Ohne Nahrung, ohne Flüssigkeit - wie lange hält ein kranker Mensch das aus?

5 Antworten

Hat deine Oma eine Patientenverfügung hinterlegt, in der sie eine solche Behandlung fordert? Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Behandlung auf ärztliche Anweisung geschieht, verstößt sie doch deutlich gegen den hippokratischen Eid. Sprecht sofort mit dem behandelnden Arzt.

in ihrer patientenverfügung steht, das sie keine lebensverlängerten Maßnahmen haben möchte. Sie hatte wohl aber auch unter Morphin starke schmerzen.. ich bin leider nicht vor Ort, daher weiß ich nicht mehr.

@faalia

Das erklärt einiges. Essen und Trinken werden als "lebensverlängernde Maßnahmen" eingeschätzt. Morphin war wahrscheinlich schon an der Höchstgrenze, und hat nicht mehr gewirkt. Mehr geben wäre Mord. Leider scheint es keine Möglichkeit zu geben, deiner Oma dies gräßliche Ende zu Erleichtern.

oh... ich möchte nichts falsches sagen... frag da lieber den Arzt. Es wird nicht lange sein, jedoch frage ich mich, warum das Morphium abgesetzt wurde?! Man könnte Ihr doch wenigstens das Leiden ersparen. Wenn man Schmerzen hat, vergeht die Zeit gar nicht!

Zwischen einem und drei Tagen. Aber Morphium sollte nicht abgesetzt werden. Es verlängert das Leiden nicht, nimmt aber (weitgehend) die Schmerzen.

Meine Schwester macht gerade das selbe durch,sie weiss es nur nicht da der Tumor so gross ist und alles abdrückt,metastasen überal im Kopf.es wurden keine Lebenserhaltene massnahmen vereinbart.Sie bekommt Morphium und Flüssigkeit über einen Halskatheder.Aber keine Nahrung mehr.,Sie ist im Hospiz,und Ich hoffe Sie schläft ein und wacht nicht mehr auf.aber Schmerzmittel und Flüssigkeit gibt es immer.D.J.

Bei gesunden Menschen lautet die Faustregel: 3 Wochen ohne Nahrung, 3 Tage ohne Wasser, 3 Minuten ohne Luft.

Deine Oma ist durch die Krankheit geschwächt, d.h. wahrscheinlich wird es noch 24-48 h dauern, bevor das Herz versagt.

Zum Thema Morphium solltest Du nochmal nachfragen: In diesem Endstadium wird idR die Dosis sogar nochmals gesteigert - hier steht Schmerzdämmung (oder -freiheit) eindeutig vor möglichen Nebenwirkungen wie z.B. einer Atemdepression, die u.U. das Ableben sogar beschleunigt.

Eine Ausnahme davon wäre allenfalls die explizite Verweigerung von Schmerzmitteln in der Patientenverfügung.

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