Verschlucktes Spülmittel mit Öl behandeln?

4 Antworten

Im Prinzip wurde die Frage schon beantwortet, ich würde allerdings gerne noch eine Erklärung hinzufügen, warum man speziell bei verschlucktem Spülmittel sich nicht übergeben sollte.

Das Problem ist weniger das Spülmittel an sich, sondern mehr seine schäumende Wirkung. Beim Erbrechen entsteht der Schaum, der in die Lunge geraten kann.

Die Lungenbläschen (Alveolen) sind mit Surfactant überzogen, welches verhindert, dass die Lungenbläschen beim Ausatmen aneinander kleben (vereinfacht ausgedrückt) (https://de.wikipedia.org/wiki/Surfactant).

Gerät nun der Schaum in die Lunge, wird das Surfactant aufgelöst, die Lungenbläschen bleiben aneinander kleben und die Lunge kollabiert.

Was man dagegen machen kann ist, dem Patienten SabSimplex® zu verabreichen, welches die Oberflächenspannung der Schaumbläschen zerstört und den Schaum somit auflöst.

Natürlich sollte man lieber auf Nummer sicher gehen und, speziell bei Kindern, den Notruf verständigen oder umgehend ins Krankenhaus fahren.

Bei verschluckten Spülmittel darf kein Wasser gegeben werden, das führt zum Aufschäumen. Dieser Schaum gefährdet die Lunge.  Öl könnte Erbrechen auslösen dabei kann auch Schaum entstehen. Zudem ist die Speiseröhre gegen die verätzung anfällig. Also ruf die Giftnotrufzentale an, vorher nichts geben.


Am besten ne ganze Flasche. Aber die Idee ist nicht so abwegig, da sich das Kind durch das Öl vermutlich übergeben wird kommt somit auch das Spüli raus.

Das ist eben auch etwas das mich verwundert... Eigentlich sollte das Kind bei Vergiftungen nicht Erbrechen..
Und Wasser geben ist auch eine sehr schlechte Idee...

Stimmt das schäumt dann so.

Das mit dem nicht Erbrechen gilt für Verätzungen, da das Zeug sonst nochmal durch die ungeschützte Speiseröhre muss.

und so aspiriert es und stirbt ist ja keine so abwegige idee oder. so viele komische hier

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