ich habe panische angst vor der bevorstehenden blutentnahme, habt ihr tips für mich?

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'Sch.. !!' War das erste, was mir da einfiel.
Dir hat jemand mal eingeredet, daß es nicht weh tut, wenn man nur tapfer genug wäre, und und und ...
leider habe ich das oft genug beobachtet, sowohl von Eltern, die nicht wahrhaben wollen, daß ihrem Kind wehgetan wird, als auch von Ärzten, die nicht wollten, daß sich das Kind sperrt.
Ich weiß nicht, ob mein 'Rezept' bei dir noch hilft. - Wenn ich ein Kind auf's Blutabnehmen vorbereitet habe, dann habe ich mir zwei Minuten Zeit genommen und dem Kind folgendes erklärt: "Pass auf, dir wird gleich Blut abgenommen - das tut kurz weh, es muß sein, weil wir sehen wollen, was nicht stimmt - es will dir niemand etwas Böses. Wenn du ganz still hältst, dann ist es schnell vorbei und tut nur kurz weh, hampelst du rum oder versuchst dich zu wehren, dann tut es im Ernstfall mehrmals weh und auch viel länger."
Die Kinder haben alle total still gehalten und in aller Regel war der Arzt auch überrascht, wie tapfer sie waren, es kam also auch noch ein Lob hinterher ... Ich habe auf die Art sogar meinen Sohn auf eine Operation am Ohr (Unfall) vorbereitet - mit dem Hinweis, daß es völlig in Ordnung ist, wenn er weint (hinterher), der Junge hat keine Träne vergossen, obwohl er sicher Schmerzen hatte.
Tut man das nicht, dann denkt das Kind, daß etwas nicht stimmt, wenn der Schmerz kommt, es versucht natürlich dem zu entkommen, was es für unnatürlich hält, und das nächste Mal ist es schlimmer, weil ein Trauma geschaffen wurde.
Vielleicht hilft es dir noch, wenn du dir das selbst sagst.
'Es ist in Ordnung, daß es weh tut, es ist nötig, es ist schnell vorbei, wenn ich still halte!'
Hinschauen oder nicht ist vollkommen egal (meiner Erfahrung nach).

Was auch manchmal hilft ist eine Art Rollentausch in Gedanken:

Stell dir vor, du hättest eine kleine vierjährige Tochter, die auch bald zum Blutabnehmen muss und tierische Panik davor hat. Jetzt ist sie dabei und hat riesige Angst, weil sich nach dir dran ist. Jetzt aber erstmal du, die Kleine will zugucken. In der Situation stellst du dir einfach vor, sie steht neben dir und du musst die Verantwortung übernehmen und ihr zeigen, dass man die Situation auch ohne Panik lösen kann. Erklär ihr (natürlich nicht laut), was gleich passieren wird und denk dran, wenn der Arzt mit der Nadel kommt. Deine Tochter würde dann ja völlig austicken, wenn du so ausrastest.

Oder du versuchst mit dem Arzt auszumachen, dass du bestimmen darfst, wann er sticht. Dann kommst du aus der passiven Rolle und dem Festgehalten-Werden raus. Das macht alles nämlich nur noch schlimmer.

meine tochter hat auch so schlimme Angst vor Spritzen und Blut abnehmen, sie ist 19, sie hat schlimmen Eisenmangel und muss nun alle 3 Monate zum Blut abnehmen. Das erste Mal hat sie mich und ihre beste Freundin mitgenommen. Im Wartezimmer haben wir noch gescherzt, dass wir aufpassen, dass sie nicht wegläuft und sie festhalten und so. Die Arzthelferin hat das gleich gemerkt und war sehr sehr lieb zu ihr. Sie hat sie dann alleine mitgenommen und die Freundin und ich haben ganz bedrückt im Wartezimmer gesessen. Für meine Tochter war es sehr schlimm, aber danach war sie auch stolz auf sich, sie hatte das Glück, dass diese Arzthelferin so lieb zu ihr war. In der Zwischenzeit hat es sich e t w a s gebessert, aber die Angst ist immer noch da, trotzdem weiß sie jetzt durch die Erfahrungen, dass sie auch Schlimmes durchstehen kann und zwar ganz alleine.

Hi ladysunshine09. Also ich kenne das sehr gut, genau diese Panik. Am Schlimmsten war es, wenn sie am Handrücken einen Zugang (für Infusion) legen mussten. Was mir am meisten geholfen hat, hat auch TrishTrish schön beschrieben. Nimm was in die andere Hand, was du kräftig drücken kannst. Am besten fand ich den Igelball. Sag deinem Arzt, dass du jemanden brauchst, der dich ablenkt und mit dir redet. Gleichzeitig drückst du mit der Hand diesen Ball so fest du kannst. Glaube mir, du wirst den Nadeleinstich praktisch nicht spüren. Es ist nämlich nur die Verkrampfung, die weh tut.

Also viel Glück, Mut und einen tollen Igelball - Noona

ich hatte das problem auch, bis ich mal über ein halbes jahr lang regelmäßig (einmal die woche) zur blutabnahme musste. zum glück musst du nur einmal hin :) ..mit der zeit wurde ich immer unempfindlicher. mein tipp: gucke an die wand und zähle die punkte/kacheln ..oder betrachte gaaanz konzentriert ein bild (falls da eins hängt) und zähle darauf die blauen farben/tiere/häuser. lese den namen des künstlers und versuche aus den namensbuchstaben neue namen zu bilden. nehme irgendwas in die hand und drücke ganz fest zu, wenn du eine spritze bekommst. wirkt irgendwie ausgleichend. hauptsache du bist abgelenkt! und denke stets daran, wie alle positiv überrascht sein werden, wenn du diese situation gut meisters! danach denkst du dir eh : "war ja nur halb so schlimm, wie ich dachte!"

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