Erhöhter Drogen Konsum durch Magenverkleinerung?

2 Antworten

Stimmt es, dass es oft so ist, dass wenn man eine Magenverkleinerung durchführt, der Konsum von Tabak, Alkohol oder anderer Drogen steigt oder man damit anfängt?

Ja, das ist so. Weit nicht bei jedem aber Menschen die ausgeprägt essgestört sind kompensieren mit anderen Mitteln. Alkohol, Drogen, Sport, Magersucht, rauchen, Spielsucht, Kaufsucht.

Wenn man vor die Wahl einer bariatrischen OP gestellt wird dann hat man schon ein ausgeartetes Problem das man offensichtlich alleine bzw. in Zusammenarbeit mit Ärzten, Ernährungsberatern etc. auf konservativem Wege nicht mehr in der Griff bekommt.

Ein Magensleeve- oder Bypass ist kein Spaziergang und nichts wodurch alle Probleme im Leben in einer 3-stündigen OP verpuffen. Die eigentliche Arbeit fängt nach der OP erst an.

Probleme hat man so oder so. Ob mit Magen-OP oder ohne. Man muss sich die Frage stellen welche Nachteile schwerer wiegen und über die Nachteile wird man ausreichend vor der OP aufgeklärt.

Leider ja.

Aber das hat weniger was mit dem kleinerem Magen an sich zu tun.

Wo fang ich da an... aaaalso Menschen die eine Magenverkleinerung überhaupt brauchen tun das ja, weil sie sehr übergewichtig sind. So was ist man ja nicht nur weil man einfach gerne isst. Diese Menschen haben eine psychische Krankheit, eine Essstörung. So was ist immer auch eine Sucht.

Wenn man einem Süchtigen seine Droge wegnimmt, in dem Fall das ständige und übermäßige Essen, und ihn so quasi auf kalten Entzug setzt, dann werden sich die meistens dieser Süchtigen einfach ein neues Suchtmittel besorgen. Denn sie sind ja immer noch Süchtig.

Daher müsste in meinen Augen eine so radikale Operation IMMER mit einer psychologischen Betreuung gekoppelt werden.

Jaggei  15.10.2020, 13:51

Die einem dann sagt man hätte die Op nicht machen sollen?

MaryLynn87  15.10.2020, 13:52
@Jaggei

Nein. Die Psychologen sollten dazu da sein um die GRÜNDE für die Sucht aufzudecken und diese zu beheben. Die meisten kompensieren mit der Essstörung ja andere Probleme die sie nicht aufgearbeitet haben.

Jaggei  15.10.2020, 14:17
@MaryLynn87

Wäre es da nicht klüger zur Psychologin zu gehen, bevor man eine Magenop macht und die Gründe für das mehr Essen rauszufinden?

Wobei dicker sein ja auch viele Vorteile hat die viele nicht sehen.

MaryLynn87  16.10.2020, 08:37
@Jaggei

Eine Therapie sollte mit so einer OP immer Hand in Hand gehen. Aber das sehen meistens weder Patienten noch Krankenkassen ein.

Und wer nur "dicker" ist, der bekommt noch keine Magenverkleinerung. Personen die für so was in Frage kommen haben garantiert KEINE körperlichen Vorteile aufgrund ihres Gewichts.

Jaggei  16.10.2020, 10:05
@MaryLynn87

Ich bezweifle dass man so einen Eingriff überhaupt machen sollte. Bin einfach kein Freund vom Messer.

MaryLynn87  16.10.2020, 10:08
@Jaggei

Ich bin auch kein fan davon, gerade von den permanenten Methoden und gerade bei jüngeren Patienten. Aber die Alternativen sind eben meistens einen sehr frühen Tod aufgrund der Probleme mit der Fettleibigkeit hinnehmen zu müssen.

Es gibt auch eine Methode bei der der Magen nicht zerschnitten wird. HIer wird ein Silikonband um einen Teil des Magens gelegt. Dieses Band kommt zusammen mit einer Art Vorratsdose für mehr oder weniger Silikon. Damit kann man den Magen später ohne weiteren operativen Eingriff in seiner Größe Verstellen.

Natürlich hat auch diese Methode ihre Nachteile. zb kann im abgetrennten Magenbereich auch Speisereste angelagert werden. Das ist dan ein ähnliches Problem wie bei einer Blinddarmentzündung.

Jaggei  16.10.2020, 12:50
@MaryLynn87

Ich kann mir auch gut vorstellen dass auch der Eingriff an sich etwas verursacht. Nach Herzoperationen leiden die Menschen oft unter Depressionen.

MaryLynn87  16.10.2020, 12:57
@Jaggei

Ich denke nicht, dass man diese Ursachen verleichen kann.

Eine Herz-OP ist immer eine größere Angelegenheit mit ensprechender Genesungsdauer. Sich schonen müssen, Bewegungsmangel, Krankenhausaufenthalt...das kann eine schlummernde Depression leicht mal an die Oberfläche bringen.

Aber bei Essstörungen ist es eben schon irgendwie logisch, dass es auf die Stimmung schlägt wenn man das bevorzugte Suchtmittel plötzlich nicht mehr so haben kann wie vorher.

Jaggei  16.10.2020, 15:22
@MaryLynn87

aber es gibt ja auch Unterschiede zwischen Fett und Fett und zwar zwischen subkutanem Fett und viszeralen und nicht jeder Dicke hat das viszerale... und hat daher auch keine kürzere Lebenserwartung!

MaryLynn87  19.10.2020, 14:09
@Jaggei

Nein, Fett ist nicht gleich Fett.

Aber wie schon gesagt, wer überhaupt für eine solche OP in frage kommt, der ist MASSIV übergewichtig und das senkt ohne Diskusion die Lebenserwartung.