Wer kann mir aus eigener Erfahrung etwas zum Venenstripping sagen?

1 Antwort

An einer Antwort hierzu wäre meine Frau auch brennend interessiert - der steht so etwas nämlich auch bevor irgendwann ....

Ich habe gelesen, dass man nun nicht mehr die gesamte Vene zieht, sondern nur die geschädigten Teilbereiche entfernt. Das soll wohl schonender und mit weniger Komplikationen verbunden sein.

Ist hier denn niemand im Forum, der das schon einmal machen hat lassen? Ich versuche, die Frage nochmal zu pushen ....

Das Restless Legs Syndrom wird bei der Operation nicht zum Tragen kommen, wenn du die Rückenmarkspritze bekommst. Deine Beine werden so ruhig sein, als wenn du schlafen würdest. In den Leisten und an den Waden wird je ein kleiner Schnitt gemacht und die Vene, bzw. Krampfader mit einer Art Häkelnadel herausgezogen. Es ist, durch die Narkose vollkommen schmerzfrei. Wenn du dir schöne Musik mit ins Krankenhaus nimmst hörst du auch keine unangenehmen Geräusche. Nach der OP werden die Beine mit Kompressionsbinden umwickelt und dann noch ein Kompressionsstrumpf übergezogen. Das bleibt einen Tag lang so und dann wird die Binde entfernt. Es bleibt nur noch der Kompressionsstrumpf. Du musst noch ein paar Tage lang die Bauchspritze bekommen und die Kompressionsstrümpfe tragen und die Beine sind recht blau, aber Schmerzen wirst du kaum noch haben.

Hallo,

also die Venenstripping-OP wird in Vollnarkose durchgeführt. Dabei wird meistens die Vena saphena magna gezogen.

Nach der Narkose wird der Pat. gelagert und das OP Gebiet abgewaschen.

Dann beginnt man in der Leiste einen Schnitt zu machen und präpariert sich vor bis zu der besagten Vene und markiert sie z.B mit einem Faden. Dann geht man zum Fußende und in etwa auf Knöchelhöhe ,wieder ein Schnitt und Vene wieder markieren. Zuletzt wird noch am Knie die Vene freigelegt und dann wird die gesamte Vene mit einmal herausgezogen ,dabei reißen die kleinen Venenanhänge ab und deshalb wird auch unmittelbar nach dem Stripping ein Kompressionsverband angelegt.(das Bein wird gewickelt).Somit verhindert man ,das sich die Hämatome ausbreiten die durch den Abriss entstanden sind. Danach erfolgt die Extubation ,also man wird wieder erweckt und der Schlauch aus dem Mund entfernt. Danach wird man noch in einen Aufwachraum gelegt zur Überwachung und dann geht es ab auf Station.

LG bobbys

Ich habe mir im Februar d.J. meine Venen strippen lassen. Ich hatte nur eine Krampfader von ca. 6 cm Länge, hatte allerdings nie Beschwerden, hatte auch hin und her überlegt, ob ich das machen lasse bis vor dem OP-Raum. Hinterher hab ich es bereut. Also, wenn keine Beschwerden vorhanden sind, noch abwarten. Ich bin jetzt 74 Jahre alt und hätte evtl. noch 10 Jahre warten sollen. Hilft das? Alles Gute

Danke, ja, das hilft :)

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Ich habe mir schon fünf Mal Krampfadern ambulant bei örtlicher Betäubung strippen lassen. Es ist nicht angenehm, besonders das Herausziehen merkt man schon, aber es tut nicht weh. Warum dafür eine Vollnarkose gemacht wird, ist mir unverständlich. Bei Leistenschnitten ist das natürlich nötig, aber ich kenne viele Leute, denen die Stammvenen gezogen wurden, und die trotzdem immer wieder neue Krampfadern bekommen. Nach den OPs musste ich direket einen halbe Stunde laufen. Am nächsten Tag gabs dann für vier Wochen den Gummistrumpf. Eine Krankschreibung für ein paar Tage gibst auf Wunsch, ist aber medizinisch wohl nicht nötig.

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