Hilfe Kater erbricht sich nach Vollnarkose (Zahn OP) und trinkt nicht

4 Antworten

Es ist schon Normal nach einer so starken Betäubung das man Erbricht das kommt auch bei Menschen vor keine Panik auf der Titanic auch , dass er jetzt noch nichts Trinken will ist gut lass dem Tierchen zeit sich von der Narkose zu Erholen

gute Besserung

naja, nach ner vollnakose dauert das ne weile, bis die wieder voll da sind. meine kater waren nach ihrer kastration auch erstmal nen ganzen tag am torkeln und am schlafen. essen oder trinken war das letzte, worauf die bock hatten.. das mit dem erbrechen kann ich nicht beurteilen, katzen haben aber auf jeden fall einen sehr empfindlichen magen, die kozzen öfter mal. vielleicht versucht der körper die letzten überreste der nakosemittel auszuscheiden

Geh sofern es über die Nacht nicht schlimmer wird Morgen zum Tierarzt. Sollte sich seine Lage verschlimmern geh zum Notdienst. Besser 1 mal zu viel sorgen gemacht als zu wenig.

Wie lange ist dieses nicht trinken in verbindung mit erbrechen noch in ordnung?

Gar nicht lange, weshalb du ein sensibles Thema ansprichst.

Begründung: Nahrungsentzüge (im Fall deines Katers erbrechensbedingt) bedeuten eine ernstzunehmende Gefahr für Katzen! Schlimmstenfalls können sie dadurch eine hepatische Lipidose (Fettleber) erleiden. Dazu kommt es wie folgt: Wenn dem felinen Körper zu lange Zeit Nahrung entzogen wird oder er viel Gewicht in kurzer Zeit verliert, entsteht ein Energiemangel. Dadurch werden Fettdepots mobilisiert und gelangen in die Leber. Im Gegensatz zum Hund oder zum Menschen besitzt die Katze jedoch kein Enzym, das Fette in Energielieferanten umwandelt. Folge: Sie dringen in die Leberzellen ein, vernichten sie und beeinträchtigen die Leberfunktion auf massive Weise. Das Fatale: Die Leberverfettung löst Appetitlosigkeit aus, weshalb sie sich weiter verschlimmert.

Merke: Eine Katze muss nach spätestens 24 Stunden fressen (und dieses natürlich auch bei sich behalten), eine übergewichtige sogar nach 12 Stunden (notfalls auch ungesundes Trockenfutter, sonst bitte gar nicht geben, da NoGo) - tut sie es nicht, könnte es ihr Todesurteil sein! Auch geringe Tagesmengen sind riskant! Obendrein verzeichnen selbst intensivmedizinische Behandlungen bei der Diagnose Fettleber nur eine Erfolgsquote von ca. 60%. Der Rest trägt schwerwiegende Leberschäden davon oder verstirbt an Leberversagen, was leider häufig der Fall ist. Der Tod tritt (Leberverfettung vorausgesetzt) meist erst nach Tagen oder Wochen ein, je nach Schwere der Vorerkrankung (==> die dem fast immer vorausgeht). Die Funktionstüchtigkeit der Leber nimmt dabei peu à peu ab.

Wichtig: Nahrungsentzüge und und häufiges Erbrechen zählen zu den Frühsymptomen einer Fettleber! Nicht zuletzt deshalb müssen Katzen im Falle X oft hochkalorisch ernährt werden, um eine eventuelle Fettleber in den Griff zu bekommen oder eine sich anbahnende rechtzeitig abzuwenden. Denn Fakt ist: Bei Fettlebern beschränkt man sich i. d. R. auf Verdachtsdiagnosen, z. B. Inappetenz, Abmagerung, Erbrechen, Blutwert-Veränderungen oder Untersuchungen per Ultraschall (==> diese zeigen ggf. eine vergrößerte, formveränderte und strukturverdichtete Leber). Die Entnahme von Lebergewebe mittels Tru-Cut-Biopsie, d. h. die zuverlässigste Diagnosemethode, wird nur in Ausnahmefällen vorgenommen (==> zu hohes Narkoserisiko für erkrankte Tiere).

Sollte eine Fettleber vorliegen, muss Ursachenforschung betrieben werden ==> ohnehin muss es das! Begründung: Sehr häufig gehen der Fettleber behandlungsbedürftige Krankheiten voraus, z. B. Zahnerkrankungen, ein Schnupfen (==> durch schlechtes Riechen lockt das Futter weniger), Herzschwäche, eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung), eine Vergiftung, Übergewicht oder Wurmbefall. Auch Medikamentengaben (wie bei deinem Kater die Narkose) können ursächlich sein.

==> Siehe bitte auch unter Behandlung und Prognose des folgenden Links: https://www.enpevet.de/Lexicon/ShowArticle/40874/Fettlebersyndrom


oder unter Fettleber (hepatische Lipidose) des Links http://www.katzendiabetes.de/1947672.htm

Katzen können in punkto Nahrungsentzug schnell schlappmachen, erst recht, wenn sie Vorerkrankungen haben - und seien sie auch nur latent, d. h. vorhanden, aber noch nicht erkennbar. Zwar heißt es immer, sie wären zäh, doch in der Hinsicht versteht der feline Organismus keinen Spaß. Klingt sehr dramatisch - nun: ist es aber leider auch ...!

Fahr bitte noch heute zum Tierarzt. Alles Gute für deinen Kater!

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