Johanniskraut, und Sertralin nicht gut?

3 Antworten

Nein, das ist kein Problem, aber du solltest Antidepressiva nicht mit Johanniskraut kombinieren.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen  
Johanniskraut kann mit zahlreichen Medikamenten wechselwirken und zu teils gefährlichen Interaktionen führen. Es schwächt die Wirkung der anderen Mittel ab. Dies gilt unter anderem für Arzneimittel, die gegen HIV/AIDS helfen, die das Blut verdünnen (zum Beispiel Phenprocoumon), für bestimmte Krebsmittel, Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten und die Antibabypille. Johanniskraut darf nicht mit anderen Antidepressiva kombiniert werden.
Schwangere und Stillende sollten auf die Einnahme von Johanniskraut verzichten, ebenso Kinder und Jugendliche.
Der Inhaltsstoff Hypericin kann die Haut lichtempfindlicher machen und zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen führen, wenn Sie ihn innerlich anwenden. Johanniskraut kann selten zu Magen-Darm-Beschwerden, allergischen Hautreaktionen und Müdigkeit führen.
Wichtig: Lassen Sie sich zu Dosierung, Anwendung und unerwünschten Effekten der Heilpflanze in der Apotheke beraten.

Quelle: https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/heilpflanzen/johanniskraut-pflanzliches-mittel-gegen-depression-733191.html

Woher ich das weiß:Recherche

Johanniskraut mit anderen Antidepressiva zu kombinieren ist keine gute Idee... und dies gleich aus zwei Gründen:

  1. Johanniskraut und synthetische Antidepressiva können sich gegenseitig in ihrer Wirksamkeit abschwächen.
  2. Bei sehr hohen Dosen besteht die potenzielle Gefahr eines Serotonin-Syndroms.

Es stellt sich zudem die Frage, ob sich Johanniskraut als Quetiapin-Ersatz eignet. Quetiapin ist ein atypisches Antipsychotikum welches zur Behandlung von Schizophrenie, bipolaren Störungen und als Zusatzmedikament bei Depressionen zugelassen ist. Zudem hat es eine stark sedierend bzw. schlaffördernde Wirkung.

Johanniskraut hingegen ist ein pflanzliches Antidepressium welches primär bei leichten und teilweise auch bei mittelschweren Depressionen eingesetzt wird. Neurobiologisch funktioniert es eher wie Sertralin und nicht wie Quetiapin. Seine Wirksamkeit ist bei schweren Beschwerden schlechter als jene der anderen Medikamente, dafür ist es besser verträglich.

Johanniskraut hat nicht mal Ansatzweise den Grad beruhigender und schlaffördender Wirkung im Vergleich zu Quetiapin.

Weitere Informationen zu Johanniskraut hier.
Zu Sertralin hier.
Zu Quetiapin hier.

Die musst du schon längere Zeit regelmäßig nehmen damit sie was bewirken …wenn überhaupt , ist bei Antidepressiva auch so. Johanneskraut hat die Eigenschaft das du als Nebenwirkung sowas wie Sonnenbrand kriegen kannst .. hat aber keine Bedeutung