Kann ich meine neue Brille mit falsch gemessenen Dioptrien-werte reklamieren?

3 Antworten

Grundsätzlich solltest du da mal hin gehen und denen dein Leid klagen. Die werden alles durchchecken und das Problem lösen. Zu einem Augenarzt solltest du auf keinen Fall gehen, denn das führt in den meisten Fällen auf eine falsche Fährte. Von Brillen haben Ärzte keine Ahnung, und für die Sehtests bist du auch beim Optiker besser aufgehoben.

Bei Entspiegelungen ist immer ein Restreflex zu sehen. Darauf hat der Optiker keinen Einfluss. Trotzdem solltest du ihm die Brille zeigen um sicher zu gehen, dass nicht etwas falsches bestellt wurde.

Je nach Dioptrienwerten ist es ebenfalls nichts Ungewöhnliches, dass zum Randbereich des Glases hin die Abbildungsqualität merkbar etwas abnimmt. Die beste Abbildung ist immer im optischen Zentrum, das ist eine physikalische Gesetzmässigkeit. Hattest du also vorher geringere Werte und möglicherweise auch eine kleinere Brille mit kleineren Glasdurchmessern, dann ist es nun zu einem spürbaren Phänomen geworden. Aber auch das solltest du rechtzeitig beanstanden gehen, nicht dass du irgendwelche Verträglichkeitsgarantiefristen versäumst. Wäre bspw die Zentrierung der Gläser fehlerhaft, würde das das Problem noch verstärken. Der Optiker wird das alles checken und ggf beheben

dass zum Randbereich des Glases hin die Abbildungsqualität merkbar etwas abnimmt.

Das stimmt nicht.

Ich habe schon die x. Brille - noch nie habe ich das festgestellt.

@beangato

Nur weil du das nicht bemerkst bedeutet das nicht, dass dieses Phänomen nicht existiert. Ob das bemerkt wird oder nicht, hängt wie gesagt von diversen Faktoren ab. Also schliesse nicht von dir auf andere, google nach "Abbildungsfehler" und äussere dich zu Themen, die dir besser liegen

@aseven79

Ich kann mich äußern, wozu ich will.

@beangato

Sehr richtig, musst aber damit rechnen, dass unqualifizierte Kommentare kritisiert werden. Der FS ist dir nicht nur für hilfreiche Kommentare dankbar, sondern auch dafür, dass du dich mit irreführenden Kommentaren zurückhälst

@beangato

Beangato
Du hast etwas ganz entscheidendes übersehen, jede Brille ist eine Sonderanfertigung für ein Individuum.
Je nach Dioptrienwert, Fassungsgröße, Augenabstand, Glasqualität, Brechungsindex kann es zu Randunschärfen kommen.
Sei froh, wenn es bei Dir noch nie der Fall war.
Ab und zu solltest Du auch vielleicht mal einen Blick in die Richtlinien von GF werfen, dann wirst Du schnell darauf stoßen, dass Antworten von Fachleuten und nicht von Möchtegernfachleuten hier erwünscht sind.
Bestimmt hast Du Dein(e) Fachgebiet(e), aber die Augenoptik gehört sicherlich nicht dazu. 

@aseven79

@ beangato

Wie viel Dioptrien hast du denn? Vielleicht bist du gar nicht in der Stärke von der aseven79 schrieb:

"Je nach Dioptrienwerten ist es ebenfalls nichts Ungewöhnliches, dass zum Randbereich des Glases hin die Abbildungsqualität merkbar etwas abnimmt."

Bei mir ist es jedenfalls genau so.

Ich sehe auch nur in der Mitte scharf. Denk mal, dass das normal ist und kein Grund zu reklamieren. Das mit der entspiegelung würd ich direkt beim Optiker fragen.

Ich würde erst mal zum Augenarzt gehen und dann mit den Werten zu Apollooptik gehen.

Natürlich kannst Du das reklamieren.

Ein Augenarzt kann hier nicht helfen. Sehtests und Brillen sind nicht sein Fachgebiet

@aseven79

Natürlich misst ein Augenarzt die Sehstärke.

Ich MUSS da sogar hin, weil ich als einäugig gelte.

@beangato

Ich sage nicht, dass ein Augenarzt das nicht misst, ich sage, dass Augenmessungen, Augenoptik und Brillen nicht das Fachgebiet eines Augenarztes sind. In seinem Studium sind das Themen, die bestenfalls angeschnitten werden, in einem freiwilligen Wochenendseminar, mit einem Optikermeister als Dozent. Ein AA ist Mediziner und zuständig für Augenkrankheiten, und dazu gehören Fehlsichtigkeiten in keiner Weise. Es ist ein grosser Irrglaube, dass man wegen einer Refraktion den AA blockieren muss, während sich im Wartezimmer die Notfälle häufen. Und dabei ist es völlig unerheblich, ob ein- oder zweiäugig. Deswegen sind Augenarzpraxen auch immer überlastet, und echte Patienten warten Wochenlang auf ihren Termin.

@aseven79

Na klar gehört das alles dazu, was ein Augenarzt machen muss.

Nochmal: Ich DARF gar nicht zum Optiker gehen, um die Stärke ausmessen zu lassen. Zum Optiker gehe ich mit den Werten, die ich vom Augenarzt bekomme und der Optiker passt dann die Brille an.

@beangato

wer sagt, dass du das nicht darfst, und mit welcher Begründung?

@aseven79

Du wirst es nicht glauben: Das wurde mir vor einigen Jahren von einem Optiker gesagt.

Begründung weiß ich gar nicht mehr.

@beangato

weil es keine plausible Begründung gibt. Ein seriöser Optiker empfielt beim Sehtest immer eine gelegentliche medizinische AA-Kontrolle, als Ergänzung zu seiner optischen Kontrolle (Augendruck, Fundusbetrachtung, Diabetes, Hypertonie, etc). Möglich, dass es bei dir besondere Gründe gibt, einen AA zu bevorzugen, aber Einäugigkeit und Augenoptik sind definitiv keine. Da kannst du behaupten was du willst. Also scheinst du da was in einen falschen Zusammenhang zu bringen. Und da du dich angeblich nicht mehr dran erinnern kannst, geh hin, frag nach, und sei froh, dass du dir zukünftig die Rumrennerei sparen kannst

@beangato

Hallo beangato
bei Krankenkassen wie auch bei unseren Politikern herrscht immer noch die Meinung vor, dass Augenärzte DIE Fachleute wären, um die Brillenglasstärke aus zu messen.
Bereits vor ca. 20 Jahren hat mir ein Augenarzt sehr verärgert erzählt, dass sein Berufsstand im Studium dieses Refraktionieren nicht mehr lernt, aber genaue Messungen sollen sie abliefern. Ich bekomme jeden Tag Rezepte von Augenärzten auf denen steht, dass ich die Stärke nachmessen soll. Glaubst Du dass ein AA an sich selber so zweifelt, wenn er diese Untersuchung erlernt hätte?  
Wie aseven schon schreibt, hat ein Augenarzt das Refraktionieren eventuell in einem Schnellkurs bei einem Optikmeister ansatzweise gelernt, der Optiker hat es dagegen in seiner 2-3jährigen Ausbildung zum Meister als ein ganz entscheidendes Hauptfach gelehrt bekommen.

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