Erfahrungen mit BOXGRASS?

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du solltest das heu weder "einweichen" noch "nass machen", sondern tauchen.

dazu setzt du dem tauchwasser je 20 liter eine handvoll viehsalz zu. am besten lässt sich das heu in einer wanne (etwa einer trogförmigen mörtelwanne, baumarkt, raiffeisen, landi) tauchen. wenn du die möglichkeit hast, es nach dem tauchen durch ein feines sieb in eine andere wanne zu giessen, kannst du das tauchwasser etwa 3-4 mal verwenden.

salzwasser gefriert erst bei viel niederigeren temperaturen...

achte ausserdem auf eine heuqualität, die nicht so "sparsam", also, die nicht so dicht über dem boden gemäht ist. bleibt bei der maht eine grashöhe von etwa 10cm stehen, ist das heu gewöhnlich annähernd staubfrei. wenn dicht über dem boden gemäht wird, ist viel erde im heu und damit auch staub. der verkäufer bekommt dann für relativ schlechtes heu relativ viel geld, weil die erde ja mitgewogen wird...

merci fürs sternchen...

der winter ist ja nun vorbei... trotzdem noch kleiner tip zum heutauchen: es gibt lange, gefütterte gummihandschuhe... - die sind wichtig, weil man sich sonst mit fragen zu erfrierungen der finger beschäftigen muss...

Das Problem ist, dass durch das Silieren viel Säure entsteht. Damit schadet man dem Verdauungssystem der Pferde. Wenn zu saure Nahrung gegeben wird, sterben Darmbakterien ab, die wichtig wären für die Mineralstoffaufnahme ... und wenn die weniger aufgenommen werden, hilft es dem Atemwegsproblem sicher auch nicht, im Gegenteil. Je angeschlagener ein Pferd ist, desto wichtiger die Aufnahme von Zink etc.

Wie wohnt denn der Isi? Weil ich kenne viele Pferde, deren Heu immer gewässert wurde und bei denen es nach dem Umzug in einen gut konzipierten Offenstall kein Thema mehr war. Der Reststaub wurde nur im ammoniakgeschwängerten Milieu eines geschlossenen Stalls nicht mehr vertragen. Und bei einer Stute, die ich kenne, hat da auch der freie Gang nach draußen, aber Fütterung drinnen nicht gepasst. Die musste wirklich draußen im Freien fressen. Die war vorher in einem Stall mit einer riesigen Liegehalle mit folienvehängten Türeingängen, an deren einer Längsseite ein Futtergang war, wo sie durch so Raufenraster auf den Gang langen konnten, auf dem das Heu vorgelegt wurde. Die hatte riesige Probleme, obwohl man ihr einen Teil der Liegehalle abgezweigt hatte, wo die anderen nicht hin konnten und ihr befeuchtetes Heu vorgelegt war. Seit sie bei uns wohnt, lebt die richtig auf, atmet durch. Unser Stall hat keine Räume, die Liegehalle ist auf den beiden kurzen und einer Längsseite geschlossen, die andere große Längsseite (Richtung Süden) wurde komplett geöffnet, nachdem die Pferde die Halle mit nur zwei großen Türen nicht nutzen wollten. Du klingst so als würdest Du in einer kleinen Stallgemeinschaft sein, wo Du vielleicht Einfluss auf die Baulichkeiten hast. Vielleicht findest Du da ja den Schlüssel zum Erfolg.

Baroque ich muss dir leider widersprechen! Silage ist gut für die verfütterung für Pferde geeignet und steht dem Heu in nichts nach =)

Wegen der Säure: Im Magen herrscht sowieso ein pH von 1-4, und bei Silierung fällt der Wert auf 4-4.5 pH. Es kann also kaum schaden ;)

Man muss aber sehr drauf aufpassen das die Silage nicht kippt, oder verunreinigt wird ;)

@Tinkertier

Im Magen musst Du unterscheiden, ob im Drüsenteil oder im drüsenlosen Teil. Im drüsenlosen Teil ist der ph-Wert eh sehr tief. Im Drüsenteil schon höher. Wenn ich Nahrung füttere, die nicht oder nur wenig gekaut wird, wie beispielsweise bei Mash, kommt nicht genug Bicarbonat über den Speichel mit - die Magensäure wird nicht abgepuffert. Wenn ich saure Nahrung füttere, wie Silage, die zudem noch weniger gekaut wird als Heu, dann führe ich wirklich niedrigsten ph vom drüsenlosen Teil in den Drüsenteil über. Auch dort kann der ph-Wert nicht so angehoben werden, wie man es sich wünscht, das saure geht in den Darm.

Ich war vor nicht mal zwei Wochen auf einem Fütterungsseminar, wo unter anderem die ph Werte auf Folie gezeigt wurden und die Aussage, dass Silage, wovon auch immer, definitiv kein Pferdefutter ist, war mir persönlich nicht neu und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass irgendjemand der anderen Teilnehmer erstaunt war. Es hilft nur nichts, wenn immer nur die auf Seminare gehen, denen das meiste dort nicht neu ist.

