Volle Blase?

9 Antworten

Hallo,

mir geht das ab + an auch so ähnlich... meist wenn ich zu viel Tee oder Kaffee getrunken habe, ohne viel dazu zu essen; dann kann es schon mal sein, dass ich 3x gleich hintereinander gehen muss - und auch jedes Mal mit gutem Erfolg :-(. Wenn ich weiß, dass ich eine zeitlang nicht werde gehen können, trinke ich weniger - oder ich informiere mich frühzeitig, wie ich doch zwischendurch mal raus kann - meist ist es ja möglich.

Hast du mal deine Nierenfunktion testen lassen (macht der Nephrologe)? ich habe nur 1 Niere, die zwar prima funktioniert - aber auf die kann ich es dann schieben, wenn ich während 1 Stunde Autofahrt 2x raus muss ;-).

Versuch auch, das Ganze lockerer zu nehmen + dich andererseits nicht zurückzuhalten/ zu genieren, wenn du doch öfter mal "wegmusst" - das macht es meist noch schlimmer - wie auch jede Art von psychischer Stresssituation... Inzwischen (mit einigen Jahren mehr ;-) bin ich unglaublich findig, was Toiletten im In- + Ausland angeht - und stoße meist auf viel Verständnis.

Danke Dir. Deine Antwort war wirklich sehr interessant!!

Das ist eigentlich ein altbekanntes Phänomen, das vor allem auftritt, wenn man zuvor zu lange angehalten hat. Dann sind die Nerven überreizt und signalisieren kurze Zeit nach dem Wasserlassen erneut einen Harndrang. Bei Übergewichtigen tritt dieses Phänomen sehr oft auch ohne übertriebenes Anhalten auf.

Am besten ist es also, immer gleich rechtzeitig zur Toilette zu gehen, falls man unter solchen Reaktionen leidet!

Ich bin nicht übergewichtig. Davon kann es nicht kommen. Es ist wirklich schwierig. Ich trainiere die Blase. Und versuche das herauszuzögern, mit dem Effekt, daß ich sie dann überreize. Bin verwirrt. Lach.

@luisabella

Ja, aber das Herauszögern ist doch gerade die Ursache! Das bringt nichts.

Mit dem Übergwicht habe ich das nicht so gemeint: Die hben das auch ohne Herauszuzögern sehr häufig! Nichts für ungut!

@Kajjo

Ich wollte nur sagen, daß ich nicht übergewichtig bin. Das war nur eine ganz sachliche Info. Unter dem Motto, also die Ursache fällt damit schon mal weg.

Wenn das regelmäßig passiert, und Sie wissen, daß Sie etwas vorhaben, wo Sie 2 Stunden ungefähr keine Toilette besuchen können, würde ich entsprechende Zeit vorher nichts trinken oder zu mir nehmen, was Harndrang verursacht. (Vielleicht ein bischen ausprobieren). Die Vorstellung, daß man keine Toilette benutzen kann, wenn es plötzlich drängt, kann psychisch dazu führen, daß man glaubt, zu müssen. Ich jedenfalls trinke wenig oder fast keinen Kaffee z.B., wenn ich weiß, daß ich morgens 3/4 Stunde im Bus fahre. Ich bin dann auch sehr gelassen und ruhig. Aber alleine die Vorstellung, in der Zeit nicht zu können, wenn ich normal viel Kaffee getrunken habe, verursacht auch bei mir Panik.

Kann es sein, dass dieses Gefühl, dringend zur Toilette zu müssen eher daher kommt, dass du ein Angst- oder Panikproblem hast?

Gerade wenn körperlich alles in Ordnung ist, sollte man den Grund für ein solches Verhalten suchen gehen.

