Soll ich mit dem Rollstuhl raus?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

@Mabuer,

warum ist Dir das nach Draußen gehen so peinlich, daß Du es mit wild fremdem Menschen in einem öffentlichen Forum besprechen mußt? Was ist schlimm daran vorübergehend ein Handicap zu haben, daß einen Rollstuhlpflicht mit sich zieht? Schämst Du dich etwa nicht behindert genug zu sein um mit einem Rollstuhl gesehen zu werden? Ich hoffe nicht! Wenn ich so empfinden würde wie Du, müßte ich ein Leben auf 60m² führen, könnte nicht arbeiten gehen, weder Sport machen, noch einkaufen gehen, denn ich benötige auch einen Rollstuhl. Ich denke nicht darüber nach ob mich irgend jemand angucken würde oder blöde Fragen stellen würde und gehe einfach raus. Schließlich ist es keine Schande ein Handicap zu haben. Man kann ziemlich gut damit leben, wenn man will. Wenn ich das kann, kannst du das auch.

Der Rollstuhl ist ein Hilfsmittel wie jedes andere Hilfsmittel auch. Er ist für Menschen mit Gehbehinderung gemacht, nicht für Menschen ohne funktionierende Beine. Etwa zweidrittel aller Rollstuhlfahrer sind gehfähig. Einige benötigen ihren Rollstuhl nur außerhalb der Wohnung, andere nur ab und zu und wieder andere können vielleicht mal zwei-drei Schritte gehen, mehr nicht. Die Gründe wieso jemand trotz Gehfähigkeit bzw. ohne Lähmung im Rollstuhl sitzt sind vielfältig. Zuhause hocken tut von denen niemand. Also lebe so normal wie möglich und hör auf Dich zu schämen. Das Leben ist viel zu schön um es zu zuhause ab zu sitzen.

Der Rollitrekker

P.S.: Mit Sicherheit werden es etwas mehr als zwei Monate im Rollstuhl sein. Du mußt das Laufen ja erst wieder lernen. Am besten holst Du Dir ein neues Rezept auf dem Aktivrollstuhl steht. Dann bekommst Du vorübergehend einen gebrauchten Rollstuhl, mit dem Du Dich sehr gerne draußen bewegen wirst.

Erst einmal wünsche ich dir gute Besserung und hoffe das du nicht länger als nötig auf den Rollstuhl angewiesen bist.

Nun generell ist es vor allem aus psychischer Sicht empfehlenswert, dass du versuchst aktiv zu bleiben. Wie schon andere gesagt haben ist die Tatsache auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein nicht so Lebensqualität einschränkend wie viele Leute zunächst denken. Allerdings würde ich dir empfehlen in den ersten Tagen dir eine Begleitung zu suchen bis du dich bereit fühlst deine Situation selbständig bewältigen zu können.

Es muss dir nicht peinlich sein im Rollstuhl zu sitzen. Rede dir nicht ein dass du dir durch eine blöde Verletzung dein Leben diktieren lassen musst. Geh positiv damit um wenn du das Gefühl hast dass Leute dich anstarren begegne ihnen mit Humor. Mach vielleicht einen lustigen Spruch über deine Situation oder bitte sie einen deiner Gipse zu unterschreiben.

Wie gesagt lass dich nicht nieder machen dadurch und weiterhin gute Besserung

WAS zum Teufel ist denn daran "peinlich" im Rolli zu sitzen? Wenn DAS allgemeine Ansicht wäre, müßten sich jährlich einige hundert Menschen aus dem Leben verabschieden! PEINLICH ist doch wohl eher, sich für etwas zu schämen, für das man wie  z.B. für alberne Frisuren, die man SELBST zu verantworten hat. Körperliche Gebrechen für die es Hilfsmittel gibt: Seh-oder Hörschwäche lassen sich durch Brille oder Hörgerät ausgleichen. Wer auf solche Möglichkeiten verzichtet, der hat vielleicht echte mentale Probleme.


Wie meinst du das?

Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich auf jeden Fall drinnen bleiben.

Aber wenn du Wege zu erledigen hast, die wichtig sind, z.B. mit der Straßenbahn, hab keine Angst. An die Blicke wirst du dich gewöhnen. Die Leute starrn dich (wenn überhaupt) nicht an, weil du hässlich bist, sondern weil sie nicht alle Tage Leute im Rollstuhl und im Winter sehen.

Bitte Passanten öfters um Hilfe - steigert das Selbstbewusstsein und du kommst besser in der Stadt usw klar.

PS: Ich dachte schon ich hätte Pech, aber beide Beine gebrochen hab ich mir auch noch nicht.. :D

Kommt darauf an. Ich sitze im Rollstuhl, hatte aber auch Mobilitätstraining und fahre einen Aktivrollstuhl. Wenn du total ungeübt bist und einen Standardrolli hast würde ich mir (für den Notfall) eine Begleitperson mitnehmen.

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