Mein Isi wohnt bei mir zu Hause, mit noch ein paar weiteren Pferden. Es ist also mein Stall :-) Wir haben einen Offenstall, mit reichlich Frischluft, Liegeflächen die mit Allergikerspänen eingestreut sind, nach vorne ist der Stall offen, bis auf vereinzelnde Lammellen damit`s nicht zieht...aber generell überall frische Luft! Die Pferde können frei wählen wo sie fressen, also drinnen oder draussen...Also ich denke ich habe die Haltung der Pferde hier im stall schon sehr optimiert! Im Sommer sind die Pferde 24 Stunden Draussen, können aber auch rein gehen wann sie wollen...also ich glaube an der Haltung mags nicht liegen...

@Glenni

Silage ist gut für die verfütterung für Pferde geeignet und steht dem Heu in nichts nach =)

ein kolikgefährdetes pferd kannst du mit gärfutter qualvoll umbringen...

silage ist einfach nur bequem und relativ billig...

ich würde heucobs geben, die stauben ebenfalls nicht.

eine alternative wäre, das heu für alle pferde draussen aufzuschütteln und auch draussen zu füttern. es würde schon reichen, es mit ein wenig wasser aus einer sprühflasche anzusprühen, einfach nur, um den staub zu binden. die menge wasser, die beim nebeln als eis entsteht, ist fürs pferd völlig unbedenklich.

aber ich hab noch eine andere möglichkeit... dafür gibts jetzt doch eine eigene antwort...

Silage ist wenn die Qualität passt super als Fütterungsmittel für Pferde geeignet! Heulage noch besser! Wichtig ist diese schnell aufzubrauchen, weil sie sonst schimmelig werden kann wenn Sauerstoff dran kommt, ausserdem solltest du drauf achten welcher Schnitt das Gras hatte. Die Säure macht nur in Ausnahmen Probleme! Du musst allerding von Heulage mehr verfüttern als von Heu da die Trockenmasse geringer ist (wegen der Feuchte dadrin). Zum Transport, der wird haklich, es darf unter KEINEN Umständen Risse entstehen und somit Sauerstoff dazu kommen, sonst kippt alles um und du kannst den Ballen entsorgen!

Die meisten Probleme in der Silagefütterung macht die Qualität aus, bzw. verfüttern Bauern oder SB oft auch verdorbene Silage weil sie sie nicht wegschmeissen wollen!

Willst du mehr wissen, schick mir eine PN!

Huhu Glenni,

ich hab Erfahrung mit Boxgrass gemacht und kann dir sagen, im Winter ist es wirklich eine Alternative.

Es staubt kaum bis garnicht und ist deshalb ideal für Pferde die Probleme mit den Atemwegen haben.

Die Stute einer Freundin hat ebenfalls im Winter Probleme gehabt, bis wir dann einmal einen Sack zur Probe geholt haben,als der kurz vorm Ende stand sind wir wieder los gefahren und haben direkt eine ganze Palette geholt.

Ich kann es dir nur empfehlen. LG

Pferd rutscht im Winter stark mit Eisen, was tun?

Hallo (:

Ich habe ein Problem, das vermutlich viele Pferdebesitzer kennen:

Mein Pferd rutscht im Winter überall mit seinen Eisen. Ich habe ihn seit 11 Jahren und jedes Jahr ist es das gleiche Drama. Man muss dazu sagen, dass ich fast ausschließlich im Gelände reite, weil sowohl ihm, als auch mir Hallenreiten keinen Spaß mehr macht. Zudem hat er Spat, was ja eher ungünstig ist für den tiefen Boden der Halle und die engen Wendungen. Dieses Jahr wollte ich es dann zum ersten Mal ohne Eisen probieren, ABER mein Pferd ist sowas von überempfindlich, dass ich ihn nicht mal mehr in der Halle reiten kann. Er läuft dann als hätte ich ihm alle Beine gebrochen. Also habe ich habe ihm dann Hufschuhe angezogen, die er aber überhaupt nicht mochte und mit denen er keinen Deut besser gelaufen ist. Das wäre alles kein Problem gewesen, dann hätte ich diesen WInter einfach nicht so viel mit ihm gemacht. Allerdings steht er in einem Aktivstall, wo er über den Winter fast ausschließlich die meiste Zeit auf festem Betonboden läuft und da raspeln sich die Hufe ziemlich schnell ab. Deswegen muss ich leider jetzt wieder Eisen drauf machen. Lange Rede kurzer Sinn:

Also werde ich am Freitag (morgen) wieder Eisen drauf machen. Ich weiß, das ist sehr kurzfristig, aber hat vielleicht irgendjemand irgendwelche Erfahrungen oder Tipps für Pferde, die im Winter nicht ohne Eisen können, damit diese nicht so viel rutschen? Es ist auch wichtig, dass er im Aktivstall, wenn es draußen gefriert, nicht so rutscht. Bin über jede Antwort dankbar.

Schon mal ein danke, an alle, die sich die Mühe gemacht haben meine Frage zu lesen. :)

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