Meniskus-Schaden. Hat wer Erfahrungen?

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Deine Mutter hat in einer Sache recht... Es MUSS nicht zwingend eine Arthroskopie erfolgen wenn der Meniskus einen Schaden erlitten hat. Gerade EInrisse sind häufig ein Verschleißanzeichen und oftmals sogar Schmerzfrei. Wenn du jedoch wie beschrieben Schmerzen hast, meist auch nach größerer Belastung Ergüsse im Gelenk, dann ist hier definitiv eine Reizung im Gelenk.

Bei mir z.B. war ein 1,4cm langer Riss im Innen- ein 2,2cm langer im Außenmeniskus. Da auch nach 3 Monaten die Schmerzen eher schlimmer geworden sind und ich so oder so arbeitsbedingt ständige Überlastungen meiner Gelenke in Kauf nehmen muss, habe ich mich für eine Arthroskopie entschieden und gut war es.

Der Innenmeniskus lag mittlerweile schon so in Fetzen, dass die Fransen ständig ins Gelenk geschlagen haben. Das macht erstens starke Schmerzen und nutzt auch weiterhin den Knorpel am. Den Außenmeniskus konnte man bei mir garnicht vollständig abtragen, da sonst kaum noch Puffermaterial geblieben wäre.

Abraten von einer Arthroskopie sollte man IMMER, wenn das Knie schmerzfrei ist oder es sich um eine sogenannte diagnostische Arthroskopie handelt nach dem Motto "wir schauen da mal rein ob was zu machen ist". In deinem Falle ist ein Schaden nachgewiesen der dir auch noch Probleme bereitet. Natürlich ist jeder Eingriff in den menschlichen Körper auch ein Risiko, jedoch muss man einfach den Nutzen für sich und seine Lebensqualität abwägen.

Falls also Reizungen des Gelenks vorhanden sind und ähnlich wie bei mir der Meniskus auch andere Areale schädigen kann, machst du dein Gelenk auf Dauer noch mehr kaputt.

Also schmerzfrei ist mein Knie leider ganz und gar nicht. Es wird z.B. nach einer Autofahrt oder langem gehen/stehen (was bei meiner Arbeit leider nicht unvermeidlich ist) dick und lässt sich nicht mehr einwandfrei beugen/strecken (es fühlt sich an wie eine Blockade).

@eliahmia

Dann solltest du etwas dagegen tun. Hört sich sehr nach dem gleichen Problem an, wie ich es hatte. Ab einer Std. Autofahrt z.B. ein dauerhaft stechender Schmerz und eine dauernde, leichte Raumforderung im Knie. Hier soltlest du es nicht all zu lange herauszögern, denn Menisken die im Gelenk reiben, können durchaus auch den Knorpel schädigen.

Eine Läsion (Einriss) des Meniskus hat zur Folge, dass das ein- oder abgerissene Teil sich "querstellen" kann. Das führt zu den Schmerzen und einer Knieblockade! Maßnahme: Dieses Teil durch eine OP entfernen. Generell fehlt nach einer Entfernung des dämpfenden Meniskus dann diese Gelenkdämpfung bei jedem Schritt! Daher muss mit Arthrose später gerechnet werden! Das Gelenk sollte durch Muskeltraining stabilisiert werden.

Recht hat deine Mutter!

Ich habe das bis heute auch nicht operieren lassen und es ist wieder wie vorher geworden. Die Fälle, die mir bekannt sind, die sich einer OP unterzogen haben, hatten nur ständige Verschlechterung bis hin zum künstlichen Kniegelenk.

Ich hatte dieselben Beschwerden beim Fussballspielen. Wenn Dein Meniskus eingerissen ist, dann ist Krankengymnastik Zeitverschwendung. Ich hatte sehr gute Muskulatur und die Operation war eine leichte Übung und nach 3 Tagen war ich wieder draußen, nach 14 Tagen konnte ich wieder völlig beschwerdefrei trainieren und habe seitdem keinerlei Probleme. Mach eine OP, besser wird es ohne OP nie mehr!

Die Probleme werden niemals von selber besser. Wenn der Arzt sagt: "Wir warten mal ab und beobachten das mal" dann wechsel sofort den Arzt!!! Als Kassenpatient muss man sich selber ein wenig bemühen, aber es ist möglich, Hilfe zu bekommen. Such Dir eine Uni-Klinik oder eine spezialisierte Praxis. Lass Dich nicht von irgendwelchen Krankenkassen oder Papierkram abschrecken. Beim Meniskus wird nichts von selber besser. Je länger Du wartest, desto mehr geht kaputt und umso größer wird die "Reparatur". Ich meins ernst!

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