Meine Kinder wollen nur noch zu ihrer Oma?

5 Antworten

Es erinnert mich ein bisschen an das, was Scheidungskinder zum Beispiel so toll finden an dem Elternteil, den sie nicht immer präsent haben.

Bei meiner Scheidung unterhielt sich der Richter irgendwann 20min allein mit meinen Kids.

Und erzählte mir dann ganz entspannt, was meine Jungs alles besser fanden bei ihrem Vater ...

- Frühstück im Bett, ja, auch Schokozwieback und Kakao (den Rest stellt man sich vor ...
- wenn sie wollen, jeden Tag Pommes und Grillhahn vom Imbiss
- Filme gucken, die Mutter nie erlaubt hätte, weder den Film noch die Zeit
- alles, was herumliegt (Schuhe, Klamotten) räumt Papa weg 
- kein Helfen, also Tisch decken/ abräumen, kein Aufräumen, keine nervende Mutter, die nach Schularbeiten/ gepackten Schultaschen und und und fragt

"Sie sehen, alles ganz normal" meinte er dann und beruhigte mich, meine Kids seien einfach ganz normaler Durchschnitt. Die fänden es immer dort besser, wo es weniger Regeln gibt, mehr Freiheiten, weniger Einschränkungen (sei es materiell, oder dass man Rücksicht nehmen muss). Mit materiell meine ich, dass man nicht ständig Dinge kauft, die schon da sind, bloß jetzt eben moderner gekauft werden müssen (Handy z.Bsp.) Omas kann man da vermutlich viel schneller um den Finger wickeln.

Wenn es das sein sollte, dann würde ich mit der Oma klare Regeln festlegen, was deine Kinder dort dürfen und was sie zu tun haben, welche Dinge angeschafft werden und so weiter. 

Unter Umständen würde ich auch festlegen, wie oft sie zur Oma gehen. ich würde nicht zulassen, dass sie euch ausweichen können, indem sie zur Oma gehen.

Und wenn ihr Familienfreizeitangebote bietet, dann sollte nicht die Alternative sein "dann kommt Oma eben mit" (um deine Kids zu ködern), sondern entweder "Mitgehen/Mitmachen" oder zuhause bleiben. 
Vielleicht müsst ihr das ein-, zweimal durchstehen und wirklich zu Hause bleiben. Wenn deine Kinder wissen, dass es dann ein langweiliges WE zu hause wird, ihr also ernst macht, werden sie sich das überlegen, ob sie euch damit erpressen .

Ich denke, ihr macht schon alles richtig. Eure Kinder haben bloß eine Nische für sich entdeckt, wo man es ein u. U. wenig bequemer hat. Dass Kinder das ausnutzen, ist doch legitim. Das würden vermutlich fast alle Kinder machen.
Bei einer solchen Konstellation haben Eltern immer die schlechteren Karten.

Ich wünsch euch viel Kraft und dass sich euer Problem bald lösen lässt

Ich war als Kind auch so auf Oma und nochmehr auf Opa fixiert.

Zum einen kam dass dadurch, dass sie die ersten 3(?) Jahre die Tages- und danach 2 Jahre die Nachmittagsbetreuung übernommen haben. Auch sonst war ich sehr oft bei ihnen.

Meine Mutter war so jung wie du und hatte nicht viel Zeit wegen Stuium und dann Arbeit. Bei der Oma war ich immer im Mittelpunkt, durfte machen was ich wollte. Mein Opa war noch besser - er war streng, eine natürliche Autorität und hat mir die Welt erklärt. Da konnte mein Vater einfach nicht mithalten.

Besser wurde es erst, als meine Familie wegen Arbeit weit genug weg gezogen war. Dann war ich immer in den Ferien dort oder Oma kam angereist, wenn ein Kind krank war und meine Eltern arbeiten mussten.

Bei meinen Kindern habe ich das garnicht erst so einreißen lassen. Zum einen waren sie für mich immer der Mittelpunkt meines Lebens - aber das ist bei dir ja genauso. Es gab aber auch klare Regeln, Grenzen, Erziehung. Die eine Oma war schon Rentner und wurde viel in die Betreuung einbezogen. Dabei habe ich durchgesetzt, dass sie die von uns aufgestellten Regeln grundsätzlich durchsetzen muss. Klar darf eine Oma etwas nachsichtiger sein, aber der Grundsatz muss klar sein.

Meine Mutter wollte sich darauf nicht einlassen - sie beanspruchte das Recht für sich, ihre Enkel komplett verwöhnen zu dürfen - mit dem Ergebnis, dass sie diese deutlich seltener sah (ok, mind. alle 2 Wochen).

Schau mal auf die Kleinigkeiten. Was genau macht die Oma so interessant. Sind es weniger Reglen? Oder (was logisch wäre) deutlich strengere, liebevoll durchgesetzte Prinzipien?

Wie ernst nehmt ihr die Kinder? Auch da gibt es einen optimalen Mittelweg, den man anstreben muss - zu viel ist überfordernd, zuwenig frustrierend.

Im Allgemeinen ist es ja so, dass Grosseltern ihre Enkelkinder sehr verwöhnen, ihnen jeden Wunsch erfüllen, ihnen alles erlauben usw. Deshalb sind die meisten Kinder sehr gerne bei ihrer Oma oder Opa. Bei deinen Kindern scheint das aber irgendwie noch anders zu sein. Vielleicht solltest du das nächste Mal wenn deine Kinder bei ihrer Oma sind, einfach mal dabei sein. Beobachte einfach , was deine Mutter anders macht als du, wie sie es schafft, die Kinder so sehr für sich einzunehmen und zu begeistern. Möglicherweise bringt dich das ein bisschen weiter.

Ich denke auch dass deine Kinder es momentan einfach spannend finden, da die Oma nicht immer da sein kann und man die Eltern doch die ganze Zeit um sich hat....sie verbringen halt gerne Zeit mit ihr...ich wünschte ich hätte mehr Zeit mit meiner Oma gehabt aber jetzt ist es zu spät und ich gebe mir etwas schuld und glaub mir besser deine Kinder nerven mit der Frage 'kann Oma auch kommen' als wenn sie depressiv werden, wenn der Name Oma nur schon erwähnt wird...lass sie schöne Erfahrungen und Momente an ihre Oma sammeln und immerhin kannst du dann selber deinen Tag auch besser planen. Zum Beispiel könntest du deine Kinder aus der Schule zur Oma schicken und um 17h oder so kommen sie wieder zurück und in der Zeit kannst du arbeiten und in Ruhe den Haushalt oder was auch immer machen. Freu dich, dass deine Mütter gerne Zeit mit den Kindern verbringt und auf sie aufpassen kann! Ich weiß du liebst deine Kinder sicher sehr und es klingt bestimmt gerade als könntest du deine Kinder zur Oma abschieben aber nein! Weil immerhin wollen die kleinen das doch auch so!
Das wird schon und lass sie einfach denn irgendwann wird auch das nachlassen.
Dir und deiner Familie auch noch schöne Weihnachtstage und guten Rutsch! :)

Was sagt denn die Oma dazu? Was macht sie, dass die Kinder so gerne bei ihr sind? Redet mit der Oma und bittet sie, gemeinsam die Situation zu ändern. Das könnte ein Zeitplan sein, feste Oma-Zeiten, die aber auch eingehalten werden. Das bedeutet aber auch, dass es keine Ausnahmen davon gibt. Also kein "zwischendurch mal eben". 

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