Kurzsichtig keine brille tragen?

5 Antworten

Die Augen werden nicht schlechter (höchstens vorm PC).

Wenn du auf einem Auge -0,75 und auf dem anderen -1,25 hast, sind die -0,75 ausschlaggebend. Das Gehirn fügt ein ganzes Bild zusammen und nimmt immer den besseren Wert. D. h. die -1,25 dürften (kaum) zum Tragen kommen. Das kannst du ganz leicht ausprobieren. Fixiere aus mind. 2 Meter Entfernung einen Punkt mit beiden Augen. Dann deckst du zuerst ein Auge ab und dann das andere. Du wirst sehen, wenn du mit beiden Augen siehst, siehst du dies in der Sehschärfe des besseren Auges.

Zum Lesen brauchst du sie auf gar keinen Fall. Ganz im Gegenteil. In der Nähe siehst du ohne Brille sogar besser.

Allerdings: Beim Autofahren brauchst du sie unbedingt und mir sagten Augenärzte und Optiker, auch wenn ich ohne Brille in der Nähe besser sehe, sollte ich sie auch vorm PC tragen, weil die Computerstrahlen die Sehschwäche verschlimmern können. Aber sonst würde ich sie an deiner Stelle nicht tragen.

Zusammenfassend kann man sagen: Trage sie vorm PC und beim Autofahren. Ansonsten kannst du sie ruhig weglassen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo  Malvinzoo

bei einer Glasstärke von -0,75 dpt siehst du ab 133 cm und bei -1,25 ab 80 cm verschwommen. Und so nimmst du am Straßenverkehr teil. Du bist dadurch nicht nur für dich selber, sondern vor allem für die anderen eine riesengroße Gefahr. Bist du ohne eigenes Verschulden in einen Unfall verwickelt, dann wird es für dich außerdem sehr teuer, denn du bist dafür verantwortlich, dass nicht nur dein Fahrzeug, sondern du selber verkehrstüchtig bist, was bei diesen Stärken niemals sein kann. Ob im Führerschein was drinsteht oder nicht, interessiert dann niemand. Mit der Aussage, dass du eigentlich sehr gut siehst, belügst du in erster Linie dich selber und das große Gejammer "hätte ich doch nur..." kommt spätestens, wenn das Kind unterm Auto, dem Krankenhaus oder der Leichenhalle liegt oder auch du selber.
Hättest du rechtsichtige Augen, kämst du niemals auf die Idee, freiwillig so schlecht sehen zu wollen, egal in welcher Situation.
Geh zu einem Optiker, nicht Augenarzt, und lass dir die Augen ausmessen.

Wenn dir der Augenarzt für's Autofahren eine Brille verschreibt, dann solltest du dir eine zulegen und sie tragen. Tust du es nicht, kannst du dich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen. Willst du so ein Risiko eingehen??? Außerdem könntest du bei einem Unfall Probleme mit deiner Versicherung bekommen, wenn du keine Brille trägst. Es gibt keinen Grund, keine Brille zu tragen! Benimm dich als Verkehrsteilnehmer verantwortungsbewußt anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber! Das erwartest du auch von deinen Mitmenschen!

Wie würdest du reagieren, wenn dich jemand anfährt und vielleicht sogar verletzt, weil er keine Brille tragen wollte, obwohl der Augenarzt ihm eine verschrieben hatte??

@Fragesteller:

Ob du das Nachfolgende verinnerlichst usw. ist ausschließlich DEINE Entscheidung..jedoch berichte ich hier aus eigener Erfahrung.

Keine eigentlichen Probleme beim Sehen haben:

DAS GLAUBST du evtl. Nur entspricht es nicht der Wahrheit.

Gehe zu einem GUTEN Optiker und mache ohne Brille einen Sehtest.

Ua. wirst du Probleme haben, z.B. bei den Kreisen das jeweils offene Ende sicher zu erkennen bzw. zu bestimmen. Dasselbe wird dir auch beim Erkennen kleiner geschriebener Buchstaben, Zahlen etc..so passieren.

Der deinerseits erwähnte Dioptrin-Wert zeigt eine leichte Kurzsichtigkeit. Entfernungen ab rd. 3m aufwärts siehst du also leicht unscharf (auch wenn du es dies gegenwärtig nicht so empfindest)

Eine entspr. gut angepasste Brille für die Fernsicht wird dir definitiv bessere Sehleistung geben, was du nach Aufsetzen der Brille mit Sicherheit selbst feststellst.

Auch wirst du während Autofahrten bei Dämmerung bzw. Dunkelheit MIT Brille künftig mit Sicherheit besser sehen können.

Keine Probleme beim Lesen:

Das hat nichts mit den deinerseits erwähnten Dioptrin-Werten zu tun, sondern ist eine "andere Kiste".

Wenn du schon einen Sehtest machst, dann gleich auch mal entspr. prüfen, inwieweit dir ohne Brille evtl. Zeitungslesen etc..Probleme bereiten.

Dies äußert sich z.B. dadurch, daß beim Lesen die Arme immer länger werden, weil alles in der Nähe von den Augen mühsam focussiert werden muss...und selbst dann erscheint es unscharf.

Eine Fernbrille eignet sich definitiv NICHT zum Lesen!

