Antidepressiva Erfahrung?

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zuerst zu meinen persönlichen erfahrungen. ich litt vier jahre lang an einer schweren depression. folgene medikamente habe ich verschrieben bekommen:

1. SSRI/SSNRI: Sertralin, Fluoxetin, Venlaflaxin, Escitalopram, Duloxetin

2. SNDRI: Bupoprion

3. NaSSA: Mirtazapin

4. tri- bzw. terazyklische Antidepressiva: Clomipramin, Nortriptylin,Trazodon

5. atypische Antidepressiva: Agomelatin

5. Neuroleptika: Quetiapin, Pipamperon

6. Mood-Stabilizer: Lithium, Lamotrigin

7. Antieptileptika: Pregabalin, (Lamotrigin)

8. Notfallmedikation bzw. Benozdiazepine: Lorazepam, Clonazepam, Alprazolam

9. Kurzfristige Schlafmedikation: Zolpidem, Zopiclon, (Lorazepam)

warscheinlich habe ich noch ein paar vergessen. kurz: ich weis also aus persönlicher erfahrung wie diese medikamente wirken. und da sind wir auch schon beim problem. sie wirken bei jeder person anders. es gibt menschen, die auf ihr erstes präparat positiv reagieren und menschen wie ich, welche auf keine medikation reagieren (ausg. lamotrigin und benzodiazepine).

Bei mir, sowie bei den meisten personen, hatten diese medikamente teilweise starke nebenwirkungen, doch keinen einfluss auf die persönlichkeit ansich.

Da jede Person anders auf das jeweilige Medikament reagiert (Wirkung und Nebenwirkungen) gibt es keine "stärkeren" oder "schwächeren" Medikamente bei Antidepressiva. Es gibt nur eine durchschnittserfahrung, welche bei dir jedoch nicht zwingend zutreffen muss. Fluoxetin ist ein SSRI, also ein Antidepressiva der "neueren" Generation und im vergleich mit älteren Antidepressiva somit eher "arm" an Nebenwirkungen (es gibt dennoch zahlreiche). Die Nebenwirkungen treten vor allem zu beginn der Behandlung auf (erste 1-8 Wochen), längerfristige Nebenwirkung ist häufig eine Reduktion der Libido. Die Erfahrung der Wirkungsstärke liegt im mittleren Bereich. 

aus der Depression rausgeholfen hat mir schliesslich die Psychotherapie...

hoffe konnte weiter helfen... ;-)

Super Antwort!

Ich habe auch Fluoxetin bekommen und ich fand's super. Ich wollte unbedingt ein Antidepressivum haben, von dem ich nicht zunehme. Wenn es mal zu schwach war, habe ich eine höhere Dosis verschrieben bekommen. Nebenwirkungen habe ich allerdings schon gemerkt. Ich war öfter sehr hibbelig, innerlich unruhig und ein bisschen zittrig.

Da sie dir der Arzt sicher nicht ohne Grund verschrieben hat, solltest du ihm vertrauen u. an fangen sie zu nehmen. Sollten Nebenwirkungen auftreten, die dich stark beeinträchtigen, mußt es ihm sagen. 

Jeder ist verschieden u. reagiert anders darauf.

Darum kann man es nicht allegemein sagen ob es hilft. 

die heutigen Antidepressiva machen normalerweise nicht abhängig, was sehr wichtig ist.

Das Mittel macht schon (zumindest bei den ersten paar Einnahmen) ziemlich hip, d.h. etwas übertriebene Fröhlichkeit und Redseligkeit.

Es macht Sinn, wenn jemand schwer down ist und ohne diese Unterstützung seine Probleme gar nicht angreifen kann.

Aber schon nach einem Monat würde ich raten, es langsam auslaufen zu lassen. Mittlerweile sollte sich ja auch an den Problemursachen bißchen was gearbeitet sein.

Aber schon nach einem Monat würde ich raten, es langsam auslaufen zu lassen.

Deinen sicherlich sehr gut gemeinten Rat finde ich problematisch. Diese Entscheidung kann und darf nur ihr/sein Artz treffen.

@Doofe

Ich habe nicht gesagt, daß diese Entscheidung eigenmächtig getroffen werden soll. Wenn der Fragesteller sowieso in psychologischer Behandlung ist, sollte es selbstverständlich sein, nicht nur über die Kindheit sondern auch über sowas zu reden.

Also ich hatte anfangs auch sehr Angst vor Nebenwirkungen, aber ich muss sagen ich vertrage es sehr gut und mir geht's auch schon nach 3 Wochen besser :)

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