was steckt dahinter, wenn man als mittvierziger ständig die gleichen geschichten erzählt?

5 Antworten

Auf Demenz würde ich da jetzt noch nicht gleich schließen. Das betrifft keinesfalls nur Männer. Das ist das übliche Wichtigkeitssyndrom, in der männlichen Variante gerne noch verknüpft mit einer Neigung zum Altherrenwitz, das bei vielen Menschen mittleren Alters beginnt. Ich kenne da mehrere Exemplare und wundere mich auch immer, wie die darauf kommen, dass die Zuhörer auch beim xten mal noch gebannt an ihren Lippen hängen. Anscheinend reden die nur, um zu reden und merken sich gar nicht nicht, was da wieder und wieder von ihren Lippen perlt.

Das kommt dabei raus, wenn man sich so interessant findet das man immer wieder Storys über sich erzählen muss, obwohl in seinem Leben absolut nichts mehr passiert...

Leider mußte ich mich Demenz beschäftigen, weil es ein Familienmitglied betraf. Ja, es kann durchaus sein, daß dein Bekannter sich in einem frühen Stadium von Demenz befindet. Diese Krankheit trifft ja nicht nur alte Menschen. Allerdings kann nur der Betroffene es selber herausfinden, weil es ihn betrifft. Die anderen können nur spekulieren oder mit ihm offen über dieses Thema reden.

Verfrühte Demenz wohl eher nicht, eher die Sehnsucht nach der Vergangenheit. Manche erzählen solche Kamellen auch nur, damit man auch was gesagt hat. Ich bin aber auch der Meinung, es ist besser eher mal ruhig zu sein, als olle Kamellen aufzuwärmen. Vor allem wenn diese denn womöglich das Thema verfehlen.

Viele Menschen werden schon mit Mitte vierzig Großeltern und fangen dann an, sich intensiver als vorher an Ereignisse von früher zu erinnern und diese den Kindern und dann den Enkeln zu erzählen.

Dabei kommt es eben vor, dass man sich an eine Schallplatte erinnert fühlt, die derjenige schon zum siebten Mal auflegt.

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