Kann kronisches Nicht-Zuhören zur Krankheit werden?

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Die Wichtigkeit deines Anliegens würde ich in aller Ruhe mit deinem Freund besprechen, wenn ihr mal gerade nicht unterwegs oder im Stress seid, so dass ihr euch auch Zeit für ein etwas längeres Gespräch nehmen könnt. Ich würde ihn darauf aufmerksam machen, wie sehr es dich doch stört, wenn er quasi gar nicht bei dir ist, während er sogar noch anfängt selbst zu erzählen. Frage ihn konkret, ob er vielleicht einfach kein Interesse hat, (häufig) mit dir zu reden. Versuche, falls er versucht das ganze herunterzuspielen, immer wieder zu betonen, wie sehr dir eine angemessene und aufrichtige Konversation mit ihm am Herzen liegt. Wenn er sein Problem nach einem solchen Gespräch auch wahrnimmt, möchte er sicherlich gemeinsam mit dir daran arbeiten, etwas zu ändern - und müsste sich auch eingestehen, falls er sich einfach aus Interessenlosigkeit so verhält. Ebenso könnte er dir klar sagen, dass du vielleicht zu viel fragst (für seinen Maßstab) - dann wüsstest du zumindest, es hätte keinen Krankheitswert, sondern ist vermutetes Desinteresse. Aber auch dann könntet ihr gemeinsam nach Lösungen finden, bei denen du ihm sogar entgegenkommen könntest, seine Bereitschaft vorausgesetzt, dass er sein Verhalten wirklich ändern möchte. Ansonsten wird er sich ja dazu durchringen können, mit dir und deiner Unterstützung gemeinsam prüfen zu lassen (beim Arzt), ob sein Aufmerksamkeitsdefizit Krankheitswert hat und behandelt werden kann. Denn das kann wiederum viele Ursachen haben. Wenn diese Bereitschaft fehlt, solltest du vielleicht überlegen, wie sehr dich sein nachlässiges Verhalten beeinträchtigt und ggf. für dich überprüfen, wie wichtig dir so eine Beziehung/Partnerschaft mit ihm ist.

Vielen Dank für deine Hilfe!!!!!!! :)

Hey, es ist zwar schon über ein Jahr her, dass du diese Frage gestellt hast, aber trotzdem würde ich dich gerne fragen, wie es ausgegangen ist. Habt ihr das "Zuhör-Problem" klären können? Nicht durch Zufall bin ich zu deiner Frage gekommen. Da ich gerade etwas Ähnliches erlebe und es nicht einordnen kann, habe ich hier nach "Gleichgesinnten" gesucht, in der Hoffnung Antworten zu bekommen. Als ich deinen Text gelesen habe, habe ich mich sofort in dir wieder erkannt. Auch ich bin sehr sensibel und mir ist Zuhören und sich auf den anderen einlassen sehr wichtig. Den Mann, bei dem mir das wie bei deinem Freund aufgefallen ist, kenne ich allerdings erst ca. drei Monate. Ich bin manchmal wie vor den Kopf gestoßen, wenn ich etwas mir Wichtiges erzähle und er dann -zack- etwas anderes, was gar nicht zu meinem Thema passt, sagt. Es ist allerdings nicht so, dass er sonderlich viel redet. Ich bin es meistens, die die Gespräche anfängt und in Gang bringt. Auch ich habe ich schon gefragt, ob es sowas als "chronische Krankheit" gibt, weil ich es noch nie auf diese Art und Weise erlebt habe und es mich stark verunsichert. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir von deinen weiteren Erfahrungen berichten würdest :)!

Herzliche Grüße!

also denke das ist ganz normal vielleicht ist er ja ein wenig zerstreut ? aber das mit dem nicht richtig zuhöhren ist sehr normal bei männern weiß auch net warum is halt einfach so selbst wenn man versucht zuzuhöhren verliert man manchmal den faden wenn frau zu viel erzählt

....aso ja...ich bin auch n mann...^^ ich kann aber zuhören!...außer meiner mama^^ xD

okay ob Mann oder Frau beide verlieren den Faden..

Ich (Frau) wenn mir langweilig ist und mein Gegenüber was erzählt wo ich kein Interesse habe oder mein Gegenüber zuviel erzählt verliere ich schnell den Faden... da kommts nich drauf an ob mann oder frau nur um das thema. C=

Sie soll auch mal auf ihn zu gehn mit eiinem Thema das ihn interessiert... okay man erzählt sich wie der tag war.. aber man kann auch mal über filme über lustige sachen reden. Dann hören BEIDE zu! =P

@BesAL

das machen wir ja auch öfter. Und es gibt auch Situationen in denen wir richtig interessant diskutieren und so. Nur diese ständige unsicherheit ob er das jetzt mitbekommen hat was ich gerade 3 minuten lang erzählt hat oder nicht macht sehr traurig. und noch mehr wenn er nicht sagen will dass er nicht zugehört hat oder wenn er sich noch nichtmal erkundigt nach dem was ich denn gesagt habe. wenn es um ihn geht höre ich, wenn wir ein allgemeines thema haben hören wir beide und wenn es um mich geht hört er nicht? das is doch nicht richtig so -.- :( er ist mir wirklich furchtbar wichtig, desshalb bin ich auch weniger verärgert sonder er tief traurig in diesen situationen. ich würde am liebsten dass einfach nich so sehen und weniger empfindlich sein. aber wenn ich das garnicht bin und er wirklich nur auf sich bezogen ist.....:'(

oh mann ist das lang... also ich kann aus erfahrung sagen, dass man mit solchen menschen ein ernsthaftes problem hat. außer sie ändern sich, indem sie sich plötzlich mehr für die sorgen und personen in ihrer umgebung interessieren. er scheint sich zu langweilen. sprich ihn doch mal darauf an

Tut mir leid für Dich, aber ich schätze, mit dem "Meine Angst ist, dass er ein Mensch ist der größtenteils sich selbst im Kopf hat" hast Du ins Schwarze getroffen. Und er wird sich auch nicht ändern - so ist er eben. Wenn Du damit leben kannst auf Dauer, ist alles gut, wenn nicht, dann hast Du keine große Wahl...

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