Zwangseinweisen wegen ritzen?

5 Antworten

Du musst dich nicht vor einer Einweisung fürchten. Die würde nur angeordnet, wenn du beim Suzid angetroffen werden würdest. Du tust dir schlimmes an und du weißt auch, wie sehr dir das schadet. Du schreibst ja selbst, es hilft nur kurz. Und auch, ohne Freund und Familie kämest du nicht zurecht. Aber im Grunde unterstützen sie dich auch nur wenig, sonst würdest du nicht zu diesen Mitteln greifen müssen. Mach dir klar, du brauchst mehr Hilfe, Hilfe von Menschen, die damit umgehen können und dir auseinander dividieren, was mit dir los ist, warum du in deinem Leben nicht klarkommst. Eine Therapie, die du selbst willst, wird dir helfen, davon loszukommen, andere Methoden zur Entspannung und Frustablassen zu finden, es wird dir auf Dauer besser und irgendwann gut gehen! Du darfst Kontakt nach außen haben, dein Freund, deine Familie darf dich besuchen, keine Angst. Nimm all deinen Mut zusammen, den du besitzt, all deine Wut, die in dir arbeitet und geh diesen ersten schweren Schritt. Denke an die zukunft, die sich hinter dieser Tür öffnet und die du heute noch nicht sehen kannst.

Um eine Zwangseinweisung vornehmen zu können, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Ein Arzt muss dies beispielsweise befürworten (wenn es hier um eine Gefahr für Leib und Leben geht) und dies beim zuständigen Amtsrichter beantragen. Dem Antrag muss der Amtsrichter dann zustimmen. Bevor es aber soweit kommt, wird man zunächst einmal versuchen, Deine Zustimmung für eine Behandlung (bzw. die Einsicht dazu) zu bekommen. Und dass Du hier die Einsicht hast, Dir helfen lassen zu wollen, steht ja wohl schon fest.

Mann kann dich nur zwangseinweisen, wenn dein Leben in Gefahr ist. Also, keine Angst davor. Aber eine Therapie solltest du auf jeden Fall machen. Sprech mit deinem Hausarzt. Der wird dir eine Überweisung zu einem Therapeuten ausstellen. Das weitere Vorgehen bespricht er dann bei dem ersten Besuch.

Hallo erst mal. Ich kenne dein Problem ich hab mich selber mal geritzt. Wenn es dir schlecht geht dann nehme kein Messer sondern eine Person die dir zuhört und dich Versteht und rede mit ihr darüber warum es dir schlecht geht. Ich habe das jeden Tag einen ganzen Monat lang gemacht und ich hab daraus gelernt dass wenn es mir schlecht geht muss ich mich nicht ritzen sondern mit jemanden offen darüber reden und Ideen sammel das es mir nicht mehr so schlecht geht. Nach dieser Aktion hab ich mich ,,nur" noch 3 mal geritzt. Alles gute wünscht dir ein Mädchen die dir dies geschrieben hat und selber erst 12 Jahre alt ist.

Ich wurde von meinen Eltern gegen meinen Willen eingewiesen, weil ich vor lauter Schulangst, Panikattacken und Angstzuständen nicht mehr zur Schule gehen konnte und eine Soziophobie bekam. Ich war nicht selbstmordgefährdet, aber die Ärztin entschied, dass es besser sei, mich gleich da zu behalten, weil es mir psychisch v.a. durch die Panikattacken sehr schlecht ging.

Jedenfalls kannst du (zumindest war es bei der Klinik in der ich war so) eingewiesen werden sobald du extrem in deinem Leben eingeschränkt bist (psychisch).

Ruf' einfach mal an oder lass dir vom Hausarzt eine Überweisung schreiben oder fahr' einfach mal persönlich zur KJP hin oder ruf' an und lass dir einen Termin bei einem der Therapeuten geben. Dann solltest du ziemlich schnell aufgenommen werden können, ohne lange Warteliste, ...

Erst wollte ich wirklich nicht in die KJP, diese hat mir aber dann besser geholfen als 1 1/2 Jahre ambulante Therapie (war insgesamt 10 Wochen dort).

Von daher: Sei stolz auf dich, dass du diesen Schritt wagst! Alles Liebe :)

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