sollte man ein behindertes Kind abgeben wenn nichts mehr geht?

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es hört sich nach geistiger Behinderung an,welche mit dem Einsetzen der Pupertät unbeherrschbar werden kann.Nach gründlicher Beratung von Fachärzten ist ein betreuten Wohnen eine sehr gute Alternative,er kann am normalen Familienleben teilnehmen und wird fachgerecht betreut.

Auch behinderte wollen sich, wie gesunde Jugendliche, von ihren Eltern unabhängig machen. Dazu gehört, sich nach aussen zu orientieren und alte enge Beziehungen aufzulösen. Je nach Behinderung kann die Person ihren Willen nur durch Gewaltausbrüche mitteilen. Eine Zukunft in einer betreuten WG und Wochenenden bei der Familie haben schon oft Klienten wie Eltern glücklicher gemacht.

Wenn die Frau selbst dabei kaputtgeht, sollte sie ihn wirklich (wenn evtl. auch nur vorübergehend) in ein betreutes Wohnen geben, um sich zu schützen. Es ist dem Kind nicht geholfen, wenn sie einen Nervenzusammenbruch oder ein Burn-out erleidet.

Vorallem bringt es dem Jungen ja auch nichts, wenn diese Frau ständig in Angst lebt und nervlich nicht mehr kann. Dann kann sie auch nicht mehr 100% geben.

@stroemy

Was sagt denn der Vater eigentlich dazu? Denn Meinungen von Leuten, die nicht wissen, wovon wirklich die Rede ist, sollte man ignorieren.

@Nachtflug

der sagt nur jaja wenn ich es richtig verstanden habe.die Frau kann nichts tun da sie nicht erziehungs berechtigt ist..die eigentlich mutter ist wohl auch der meinung das der junge ins betreute wohnen soll aber so richtig drum kümmern tun sich beide richtige ellis nicht.Und meine Bekannte hat eben keine wirklichen Rechte..Mein Freund hat auch schon versucht mit dem vater zu reden...hoffnungslos..der sagt nur jaja und dann war es das..

@Engelsherz

Vielleicht sollte sie mal nur für ein WE einen kleinen Erholungstripp machen und den Vater mal mit seinem Sohn alleine lassen! Vielleicht merkt er dann, welche Belastung sein Kind sein kann!

@Melly1878

glaube nicht, dass sie das Kind unter den Umständen alleine lassen wird. Sie würde sich null erholen weil sie weiß, dass sich dann gar keiner um den Jungen kümmert. Nach dem Motto: 2 Tage gehen auch wieder rum und dann macht sie es schon...

@mops09

Dann macht es wohl mehr Sinn, wenn der Junge nur am WE nach Hause kommt, dann ist ja wohl hoffentlich auch der Vater da und kann sich nicht entziehen und alles sorglos seiner Frau überlassen.

@mops09

genau das hat sie mir auch gesagt das sie nicht weg kann weil sie sich dann nur sorgen macht...

@Nachtflug

er entzieht sich , ob er jetzt jeden Tag da ist oder nur am Wochenende - was soll das für ihn für einen Unterschied machen?!

ich weiss ja nicht ob der junge noch zur schule geht (oder abgeholt wird)oder ob er schon schulisch fertig ist. wenn das de fall sein sollte , soll deine bekannte auf jeden fall mal zur caritas gehen und fragen ob es nicht für den jungen einen behindert gerechten arbeitsplatz gibt.(bei uns bei der caritas gibt es die für schwerst behinderte)wenn er so eine stelle hat wird sich das ewentuell bessern , er wird dann morgens(in mir bekannten fall) zur arbeit abgeholt und nachmittags nach haus gebracht.das ergebnis ist das auch der behinderte mensch ausgeglichener ist und andere eindrücke mit bringt und dadurch schon "besser drauf ist"und das spiegelt sich auch zuhause zurück.und der rest der familie kann in dieser zeit aufatmen(und das brauch man, und man ist nicht herzlos wenn man das für sich annimmt), das leben ist nicht leicht mit einen behinderten familien angehörigen.wünsche deiner bekannten kraft.

Zuerst einmal ist der Frau natürlich Respekt zu zollen, sie scheint ein starkes Durchhaltevermögen zu haben, mich würde aber interessieren, was denn der Vater des Jungen dazu sagt bzw. wie intern mit der ganzen Familie damit umgegangen wird? Geht der Junge in eine Tageseinrichtung? Es gibt ja Tagesbildungsstätten für behinderte Jugendliche, vielleicht wäre das ein Ansatz, das die Frau mal wieder Zeit für sich hat. Ich würde mir auf jedenfall professionelle Hilfe bzw. Rat suchen.

Sie will garnicht mehr zeit für sich glaub ich,sie hat nur angst das er sie irgendwann mal ernsthaft verletzt...der Vater kann relativ schlecht mit der Behinderung des Jungen umgehen,finde ich.Richtig mit dem Jungen klar kommt eigentlich nur diese Frau....der rest der Familie deckelt die behinderung ,sprich es wird meist ignoriert..

@Engelsherz

Meine Güte, sie scheint eine herzensgute Frau zu sein. Ich finde das vom Mann sehr unfair. Vielleicht will sie jetzt keine Zeit für sich, merkt aber später das ihr das eine große Hilfe sein kann. Professionellen Rat würde ich mir insbesondere wegen der Ausraster trotz allem suchen...

