Sind Pflegekinder immer irgendwie schwierig?

5 Antworten

Hallo,

deine Freundin muss ich an das Jugendamt wenden. Dort werden Lehrgänge, Weiterbildungen wie auch immer man dies nennen mag, durchgeführt, um den zukünftigen Pflegeeltern viel Wissen mit auf den Weg zu geben.

Die Kinder die vermittelt werden, bzw. eine Pflegefamilie benötigen sind mit Sicherheit nicht alle gestört, aber sie kommen aus verschiedenen Elternhäusern. Da sind zum einen kranke Eltern, drogenabhängige Eltern, Kinder, die aus der Häuslichkeit genommen werden, weil sie z.B. geschlagen werden.....

Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte mit und jedes Kind erlebt auch ein Trauma wenn es von den Eltern weg soll.

Und um mit diesen ganzen Geschichten umzugehen muss man schon ein stabiles Umfeld haben und auch emotional belastbar sein. Um dies abzuklopfen gibt es eben diese Kurse beim Jugendamt.

Oha, schon Mitte 40, Single oder verheiratet? Keinerlei Vorerfahrung mit Kindern, ganz genaue Vorstellungen über das Alter und Geschlecht... lässt sich schon durch Aussagen Außenstehender verunsichern... Na ob das was würde?

Pflegekinder haben eine Vorgeschichte, ganz klar. Je nachdem kann es recht easy oder extrem schwierig werden im Umgang etc. Welche Vorgeschichte, das erfährt man erst dann. Ein Pflegekind aufzunehmen ist keine Shoppingtour. Entweder man nimmt freudig ein Kind, egal welches Geschlecht und egal welche Vorgeschichte - oder man sucht ewig.

Als Pflegefamilie ist man in den meisten Fällen nur eine vorrübergehende Zwischenstation. Manche Kinder bleiben bis zur Volljährigkeit und darüber hinaus bei der Pflegefamilie und sind ein Teil dieser Familie. Manche bleiben nur vorrübergehend bis sich die Situation ihrer Herkunftsfamilie verbessert hat, wieder andere Pflegekinder wechseln im Laufe ihres Kinderlebens von einer Familie zur nächsten wenn die Pflegefamilie nicht klar kommt mit dem Kind und die Verantwortung/ Aufgaben nicht tragen will.

Als Pflegefamilie arbeitet man eng mit dem Jugendamt zusammen und mit den etwaigen Förderstellen/ Therapieplätzen (falls diese notwendig sind).

Pädagogisches Grundwissen sollten alle zukünftigen Eltern erwerben - auch solche, die eigene Kinder produzieren...

Nur um ihrem Bruttrieb zu frönen, sollte Deine Freundin kein Kind annehmen - das ist blauäugig! Kinder bedeuten Verantwortung.

Zudem kann man Kinder nicht über einen Kamm scheren - Vorurteile sind da fehl am Platze. Es kommt immer auch darauf an, ob man sich intuitiv versteht, was noch kein Ersatz ist für pädagogische Kompetenz!!!

Vermittelt werden Pflegekinder übers Jugendamt, dort werden Pflege-Eltern erstmal unter die Lupe genommen und wenn überhaupt passende Kinder vermittelt.

Die VHS bieten überall pädagogische Kurse an und Literatur gibt es auch für Laien genügend. Vielleicht sollte Deine Freundin da erstmal das pädagogische ABC lernen...

Wenn die Freundin (oder Du) von der Seite herangeht, wie "schwierig" oder kompliziert alles für SIE werden könnte, dann sollte sie davon absehen ein Pflegekind aufzunehmen. Denn hier geh es nicht darum, den Eltern einen unerfüllten Kinderwunsch zu erfüllen, sondern teilweise traumatisierte Kinder aus möglicherweise schwierigen und belastenden Umständen ein zu Hause zu geben. Und das ist nunmal nicht einfach.

Bitte überdenke, ob das Vorhaben Pflegemutter zu werden wirklich auf Grund der richtigen Beweggründe erfolgt... Ihr tut euch bzw. dem Kind sonst beiden keinen Gefallen.

dumme frage. Entweder man möchte den Kindern helfen aus ganzem Herzen oder man lässt es !!
Das sollte gut überlegt sein.
Sie kann nicht aufs Jugendamt gehen und sich ein kind wünschen was ihren vorstellungen entspricht. So geht das nicht.
Es gibt solche kinder und solche kinder ... aber mit viel liebe und zuwendung ist alles zu schaffen.

Ich selbst war mit 13 freiwillig zu pflegeeltern gegangen. 4 Jahre lang und war keines wegs schwierig.

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