Ich habe folgendes gefunden:

Zuallererst und vielleicht am wichtigsten für dich, wenn du selbst zu den Betroffenen gehörst: Denk daran, dass dein Körper in Jahrtausenden der Evolution zu einem ganz bestimmten Zweck entwickelt und geformt wurde, nämlich um dein Überleben zu sichern! Nichts, was in deinem Körper passiert, ist deshalb gegen dich gerichtet. Alle Symptome (so unangenehm sie auch sein mögen) dienen eigentlich dazu, dich zu schützen und in Gefahrensituationen in Sicherheit zu bringen. Angstreaktionen laufen automatisch ab; sie sind ein Notprogramm des vegetativen (also unwillkürlichen) Nervensystems. Das ist auch sehr sinnvoll, denn das vegetative Nervensystem ist nicht auf die (vergleichsweise langsamen) Überlegungen deiner evolutionär neueren Hirnbereiche angewiesen, sondern wird von sehr alten Hirnstrukturen gesteuert und springt blitzschnell an. Wenn deinen Vorfahren in grauer Vorzeit der von mir gern bemühte Säbelzahntiger über den Weg lief, zählten Sekundenbruchteile. Langatmige Überlegungen wie: „soll ich jetzt vielleicht lieber weglaufen?“ hätten sie den Kopf gekostet. Stattdessen wurde der Gefahrenreiz sozusagen per Abkürzung übermittelt und sofort der Sympathikus aktiviert, der zu einer Aktivierung des „Kampf-Flucht-Systems“ führt:

  • Der Herzschlag beschleunigt sich: Gut so, denn damit wird schnell möglichst viel sauerstoffhaltiges Blut in alle Teile des Körpers gepumpt! Alle für Kampf oder Flucht notwendigen Körperteile sind damit optimal versorgt - jetzt kannst du sprinten wie ein Weltmeister!

  • Die Atmung wird tiefer und schneller: Auch das dient der Maximalversorgung des Körpers mit Sauerstoff. Nebeneffekte sind dabei oft das Gefühl, zu ersticken (weil die Atemfrequenz so extrem hoch wird) oder auch Schwindelgefühle (als Nebeneffekt von zu viel Sauerstoff im Gehirn - deshalb lässt man hyperventilierende Menschen auch oft in eine Tüte atmen, damit sie wieder mehr Kohlendioxid als Sauerstoff aufnehmen und so diesen Effekt neutralisieren).

  • Blut wird überall dort abgezogen, wo es nicht gebraucht wird, damit die Glieder und Muskeln stattdessen eine Extraportion bekommen und höchste Leistung erbringen können. Der wahrgenommene Nebeneffekt bei einer Panikattacke ist dabei einmal, dass man blass wird oder sich einige Körper- oder Hautstellen taub anfühlen; zum anderen die oft beschriebenen Symptome im Magen-Darm-Bereich, der ebenfalls sinnvollerweise sofort auf Minimalversorgung schaltet: Angesichts des Tigers ist es nun mal nicht wichtig, selber etwas zu verdauen, sondern schnell zu rennen, damit man nicht selber gleich verdaut wird ... Das löst dann oft das Gefühl aus, dringend zur Toilette zu müssen, weil Darm und Blase sich zur Entleerung vorbereiten (übrigens auch nicht ganz dumm: je weniger Ballast man beim Rennen mit sich führt, umso besser!).

mehr dazu findest du hier: http://www.egoload.de/egoblog_files/Panikattacken-was-man-ueber-Angststoerungen-wissen-sollte.html

@ Lissa DH, hatte ich auch so vermutet. Tolle Erklärung.

HALLOO, wurden ja schon sehr viele guten Tipps gegeben.- Respekt!.. Hast Du jedoch schon mal dein Blutbild auf Rheuma untersuchen lassen?, da könnte nämlich auch das Problem liegen!! Typische Zeichen, sowie Blasenschwäche, gehören nämlich leider dazu. (Ich weiß wovon ich spreche, deshalb mein Beitrag). Helfen momentan könntest du dir u.a. noch mit Preiselbeergranulat aus der Apo. Ich kaufe mir zb. dann noch von Aldi (Hofer) den Johannisbeersaft (viel Vit.C), der gezielt hilft. Wenn du merkst im Sommer (Wärme) ist es besser und das Problem hast du eher im Winter(Kälte),dann wäre schon ein Zeichen für Rheuma, klar gegeben. Einfach mal austesten lassen. LG

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