@Engelsherz

Dann verdient sie erst recht Respekt und jede nur denkbare Hilfe, die möglich ist. Es ist schließlich nicht ihr leibliches Kind! Umso trauriger finde ich, dass sie sich scheinbar bis zur Selbstaufgabe dafür aufopfert!

@Engelsherz

dem Vater kann man nur Unverständnis entgegen bringen. Er ist wohl auch total überfordert und kann mit der Situaition nicht umgehen. Aber wenn die Stiefmutter sich so engagiert, sollte er sie auf Händen tragen. Wie viele nicht behinderte Kinder leiden denn unter dem: "das ist Dein Kind" Da stimmt einiges IN der Familie nicht und das spürt auch ein behinderter Mensch. Oder gerade dieser, weil sensibler.

@Melly1878

Ja ehrlich gesagt tut sie mir ziemlich leid...die liebt den Jungen abgöttisch..aber ich mach mir mittlerweile wirklich sorgen um sie.Der vater sagt immer nur ..ja schauen wir mal..ist ja auch nicht schön für ihn.aber was ist wenn der junge sie die treppe runterschubst und sie im Rollstuhl endet...aber mit Ihm kann man garnicht reden ..der vater stellt auf durchzug..gott sei dank ist mein freund da anders..

@mops09

@mops: dh!

@Mickele1988

lach..da mögt ihr sicher recht haben..bei uns ist es so das jeder der uns neu kennen lernt auch immer denkt florian wäre mein leibliches kind..und hören sie dann das ich nur die stiefmutti bin staunen immer alle...versteh ich garnicht wirklich..habe auch einen sohn mitgebracht mein freund nimmt den an wie seinen eigenen..und ich eben seinen genauso

@Engelsherz

ja zum Glück gibt es Menschen, die da KEINEN Unterschied machen - leider zu selten...

Es soll jetzt nicht herzlos klingen: aber sie soll den Jungen in professionelle Hände geben. Das hat nichts mit Abschieben oder so zu tun, es ist einfach nötig. Ich habe mich mal vor Jahren mit einer Krankenschwester unterhalten, die in der Kinder-und Jugendpsychatrie tätig war. Und ich dachte auch, es wäre herzlos, ein Kind wegzugeben. Ihre Antwort habe ich noch in den Ohren: "Viele Eltern versuchen, das Kind so lange wie möglich zu Hause zu lassen. Aber wenn es zu schlimm wird und nicht mehr geht, dann kommen die Kinder zu uns." Der Junge ist krank und es gibt Krankheiten, die kann man nicht zu Hause behandeln. Deswegen ist es gut und richtig, die Hilfe von Fachkräften in Anspruch zu nehmen. Auch wenn es emotional sehr schwer ist, ich glaube es geht nicht anders!

genau dieser meinung bin ich auch...es macht mich auch nachdenklich ...noch ist unserer ja lieb..aber was tun WIR wenn sich das ändert???

@Engelsherz

das kannst Du erst entscheiden, WENN es soweit kommt. Bis dahin alles Gute Dir und Deiner Familie. Werden sie denn Deinen Rat überhaupt annehmen und das Kind therapieren lassen - sofern das möglich ist?

@mops09

Wir sind sehr gut befereundet allein schon durch unsere fast identischen lebensumstände....wie gesta auch ich betreue den an frax erkrankten sohn meines freundes und der junge ist auch nicht mein leibliches kind..doch ich denke schon..nur das problem ist einfach das die jenigen die was tun können ,nämlich der leibliche vater und die leibliche mutter sich garnicht drum kümmern und der guten Frau das alles überholzen,finde ich jedenfalls

@Engelsherz

Ich würde mich dann auch für eine Einrichtung entscheiden. Was bleibt Dir denn sonst übrig? Aber ich wünsche Dir, dass es nicht passiert und ihr zusammen bleiben könnt!

@Engelsherz

mamamia...ja klar - sie macht das ja schon... Verantwortungslos. Hört sich an wie: was sagen denn die Nachbarn, wenn wir das Kind abgeben. -.- Damit ist ja nu gar keinem geholfen. Vielleicht kannst Du Dich nach Möglichkeiten umsehen. Erkundige Dich, was es für Therapieformen gibt - Du kannst es wenigstens beurteilen - und lege die Fakten auf den Tisch. Wenn ALLE sehen, dass es für sie von Vorteil ist ohne verurteilt zu werden, kann letztendlich dem Kind geholfen werden.

@mops09

Sie tut mir unendlich leid..sie scheint die einzigste zu sein die sich gedanken um den Jungen macht..und nun schafft sie es nicht mehr und hat auch noch ein schlechtes gewissen weil sie denkt es ist ihr fehler das der junge sie schlägt..schlimm

@Engelsherz

klar - sie zerbricht dran, weil sie sich aufopfert. Nur hilft das keinem. Wie gesagt, Du kennst Dich mit der Situation aus. Hilf ihr, dem Jungen und er Familie indem Du ihnen Lösungsmöglichkeiten bietest, denen sie sich nicht entziehen können und keiner einen "Makel" davon trägt. Wenn das Kind betreut wird, traue ich mich wetten, dass sie ihn verlässt

@mops09

nein das denke ich eher nicht..die beiden kommen ansonsten sehrgut miteinander aus..ich glaub nicht das die beziehung dran zerbricht..

@Engelsherz

wie auch immer...nimmst Du die Sache in die Hand?

@mops09

ja ich helf ihr wo ich kann..das weiss sie abeer auch..

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