Stationäre Therapie bringt nichts.

15 Antworten

Ich kann ihnen einfach nicht klar machen, was los ist.

Vielleicht ist deine Sicht der Dinge auch einfach nicht richtig.

Zwei Wochen ist keine lange Zeit für eine Therapie. Du musst ihr auch die Chance lassen, Wirkung zu zeigen.

deine wahrnehmung ist richtig, ohne sich öffnen zu können bringt eine therapie nichts. und wenn du dich nicht öffnen kannst, zeigt das, dass du den menschen auf der station dort nicht vertraust. vielleicht zu recht?

weisst du worunter du leidest? die frage ist hier, was willst du für dich erreichen? was willst du heilen? therapie ist immer und für jeden gut um sich selbst näher zu kommen. das leben bietet jeden tag möglichkeiten sich selbst zu therapieren (mit hilfe oder ohne).

ob man sich dazu abgeben muss, also auch seine verantwortung für sich selbst, ist eine andere frage.

meine empfehlung hier, wenn die leute dich dort nicht verstehen, gehe wieder, es wäre reine zeitverschwendung für dich, denen immer und immer wieder was zu erklären. offensichtlich passt da etwas nicht zusammen. strukturiere dir selbstständig deinen alltag mit den basics - trinken, essen, pflegen, schlafen, arbeiten, bewegen, lernen, soziale kontakte, interessen nachgehen . und finde eine freundliche und kompetente therapeutin für dich, zu der du nach und nach vertrauen fassen kannst.

denn ohne vertrauen, keine therapie. hier ein link dazu, ich hatte vor ein paar tagen darüber geschrieben. vielleicht hilft dir ja davon der ein oder andere satz, auch wenn die umstände nicht vergleichbar sind. http://www.gutefrage.net/frage/psychoanalyse-abbrechen#answer100826302

sich an krankheitsbildern zu orientieren ist sicher eine möglichkeit sich an irgendetwas festzuhalten. das gibt halt. okay. doch genauso gut kannst du dich an deiner gesundheit orientieren, die ja ebenso da ist. und in einer regelmässigen ambulanten therapie dich deinen einzelnen seelischen wunden widmen. das ist auch wichtig sich darum zu kümmern. doch denke daran es braucht zeit, um sich den ursachen deines leidens zu nähern, da gibt es keine mechanik (knopfdruck oder so) die sofort offenbart, was mit dir los ist.

Hallo,

eine Freundin von mir war in ambulanter Behandlung wegen psychischer Probleme. Nach außen wirkte sie resolut und fast schon ein bissel herrisch...

Ihre Therapeutin hat sich ihr gegenüber manchmal sehr kühl verhalten, teilweise auch provokant. Bis meine Freundin irgendwann losgeheult hat weil sie quasi gegen eine Wand rennt...(so hat sie mir das jedenfalls erzählt)

Ich denke die Therapeutin hat dadurch geschafft das meine Freundin sich auch mal verletzlich zeigt und ihren Gefühlen freien Lauf lässt... Denn danach konnten sie offener sprechen.

Du kannst den Brief ruhig schreiben bzw mit dem Arzt darüber sprechen, dass du dich nicht ernst genommen fühlst und du aufgrund deiner Erfahrungen diese Maske als Schutz aufgesetzt hast damit keiner deine Schwächen sieht...

Allerdings liegt der Erfolg nicht nur beim Arzt. Du musst dich auch etwas öffnen, auch wenn es dir sehr schwer fällt. Es nicht wie ein gebrochnes Bein das ein Arzt richtet eingipst und fertig. Bei psychischen Erkrankungen weist dir der Arzt den Weg zur Genesung u unterstützt dich dabei. Aber gehen musst du ihn selbst...

Na dann ich wünsche dir alles Gute und das du es schaffst aus deinem Panzer herauszukomen.

Es gibt nun mal Therapien, die brauchen ihre Zeit, um zu wirken. So auch in Deinem Fall. Ich finde, nach 2 Wochen ist es noch zu früh, um wirklich beurteilen zu können, ob Deine Therapie anschlägt oder nicht.

Ich kann keinem Psychologen, keinem Arzt dort klar machen, was mit mir ist. [...] Der Arzt nimmt mich auch nicht wirklich ernst und glaubt, ich sei einfach nur extravagant und wolle immer anders sein.

Hierbei handelt es sich wohl nur um Deine subjektiven Warnehmungen. Es ist oft so, daß Betroffene wie Du meinen, man verstünde sie nicht und eine Therapie könne ihnen nicht helfen - oder schlimmer noch: sie bräuchten erst gar keine Therapie. Doch die Ärzte und Therapeuten sehen dies vielleicht anders - und wer weiß: vielleicht sehen diese ja bereits einen Fortschritt bei Dir!

Solch eine Therapie kann bisweilen sehr unangenehm oder gar schmerzhaft sein, weil in deren Verlauf nicht selten z.B. sehr traumatische Erinnerungen hoch kommen, die über Jahre hinweg verdrängt wurden und daher nicht verarbeitet werden konnten.

Aber wenn Du eine reelle Chance auf Heilung haben möchtest, hast Du keine andere Wahl, als Dich zu überwinden und bei Deiner Therapie 100%ig zu kooperieren. Ich kann mir vorstellen, daß Dir dies nicht leicht fällt, aber glaube mir: Langfristig gesehen wird es Dir dadurch wieder besser gehen. Nur Mut! Du kannst es schaffen!

Alles Gute!

du drückst dich offensichtlich gerne und auch sehr gut schriftlich aus. und du bist mit eigeninitiative an einer verbesserung deiner befindlichkeit interessiert. und du willst dich mitteilen und möchtest verstanden werden. was wäre, wenn du bewusst deine gedanken notierst, texte verfasst, in denen du dich mit dir und deinen problemen auseinander setzt, und diese texte deinen behandelnden ärzten zeigst. bzw. vielmehr deiner/m therapeutIn, du wirst ja sicherlich nicht nur medikamentös behandelt. dein/e therapeutIn sollte begeistert davon sein, dass du für dich mittel und wege zum ausdruck suchst und an verbesserungen ganz gezielt, bewusst und initiativ arbeiten möchtest! ich hoffe, sie/er wird das aufgreifen und mit dir dann sehr zielgerichtet arbeiten und vorgehen. jede/r therapeutIn wünscht sich so reflektierte, engagierte klienten!