuerung Krankheiten die Folge seinen, lassen sich derzeit wissenschaftlich beweisen. Eine Wirksamkeit der basischen Ernährung bezüglich der Vermeidung von Krankheiten konnte bisher nicht nachgewiesen werden

gesundheitsinstitut-deutschland.de/ubersaeuerung-des-koerpers/

1. Es übersäuert deinen Körper, was auf Dauer zu Erkrankungen führen kann

2. Das ganze Antibiotika und die ganzen Medekamente die die Tiere zum Fressen bekommen gelangen dann ja im Endeffekt in deinen Körper, das ist sicher nicht gesund...

Das Argument mit den Antibiotika verstehe ich nicht. Ist das auch bei Bio-Fleisch so extrem? Und ist die Übersäuerung bei Geflügel nichr erheblich weniger?

@Schmuckeremit

Es gibt diese "Übersäuerung" nicht, das ist bloß unwissenschaftlicher Mythos.
Weiterhin ist es kindisches Gerücht, zu behaupten, daß deutsches Fleisch mit "Antibiotika und Medikamenten vollgestopft sei".
Erstens gilt für alle Medikamente Tierarztpflicht. Zweitens sind Medikamente teuer, es wäre unwirtschaftlich, diese massenhaft einzusetzen. Drittens ist es Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern ein Riesenanliegen, "Fleisch-Skandale" zu vermeiden, denn das kostet sie Millionen/Milliarden. Viertens sind Tiere keineswegs "frohwüchsiger", wenn sie massiv Medikamente kriegen - im Gegenteil: Jeder Mensch weiß, wie schnell seine Verdauung ausflippt, wenn er Antibiotika nimmt. Bei Tieren ist es kaum anders.

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