Röntgenreiztherapie - bringt das was?

1 Antwort

Vom Beitragsersteller als hilfreich ausgezeichnet

Eine solche Röntgenreiztherapie (andere Begriffe dafür -falls du noch weiter selbst nach Infos suchen möchtest sind: Röntgentiefentherapie, Reizbestrahlung, Entzündungsbestrahlung) kann bei entzündlich bedingten Gelenksbeschwerden sehr hilfreich sein. Ausgerechnet an der Wirbelsäule sind aber die Erfahrungen nicht sooo zahlreich, als daß es dazu größere Untersuchungen gäbe -jedenfalls kenne ich keine (bin für Infos sehr dankbar).

Ein günstiger Effekt, wie er bei zahlreichen anderen Gelenken (Schulter, Ellbogen, Finger ...) seit Jahrzehnten sehr gut belegt ist, ist für die Wirbelsäule eigentlich nur zu erwarten, wenn die Beschwerden durch entzündliche Prozesse an den sog. kleinen Wirbelgelenken (Facettgelenken) verursacht sind. Das kann man manchmal(!) im MRT erkennen, im CT kaum, im Röntgen auch nur schlecht.

Da aber die Strahlendosis bei der o.g. Behandlung recht gering ist und du wohl schon eine längere Leidensgeschichte hast, scheint ein Versuch gerechtfertigt.

Empfehlen würde ich, die Behandlung in einer Abteilung / Praxis für Strahlentherapie durchführen zu lassen, eher nicht in einer Röntgenpraxis. Es gibt durchaus gute Gründe, warum es seit ca. 20 Jahren extra Fachärzte für Strahlentherapie gibt. Da hat sich -auch bei der Reizbestrahlung- einiges getan.

Achtung: Auch wenn die Dosis relativ gering ist, ist sie doch deutlich(!) höher als bei einer Röntgenuntersuchung z.b. der Wirbelsäule, zumal diese Strahlung schlecht abschirmbar ist. Daher muß(!) eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein.

HTH