Benötigst du evtl. für die Ferne UND Lesen jeweils eine Brille:

. entweder sog. Gleitsichtbrille..wobei zumindest ich jedoch bezgl. des jeweils verfügbaren Gesichtsfeldes trotz gut 2 wöchiger Eingewöhnungsphase erhebliche Probleme hatte.

Gleitsichtbrillen bieten einen fließenden Übergang von oben der Ferne über die Mitte für Distanzen bis ca. 1m bis runter zum Nah-bzw. Lesefeld.

Alles ausserhalb des zentral-mittigen Gesichtsfeldes erscheint bei Gleitsichtbrillen technisch bedingt unscharf.

Deshalb sind Gleitsichtbrillen für mich unbrauchbar (aus Arbeitsgründen MUSS ich auch ALLES von der Seite gut und rechtzeitig sehen können)

Alternative für Gleitsichtbrille wegen evtl. Sehschwäche in die Ferne und beim Lesen.

Eine sog. Bifokalbrille (für 2 unterschiedliche Sehstärken)

Bifokalbrillen beinhalten i.d.R. 2/3 oberes Sehfeld für die Ferne und ca. 1/3 unteres Sehfeld für das Lesen.

Solltest andere Wünsche haben, dies bitte beim Optiker so ansagen, damit du auch mit der künftigen Brille keine Probleme hast.

Pers. Ratschlag für das untere Sehfeld (Lesefeld): Beim Optiker angeben, daß das gesamte Lesefeld unten voll verfügbar (links nach rechts) sein soll.

Normalerweise umfasst das Bikofal-Brillen-Lesefeld nur einen kleinen mittigen Ausschnitt, was zumindest für mich unbrauchbar ist. (Vergleichbar mit z.B. Oma-bzw. Opa-Brillen mit Trennlinien)

Bifokalbrillen selbst haben einen "harten Übergang" vom Fernfeld zum Lesefeld, was man z.B. teils deutlich an einer "Trennlinie" im unteren Drittel des Brillenglases sieht. Dies mag eine stilistische Geschmacksfrage sein, für mich zählt jedoch nur das Mittel zum Zweck.

PC-Arbeit mit Bifokalbrillen: Können zwar möglich sein..sind jedoch bei mir nicht machbar.

Dafür nehme ich ein "billig Nasenfahrrad" für ca. 5 Euro (behelfsmäßige Lesebrille aus dem Supermarkt)

Derartige Brillen in div. verfügbaren Dioptrin-Werten sollten VOR dem Kauf ausprobiert werden.

Je höher der Dioptrin-Plus-Wert desto näher muss man an das jeweils zu betrachtende Objekt herangehen. Je nach der pers. Sehstärke-bzw. Schwäche wären das Lesebrillen zwischen grob gesagt plus 1,0 - plus 1,50 Dioptin.

Werden die Augen mit Brille evtl. schlechter?

. Normalerweise zwar nicht ABER

. im Laufe der Jahre kann sich durchaus die Sehstärke sowohl positiv als auch negativ verändern. Das lässt sich u.a. wegen zunehmenden Alter nicht verhindern.

Deshalb vorsichtshalber regelmäßige Sehtests machen und bei Bedarf die Brille entspr. korrigieren lassen.

Zum Abschluß dieser Antwort (bevor es noch länger wird)

Mit vorgenannter Bifokalbrille komme zumindest ich sowohl beim Autofahren, als auch im Job (Fahrdienst) als auch beim Lesen SEHR GUT zurecht. Nach erstmaligem Aufsetzen nach Erhalt vom Optiker benötigte ich auch keinerlei Eingewöhnungsphasen, "es funzte sofort".

Hallo  Brandenburg

in deinem Roman hier sind sehr viele falsche bzw. für diesen Thread nicht zutreffende Behauptungen drin. Bei allem, was du schreibst, schilderst du nur deine Situation und verschwendest keinen Gedanken daran, dass es sich hier offensichtlich um eine(n) jungen Schreiber(in) handelt´, der/die noch nicht so wie du alterssichtig ist und noch weit entfernt ist, eine Gleitsicht- Bifolkal- oder PCbrille zu brauchen.

Eine Fernbrille eignet sich definitiv NICHT zum Lesen!
eine Fernbrille macht aus einem fehlsichtigen Menschen einen rechtsichtigen Menschen. Er ist also in dem gleichen Zustand, wie der Mensch, der keine Brille braucht, bis 40 auch nicht zum Lesen.
Deine Behauptung stimmt nur dann, wenn man ab 40 Jahren aufwärts ist und die Alterssichtigkeit eingesetzt hat, wie bei dir.

Keine Probleme beim Lesen:
Das hat nichts mit den deinerseits erwähnten Dioptrin-Werten zu tun, sondern ist eine "andere Kiste".

Gerade die Minus-Dioptrienwerte zeigen, warum er/sie beim Lesen keine Probleme hat.

Dies äußert sich z.B. dadurch, daß beim Lesen die Arme immer länger werden, weil alles in der Nähe von den Augen mühsam focussiert werden muss...und selbst dann erscheint es unscharf.

Im Fall der Fragestellerin/des Fragestellers sieht es ganz anders aus.
Ohne Brille sieht ein Kurzsichtiger (Minuswerte) bis zu einer bestimmten Entfernung alles scharf und größer, als mit Brille und vor allem ohne Anstrengung.

Nein, die Augen werden nicht unbedingt schlechter.

Nur stellst Du eine Gefahr für andere Autofahrer dar, weil Du näher an Schilder ranfahren musst.

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