was steckt dahinter, wenn man als mittvierziger ständig die gleichen geschichten erzählt?

11 Antworten

Hat er nicht viel über sich zu erzählen und wählt halt immer die gleiche Geschichte, weil vielleicht ein neuer Bekannter sie noch nicht kennt? Für ihn ist es vielleicht wichtig, dass JEDER SEINE Geschichte kennt.

Es gibt Menschen, die können einfach nicht viel erzählen oder halten sich bedeckt mit Meinungen o.ä. und sagen dann nur das, wovon sie wirklich wissen, dass es stimmt.

LG 2kiba

Auf Demenz würde ich da jetzt noch nicht gleich schließen. Das betrifft keinesfalls nur Männer. Das ist das übliche Wichtigkeitssyndrom, in der männlichen Variante gerne noch verknüpft mit einer Neigung zum Altherrenwitz, das bei vielen Menschen mittleren Alters beginnt. Ich kenne da mehrere Exemplare und wundere mich auch immer, wie die darauf kommen, dass die Zuhörer auch beim xten mal noch gebannt an ihren Lippen hängen. Anscheinend reden die nur, um zu reden und merken sich gar nicht nicht, was da wieder und wieder von ihren Lippen perlt.

Diese Leute gibt es, die haben 5-6 Geschichten, die sie immer wieder erzählen. Wenn Du den kennenlernst, dann ist das ganz interessant, nach ein paar Treffen fällt Dir auf, daß er immer dasselbe erzählt. Irgendwann wird's langweilig!

Leider mußte ich mich Demenz beschäftigen, weil es ein Familienmitglied betraf. Ja, es kann durchaus sein, daß dein Bekannter sich in einem frühen Stadium von Demenz befindet. Diese Krankheit trifft ja nicht nur alte Menschen. Allerdings kann nur der Betroffene es selber herausfinden, weil es ihn betrifft. Die anderen können nur spekulieren oder mit ihm offen über dieses Thema reden.

Viele Menschen werden schon mit Mitte vierzig Großeltern und fangen dann an, sich intensiver als vorher an Ereignisse von früher zu erinnern und diese den Kindern und dann den Enkeln zu erzählen.

Dabei kommt es eben vor, dass man sich an eine Schallplatte erinnert fühlt, die derjenige schon zum siebten Mal auflegt.

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