Kann man einfach so zum Betriebsarzt?

5 Antworten

Ich würde zu einem niedergelassenen Arzt gehen - der Betriebsarzt wäre der letzte, zu dem ich mit solchen Problemen gehen würde

Du solltest viel eher zu Deinem Hausarzt gehen. Der Betriebsarzt ist dafür eigentlich nicht zuständig. Dein Hausarzt kann Dich dann weiter überweisen, damit Du eine entsprechende Behandlung bekommen kannst.

Geh zu einem Arzt mit Psychologischer Ausbildung oder zu einem Psychotherapeuten.

Der Betriebsarzt wäre der letzte, dem ich von Depresssionen erzählen würde.

Auch für ihn gilt die Schweigepflicht. Aber er kann dich als "untauglich" einstufen...für den Job

@adavan

Schweigepflicht, is klar. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

@adavan

Schweigepflicht, is klar. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.

Ich würde Dir eher raten, einfach nur zu deinem Hausarzt zu gehen, dort offen über deine Probleme zu reden, und dann entsprechend von dem eine Überweisung zu einem Pschologen oder Psychotherapeuten zu erhalten. Und diese Therapie dann wirklich durchzuziehen, egal wie schwer es Dir am Anfang fallen sollte.

Wichtig ist dabei die offene Art von Dir. Die wollen Dir helfen und das können sie nur, wenn DU ihnen blind alles zu sagen wagst und auch deren Rat annimmst.

Der Betriebsarzt ist auch nicht einfach nur eine Arzt, sondern nur ein Beratungsarzt, für den Arbeitgeber. Er untersucht im Einzelfall auf Termin die Mitarbeiter. Er ist auch zur Verschwiegenheit verpflichtet, kann dem AG aber Mitteilungen geben, was bei einer weiteren Arbeit des Kranken zu beachten ist.

Er ist vom AG geanuso bezahlt, wie Du, aber er ist auch verpflichtet, Einschränungen deiner Arbeitsmöglichkeiten, dem AG zu nennen, z.B. durch Medikamente oder Erkrankungen. Der Betreibsarzt läuft leider nicht wie ein normaler Arzt. Wenn Du wirklich krank bist, musst Du erst zu deinem normalen Arzt. Sollte der AG aber merken, dass da was bei Dir nicht stimmen sollte, wäre es möglich, dass er Dich zusätzlich auch zum Betriebsarzt schickt. Der untersucht dich dann im Bezug auf die Arbeitseinflüße.

Vielleicht gibt es aber auch eine Beratungsstelle bei deinem Arbeitgeber, mit denen Du reden kannst. Die sind gegenüber dem AG auch zur Schweigepflicht verpflichtet, kennen aber durch die Nähe zu deiner Arbeitswelt mehr, wie und was die Einflüsse liefern könnte. Frag doch einfach mal deine Kollegen nach einer solchen Beratungsstelle.

Danke für die ausfühlichen Informationen. Ich denke, wen ich sonst noch ansprechen könnte wäre die JAV. Aber das ist mir super unangenehm. Da versuche ichs lieber mit ein paar mehr anläufen beim Hausarzt. Vielleicht bekomme ich es ja irgendwann über die Lippen, wenn ich dort bin...

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