Wie lange über Minsesthaltbarkeitsdatum kann man Mehl verwenden?

5 Antworten

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ich denke, das kann man noch verwenden, aber google doch lieber nochmal nach, sicherlich findest du eine liste, wo steht wie lange nach MHD man welche produkte noch verwenden kann...

schau mal hier: http://www.muehle-schlingemann.de/body_haltbarkeit.htm da steht jetzt zwar nicht wie lange nach MHD, aber ist trotzdem nützlich...

@independance

Vielen Dank, das ist doch schon sehr lehrreich. Ich würde es nicht mehr verwenden, aber Oma wollte sie zum Backen verwenden. Konnte sie noch davon abhalten, bis ich es abgeklärt habe. Wie alte Leute halt so sind! Andersherum bin ich auch nicht immer gleich fürs Wegwerfen. Ich erziehe auch meine Kinder so. Es gibt Länder, da nagen die Menschen am Hungertuch und hier ist man immer dazu geneigt gleich alles zu entsorgen. Aber das hilft mir hier sehr weiter. Vielen Vielen Dank! :-)

@GabiWollmann

Kein Problem, immer wieder gerne :D

Hier ein Erfahrungsbericht zum Thema: Auch ich stand vor einigen Tagen vor der Frage, ob ich ein Paket Mehl noch verwenden könnte, dessen Haltbarkeitsdatum abgelaufen war. Konkret war auf dem Paket das Datum 14.10.01 aufgedruckt. Somit war dieses Paket sage und schreibe knapp 13 Jahre alt. In all diesen Jahren hatte ich es in meinem Küchenschrank hinter einer Türe knapp über Bodenhöhe gelagert. Somit die ganze Zeit im Dunkeln, trocken und bei Zimmertemperatur. Bei dem Mehl handelte es sich um Weizenmehl der Marke Penny. Nachdem ich auch die Antworten in diesem Thread gelesen hatte, habe ich das Paket geöffnet und die Hälfte der 1000 g in eine Plastikschüssel gekippt. Es war trocken und weiß. Es roch nicht schlecht und nichts bewegte sich darin. Es sah aus wie Mehl. Basierend auf dieser Ausgangslage riskierte ich es dann, dieses Mehl zu verwenden. Ich gab ca. zwei Esslöffel Salz dazu und fügte anschließend solange Leitungswasser hinzu, bis ich rührend einen Teig hatte, der mir zur Herstellung von Pfannkuchen verwendbar erschien. Anschließend eine Pfanne erhitzt und etwas Margarine darin aufgelöst. Hiernach soviel von dem Teig in die Pfanne gekippt bis der gesamte Boden ca. zwei Zentimeter hoch bedeckt war. Nach einigen Minuten war die Unterseite des Teigs in der Pfanne bereits so erhärtet, dass ich den Pfannkuchen in der Pfanne bewegen konnte, um ein Anbrennen zu verhindern. Nach einigen weiteren Minuten den Pfannkuchen dann mit zwei Gabeln gefasst und umgedreht. Hiernach auch die andere Seite solange erhitzt, bis auch diese bräunlich erhärtet war. Anschließend das Gleiche noch zweimal mit dem verbliebenen Teig durchgeführt. Somit hatte ich am Ende also drei pfannengroße Pfannkuchen. Der Teig war durch aber nicht hart. Dann einen dieser Kuchen zerschnitten, mit Zucker bestreut und probiert. Zu meiner Freude erschien es essbar und schmeckte auch gar nicht schlecht. Letztendlich habe ich bis zum Ende des nächsten Tages alle drei Pfannkuchen so verspeist und meinen Hunger damit beenden können. Und nun, da bereits einige Tage vergangen sind, kann ich auch sagen, dass es keine bisher erkennbaren gesundheitlichen Nachteile für mich hatte. Das war also meine Erfahrung mit 13 Jahre altem Weizenmehl.

Fast unbegrenzt, solange es noch nicht krabbelt...

Den Herstellern wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben eine MHD-kennzeichnung vorzunehmen. Die höchste MHD-zeit nach der Produktion beträgt 24 Mon., also auch für Produkte die länger, bei sachgemässer Lagerung, haltbar sind, z.B. Mehl, Reis,Hülsen- früchte usw.. Das MHD ist kein Verfallsdatum, es sagt nur aus, dass der Hersteller bis zu diesem Datum die ausgelobten Produkteigenschaften garantiert. Verkauft der Handel ein Produkt mit verfallenem MHD so ist das zulässig, aber dem Handel obliegt die Sorgfaltspflicht zu prüfen, ob das Produkt noch genusstauglich ist. Verletzt er diese Sorgfallspflicht macht er sich strafbar. Deshalb werden die Produkte, wenn überhaupt angeboten, ein bis zwei Tage vor MHD-verfall aus dem Verkauf genommen.

Ich denke/befürchte deine Oma hat nur Auszugsmehle, da ist nichts Lebendes mehr dri, also lange haltbar. ewig wenn keine Würmer oder motten sich durch schlechte Lagerbedingungen einnisten. Ist es aber Mehl aus dem vollem Korn, dann sieht die Sache anders aus, da besteht die Gefahr des ranzigwerdens, die erhöhte Gefahr durch eingeschleptte Keime und Tierchen etc. Verlaß dich etwas auf deinen Instint und nicht auf die Virgaben der Industrie. Irgendwo leben die auch davon.

Danke, es handelt sich "allerdings" um Dinkelvollkornmehl, also doch lieber weg damit!

@GabiWollmann

so isses, gut daß du nicht einfach drauf losgelget hast.

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