Warum sind ist der Gastgeber so häufig gestresst oder schlecht gelaunt?

5 Antworten

Zunächst gibt es meist die Vorbereitungen, Essen und Trinken kaufen, Knabberzeug etc das wird meist neben der Arbeit erledigt, ebenso das Putzen und teils müssen noch Sitzgelegengeiten besorgt oder zurechtgerückt werden.. das Klo wird nochmal geputzt.

Einige kochen und grillen auch, machen Salate, backen Brot auf etc.

Tisch decken, Gläser raussuchen usw. Eine Menge Arbeit neben dem Job.

Dann kommen die Gäste.. folgende Szenarien sind möglich:

Gäste tragen an den Schuhen massiv Dreck ins Haus und legen Jacken und Taschen so ab, dass man drüber stolpert und nachfolgende die Wohnung, die gerade erst mühsam gereinigt wurde, als chaotisch wahr nehmen.

Gastgeber ist noch in der Küche beschäftigt und muss dabei Besucher beschäftigen, die beim Kochen im Weg stehen.

Gastgeber hat sich gerade hingesetzt, da fällt xy auf, dass er noch ein Glas braucht, Irgendwas nicht mag oder verträgt und was anderes möchte etc.

Gastgeber, der bereits am Vortag mit Vorbereitungen beschäftigt war, kommt weder dazu, in Ruhe alles zuzubereiten, noch mal in Ruhe zu sitzen, noch in Ruhe selbst was zu essen oder mit allen ein Wort zu wechseln.

Deshalb: am besten einfache Speisen anbieten. Kühlschrank, Kühltasche etc mit kalten Getränken füllen, Gäste bedienen sich selber. Sammelbehälter für dreckiges Geschirr aufstellen, damit nicht alles überall rumfliegt etc

So hat auch der Gastgeber was von der Party.

Bei der besten Vorbereitung ist man als Gastgeber geschafft und der eigentliche Besuch trifft einen in dem Augenblick an, in dem man am liebsten schlafen möchte oder seine Ruhe haben..

Dagegen hilft, sich auf einfaches Menü zu beschränken, Gäste zu bitten, etwas beizusteuern, sie mit einzuspannen beim Tischdecken und Abräumen, dann ist die Lage geteilt durch viele Menschen viel einfacher und entspannter als wenn einer für alles allein zuständig ist.

Ich kann Gastgeber verstehen, die innerlich schlecht drauf sind, aber ich finde auch, Gäste, die eingeladen werden, können nichts dafür , dass aufgekocht und aufgeräumt werden muss. Sie dürfen ein leckeres Essen erwarten und einen freundlichen gut gelaunten Gastgeber, der sich auf seine Gäste freut und auf einen schönen Abend mit ihnen.

Ich kann es total verstehen und hasse es auch wie die Pest, größere Feste ausrichten zu müssen. Deswegen mache ich es auch nicht.

Sowas IST nur unheimlich stressig (und nein, das bildet man sich nicht ein) und sauviel Arbeit und als Gastgeber hat man nie was vom Abend weil man nur am Rennen und tun ist. Vielleicht haben manche einfach Pech und kommen aus der Nummer nicht mehr raus, weil irgendjemand Druck macht. So etwas muss einem liegen und gefallen, damit man da Spaß dran haben kann, und das ist nunmal nicht bei jedem der Fall.

Mein vollstes Verständnis für gestresste Gastgeber! Ich wünsche euch, dass ihr es wie ich einfach bleiben lassen könnt.

Vielleicht es ist aber eine Menschheitssache. Ich selber komme aus Norddeutschland. Sylt war mal ein beliebter Urlaubsort, jedoch haben es sich die Menschen dort aufgrund der mangelnden Gastfreundschaft mit den Besuchern verspielt.

Alles eine Sache der inneren Einstellung.

Durch das was wir von unseren Eltern vorgelebt wurde, das was sie uns beibrachten reagieren wir im Erwachsenenleben auf eine bestimmte Art in bestimmten Situationen.

Beispielsweise wurde mir vorgelebt das man Stress hat wenn man Besuch erwartet, alle Räume müssen aufgeräumt sein. Selbst das Schlafzimmer (es könnt ja sein das sich ein Gast in der Tür irrt auf der Suche nach der Toilette). Nirgends darf Staub liegen, es muss gut (oder nach garnichts) riechen, selbst Küchengerüche sollten schon weitestgehend abgezogen sein. Und dann entschuldigt man sich bei den Gästen im Laufe des Besuches dafür das man kaum Gelegenheit hatte um wirklich alles vorzubereiten/ alles aufzuräumen/ alles zu säubern. Man entschuldigt sich mindestens vorab, oder aber spätestens sobald alle anfangen zu essen dafür das irgendwas am Essen vermeintlich misslungen ist.... usw.

Gleichzeitig wurd mir vermittelt: Wenn Besuch angemeldet ist hab immer etwas zu Essen daheim. Es könnte sein das der Gast Hunger bekommt oder das man gemeinsam spontan entscheidet "Wir essen gleich etwas zusammen).

Mein Vater trieb es damals mal auf die Spitze. Er sagte zu Gästen beim Essen immer "Esst ruhig, langt tüchtig zu. In der Küche haben wir mehr". Eines Tages beschlossen diese Gäste das mal auszutesten. Sie aßen und aßen und aßen bis alle vorbereiteten Dinge aufgegessen waren. Meine älteren Geschwister wurden also heimlich in die Küche geschickt sich irgendwas auszudenken. Angeblich war das Ergebnis dann eine Dose mit Erbsen und Möhren plus Mayo plus irgendwas anderes.

Wenn man irgendwann im Leben merkt "Hey, ich mache mir unnötig/ übertrieben Stress. Was könnte ich sinnvolleres anfangen mit dieser Zeit?" hat man die Möglichkeit diese angelernten Verhaltensweisen mit der Zeit abzulegen. Man kann nach Alternativen suchen, oder sich einen anderen Zeitplan überlegen, vielleicht auch über Aufgabenverteilung nachdenken (so das nicht alles an einer Person hängen bleibt).

Ich kenne das so nicht. Auf die Leute die zu mir kommen, muß ich auch nicht aufpassen.

Da trinkt auch keiner übermäßig viel. Ich habe meinen Besuch nicht im Griff. Das sind doch keine Kinder.

Das geht sehr entspannt zu. So sollte das auch sein.

Schönen Abend

Aus welcher Stadt kommst du? Ich selbst bin aus Hamburg und lebe nun einmal in solchen Verhältnissen. Als Gast hast du es hier nicht einfach und generell gelten die Norddeutschen als die am wenigsten gastfreundlichen Europäer.

@lockzocker

Dann tut mir das leid. Ich komme aus Heidelberg und da sind die Menschen von Haus aus locker und gastfreundlich. Vielleicht hast du auch die falschen Freunde. Ich habe Freunde in Hamburg, die das genauso locker sehen.

@lockzocker

Ich bin kein Norddeutscher, deshalb glaube ich dir.

@wirbelwindx

@wirbelwindx Was heißt falsche Freunde, etwa die Hälfte von meiner Familie tickt so und nahezu alle meiner Freunde sind so drauf.

@lockzocker

Das ist sehr schade.

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