Doctor online darf verschreibungspflichtige Medis verschicken?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hätt ich nicht gedacht, dass es sowas gibt. ja wahnsinn, dass man so "leicht" an verschreibungspflichtige Medikamente kommt. Aber das kann man doch alles nachverfolgen oder?

eben, und es klappt scheinbar ganz gut, oder? Schau doch mal auf diese Site, ist es denn zu fassen???

Seriös sind die nur, wenn sie explizit ein Rezept verlangen. Vorsicht, es gibt Versender, die gefälschte Präparate versenden. Wenn die Tabletten nicht in dieser Blisterpackung, sondern einzeln in Tüten verschickt werden, ist da was richtig faul.

eben nicht, die sollen angeblich in Originalpackungen versand werden.

Ich bin gerade auf diese Internetapotheke gestoßen und trage mich mit dem Gedanken, dort ein bei uns rezeptpflichtiges Medikament (Chloroquine) zu bestellen. "Doktor online" hat ihren Sitz auf der Karibikinsel Curacao und ist ein Gliedstaat der Niederlande. Noch bin ich skeptisch, da ich schon mal eine schlechte Erfahrung mit einer Medikamentenlieferung aus dem Ausland gemacht habe. Wer diese Apotheke wirklich empfehlen kann, soll sich bitte melden!

Ich kann dokteronline nur empfehlen. Es ist absolut legal. Die Medikamente kommen von der Apotheke Lux99 in Hürth. Ich sehe deswegen keinen Grund das es illegal ist. Das der Firmensitz auf Curacao hat den Grund da muß man kaum Steuern zahlen im gegensatz zum Rest von Europa.

War heute um 21.00 im ZdF, Sendung Frontal 21, ist auch im Netz. Ist eigentlich verboten. Die meisten Präparate sind Fälschungen aus Chinesischen Kellern und vielfach gesundheitsschädlich. Geh mal auf die Seite ZdF.de

das ist glaube ich etwas anderes, hier geht es um Originalpackungen, die von Holland einfach über deutsche Apos. gesendet werden, weil dort die Gesetze anders zu sein scheinen.

Das ist (leider) völlig legal, da man offenbar ein echtes Rezept von einem zugelassenen Arzt erhält, welches dann direkt "eingereicht" wird - und der anschließende Versand des (verschreibungspflichtigen) Medikaments ist innerhalb des europ. Binnenmarktes ebenfalls legal (dies nutzen übrigens auch viele, um manche Medikamente, die in Deutschland verschreibungspflichtig sind, in holländischen oder spanischen Apotheken zu bestellen, wo diese nur apothekenpflichtig sind - dies ist nämlich in jeden EU-Land ein wenig unterschiedlich geregelt.) Für die Firma ist der "Trick" mit dem Arzt, der vor dem Versand schnell ein Rezept für das bestellte Medikament ausstellt, natürlich super lukrativ. In Deutschland wäre das aufgrund der Sorgfaltspflicht zurecht nicht möglich, da keine körperliche Untersuchung stattfindet. Durch das bloße Ausfüllen eines Fragebogens ist eine vernünftige Differentialdiagnose völlig unmöglich und es besteht die Gefahr, maligne Krankheiten, oder auch Notfälle zu übersehen, oder im Fall von Infektionskrankheiten das falsche Antibiotikum zu wählen. Wenn solche Geschäftsmodelle Schule machen, könnte das zu ernsten Gesundheitsproblem und neuen Antibiotikaresistenzen führen. Da sollte das zuständige Gesundheitsministerium wirklich einen Riegel vorschieben.

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