Wer hat Erfahrung mit einem Fernstudium zum Heilpraktiker? Genauso gut wie Heilpraktiker-Schule?

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Es ist so, das ein Fernstudium nicht schlechter als eine Heilpraktikerschule vor Ort sein muss. Dabei kommt es ganz erheblich auf die Qualität der Ausbildung an. Das A und O sind viele praxisorientiete Blockseminare. Denn nur mit theoretischem Wissen kommt ein Heilpraktiker nicht weit. Bei diesem Ratgeber http://www.heilpraktikerfernstudium.com kannst du nachlesen, was ein Heilpraktiker Fernstudium genau beinhaltet.

Hey Jim, schau mal hier nach: http://www.heilpraktikerfernstudium.net/ Praktische Seminare gibt es auch im Heilpraktiker Fernstudium. Jedoch würde ich zusätzlich praktische Unterrichtsstunden z.B bei einem befreundeten Heilpraktiker nehmen. lg Peter

Gute Fernkurse beinhalten auch Präsenztermine mit praktischen Übungen. Der Schwerpunkt liegt aber klar auf der Vorbereitung für die amtsärztliche Prüfung - das ist aber bei vielen Präsenzkursen auch nicht nicht anders. Die einzelnen Bereiche und Techniken musst Du Dir zusätzlich aneignen, um wirklich gut beraten und behandeln zu können.

Es geht nicht um das "praktische Üben". Es geht darum, Erfahrung am Patienten, d.h. in Untersuchung und Therapie zu sammeln. Gerade diese Erfahrung bietet aber keine Heilpraktiker-Ausbildung, egal ob in Schulform oder als Fernlehrgang.

Alle Heilpraktiker, die die Überprüfung des Gesundheitsamtes mit mehr oder weniger Glück geschafft haben, werden ohne jede relevante praktische Erfahrung auf die Menschheit losgelassen, und dürfen fortan nach dem Prinzip trial and error, ohne Aufsicht oder Kontrolle an Patienten rumwerkeln. Praktikumsstellen bei "erfahrenen" Heilpraktikern sind eine absolute Rarität, weil jeder Angst hat, sich seine Konkurrenz heranzuziehen.

Daher sehen viele Heilpraktiker ihren ersten "echten" Patienten, wenn sie die eigene Praxis aufgemacht haben.

Zum Vergleich: ein Medizinstudent muss insgesamt ca. 18 Monate Praktikum gemacht haben, bevor er überhaupt zum Examen antreten darf. Anschließend folgt für den fertigen Arzt eine mindestens fünfjährige praktische Weiterbildung, bevor er eigenverantwortlich einen Patienten behandeln darf.

Mein Tipp an deine Schwester: Sie soll am besten gleich eine Heilpraktikerschule eröffnen, damit verdient sie sicherlich viel mehr. Nicht umsonst kommt in Deutschland etwa eine Heilpraktikerschule auf schätzungsweise 40 aktive Heilpraktiker.

Das Studienmaterial der SGD (Lehrbriefe und Lehrbuch) vermittelt umfassend die Informationen, die man benötigt, um die amtsärztliche Überprüfung zu bestehen und dann die Berufsbezeichnung "Heilpraktiker" führen zu dürfen. Ich habe das Fernstudium im August 2013 begonnen und im Juni 2015 abgeschlossen. Die amtsärztliche Überprüfung muss man dann beim Gesundheitsamt ablegen. Das habe ich erst jetzt, im Juni 2016, getan. Ich habe sie im ersten Anlauf bestanden. Erstens gibt es Wartezeiten bis zur Prüfung und zweitens wollte ich alles nochmals intensiv lernen. Die fachliche Betreuung durch die Fernlehrerinnen war freundlich und kompetent. Die Einsendeaufgaben wurden "freundlich" bewertet, evtl. etwas zu positiv. Man konnte auch jederzeit telefonisch Fachfragen stellen und bekam gleich Antwort. Die Zwischenprüfungen wurden schriftlich und telefonisch abgelegt. Das war ganz gut so. Der Service des Instituts war freundlich und man bekam schnell Antwort. Wichtig ist bei diesem anspruchsvollen Fernstudium, das auf eine verantwortliche Aufgabe vorbereitet, in besonderer Weise die Bereitschaft zu diszipliniertem Lernen. Wer möchte, kann zusätzlich ein Seminar belegen, in dem praktische Fähigkeiten vermittelt werden.

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