Sehr enges Familienmitglied schwerkrank. Ich kann damit nicht umgehen?

5 Antworten

Die Situation ist natürlich sehr schwer. Such dir Menschen, die dir zuhören. Kliniken zb haben meistens auch Seelsorger. Hospize bieten auch gute Ansprechpartner.

Die Trauer und das Abschiednehmen geht auch über mehrere Phasen. Deine Reaktion ist absolut normal. Und: Jeder Mensch ist dort auch induviduell. Im Leben, wie auch im Sterben und im Umgang damit.

Geh zu deinem Angehörigen, wenn du kannst. Ihr müsst nicht über das Sterben sprechen. Besonders dann nicht, wenn er es nicht will.
Manchmal kann es auch reichen einfach da zu sein. Die Hand zu halten. Vielleicht auch gemeinsam zu weinen - oder zu lachen. Sich an schöne Erlebnisse zu erinnern. Trotz der ausweglosen Situation das Leben zelebrieren.
Eine Freundin machte 2 Tage bevor sie eingeschlafen ist noch Pläne für das nächste Jahr. Falls dein Angehöriger das tut, male dir mit ihm diese Pläne aus.

Egal was auch immer ist, stelle dir nicht vor bzw. versuch dir nicht auszumalen, wie sein Ende sein wird. Damit tust du weder ihm noch dir einen Gefallen.

Noch steht es ja nicht fest. Allerdings solltest du schon mit dem Schlimmsten rechnen.

So eine Situation ist immer sehr schwer zu bewältigen. Egal wie alt der betreffende Mensch nun ist. Bei jüngeren Schwerkranken wird  es natürlich am wenigsten verstanden, warum es nun gerade ihn trifft.

Besonders bei der ersten Bekanntschaft in der Familie mit dem Tod fällt die Bewältigung besonders schwer.

Stell dir vor, dass es für den Betreffenden dann eine Erlösung ist, und er nun nicht mehr leiden muss. Natürlich ist das alles leichter gesagt als getan, das weiß ich aus hinreichend eigener Erfahrung.

Versuche, dich ein wenig abzulenken, auch wenn es nur kurz ist. Jeder andere gedanke hilft dir ein wenig weiter. Du musst nun trotz aller Trauer auch an dich denken. Und solange wie noch ein Quentchen Hoffnung besteht, wirf nicht vorzeitig das Handtuch. Sei stark, die Zeit hilft über das meiste Schlimme ein wenig hinweg. Sie wird auch dir helfen.


Rede mit Leuten aus deiner Familie oder deinen Freunden über diese schlimme Diagnose. Es hilft einem, wenn man mit seiner Angst und seiner Verzweiflung nicht alleine fertig werden muss.  Andere können einen trösten und einem Mut machen.  Und vielleicht beruhigt es dich auch, das andere Familienangehörige genauso empfinden und für dich da sind, wenn du sie brauchst.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin chronisch krank, war oft beim Arzt und im Krankenhaus

Das klingt nach einem Schock. Am besten wirst du die nächsten Tage mal einen Psychologen konsultieren sofern die möglichkeit besteht.

Da du aber auch schreibst das es ein enges Familienmitglied ist, Sprich mit anderen Familienmitgliedern darüber. Suche dir am besten jemanden aus von dem du glaubst das er gut zuhören kann. Krankheit und Tod sind zwei dinge die du Zwangsläufig miterleben wirst. Der Umgang damit ist aber in jeder Lebensphase für manche schwerer als andere. Doch das Leben geht weiter, Ich glaube nicht das deine Familie, unabhängig ob Krank oder Gesund, dich Traurig sehen will. Deswegen Kopf hoch. Es wird alles gut :)

hey... es ist immer schwer wenn jemand den man liebt schwer krank wird.

Du schreibst als wenn schon alles vorbei ist. das du so fühlst ist völlig normal. Sei einfach so gut es geht da und gib Kraft ab. Du hast diese Kraft. Erinner dich an die schönen Momente und gib selbst auch schöne Momente.

Es ist nun mal der Kreislauf des Lebens. Ich wünsche dir viel Kraft :)

Meine Demenzkranke Oma will einfach nicht zum Arzt, was tun?

Liebe Community,

Ich habe leider ein sehr großes Problem. In meiner Familie gibt es in letzter Zeit sehr viel Streit. Das liegt daran, dass sehr viele aus meiner Familie behaupten meine Oma wäre Demenz. Ich selber habe auch den Eindruck das sie sehr viel vergisst oder Sachen durcheinander bringt. Ich dachte erst, dass ist normal für ihr Alter, aber ich habe das Gefühl das es von Woche zu Woche schlimmer wird. Es ist soweit gekommen, dass ihr Mann (also mein Opa) gesagt hat das sie Demenz ist und das er nicht möchte das es noch schlimmer wird und sie deswegen zum Arzt gehen soll. Ihre Antwort war darauf, dass es doch garnicht stimmt und das er sie nicht mehr alle hätte. Dann kamen andere Familienmitglieder die sie überreden wollten zum Arzt zu gehen. Aber egal was man sagt, sie streitet alles ab. Sie würde NIEMALS freiwillig zu irgendeinen Arzt gehen. Meiner Cousine geht das alles sehr nah, da sie bei meiner Oma aufgewachsen ist. Sie würde niemals damit klar kommen, wenn meine Oma vor ihr stehen würde und sie sagt: wer bist du? Heute ist es eskaliert. Meine Cousine war zu besuch, und meine Mutter ist auch hochgekommen weil sie irgendwas holen wollte. ( Meine Großeltern wohnen direkt über uns ). Und weil meine Oma momentan im Krankenhaus ist, weil sie Probleme mit der Lunge hat sind sie halt irgendwann auf das Thema Demenz gekommen. Meine Mutter meinte, das mein Opa alleine dafür zuständig wäre, und nicht die ganze Familie. Aber meine Cousine meint das es wichtig ist das alle versuchen sie zum Arzt zu kriegen. Irgendwann ist der Streit total eskaliert und meine Cousine ist weinend nach hause gefahren ( Bzw ist sie rausgerannt, da sie nicht wollte das es noch härter eskaliert ). Ich saß nur da und habe KEIN Wort gesagt. Jetzt kommt meine Cousine nicht mal mehr zu der Weihnachtsfeier ( Bis jetzt kam sie IMMER ) weil sie meine Mutter nicht sehen will. Ich habe das Gefühl das deswegen meine ganze Familie zusammenbricht, und ich kann nichts dagegen tun. Hat irgendeiner eine Idee, wie meine Familie meine Oma zum Arzt bekommt? Weil wenn nicht bald was passiert, weiß ich nicht was das für Auswirkungen auf meine Familie hat. Ich bin echt verzweifelt ich weiß nicht was ich tun soll.. Ps; Ich bin 13 Jahre alt und weiblich.

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