Ist hier jemand, der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und mit mir seine Erfahrungen teilen möchte?

5 Antworten

Ich rede jetzt von einem Freund. Er hatte auch einen Unfall und hat sehr viel Sport gemacht. Das zerstört erst mal alles, aber er kann weiterarbeiten (arzt) mit einem passenden Rollstuhl und er fährt auch noch ski (da gibts ja diese coolen bobs).

Er hat sein Leben echt im Griff und ist sehr flexibel. Hoffe du bekommst das auch hin!

Grüße

Hallo,

bin gerade über deine Anfrage (vor 2 Jahren) gestolpert. Ein Freund von uns sitzt schon länger im Rollstuhl. Wir haben ihm vor kurzem ein Buch geschenkt, dass er ganz toll gefunden hat: Der Rollstuhlfahrer drin ist eine Nebenfigur, aber voll cool und ohne Mitleid/Gejammere/Überheblichkeit dargestellt. Ein ganz normaler Typ, der witzig ist und in dem Buch dafür sorgt, dass der Kriminalfall aufgeklärt wird.

Es heißt "SpielRaum" und ist von Alex Acht.

Liebe Grüße

Hallo, zwar sitze ich nicht im Rollstuhl, bin aber seit geraumer Zeit  BaG behindert. Ich weiss wie die Welten aufeinanderknallen, wenn man erstmal Gesprächen nicht mehr ausweichen kann, keine Idee hat, wie sich einen ähnlichen Status zurückzuholen. Über dieses Thema aber hier zu plaudern, da halte ich Sinn und Kapazität von gfn für überfordert. Mir sind aber nur wenig Probleme mit der Bhg. unbekannt und schreibe gern mit Dir. Meine e-mail - adresse lässt sich leicht über mein Kürzel herausfinden (ich weiss nicht, ob ich das hier einfach nennen kann). Lass den Kopf nicht hängen. Die wahren Abenteuer sind im Kopf (A. Heller)  u. zolling

Wer "neu" bzw. erst ganz "frisch" im Rolli sitzt, der MUSS anfangs mit dem Mitleid von Familienangehörigen, sowie Freunden und Bekannten rechnen, bis DIE sich an die"neuen Beine"(Rolli) gewöhnt haben. Dass man erst mal SELBST etwas durchhängt, ist völlig normal. Je besser man dann später sein Leben geregelt bekommt, um so mehr normalisiert sich das Ganze wieder. Dabei ist es wichtig, dass man sein Handicap so weit es irgend geht, SELBST ausgleichen oder überspielen zu können: Meine querschnittgelähmte Nachbarin hat inzwischen SO kräftige Arme, dass sie sich selbst vom Rolli ins Bett oder auf einen Duschstuhl umsetzen kann. Es steht NUR zur Sicherung eine Pflegekraft dabei. Ähnliches funktioniert bei MIR; DA nur noch meine RECHTE Seite funktionsfähig ist. Zum Zubereiten von Mahlzeiten habe ich einige Hilfsmittel, die mir die linke Hand ersetzen. Einige Möglichkeiten bleiben mir als E-Rollifahrer für immer verwehrt: Die "Berliner Unterwelten" sind nur für Fußgänger erreichbar. Andererseits sehe ich ständig die armen Menschen vor mir, die vor Krieg und Hungersnot nach Europa flüchten. Dagegen geht es MIR "Gold": Ich komme allein ins Bett und wieder raus und die Toilette kann ich auch selbstständig "besitzen".

Ich bin zwar nicht selbst betroffen, aber moechte dir viel Kraft senden, du darfst nie vergessen, dass du geliebt und gebraucht wirst und wenn du kein Sinn mehr im leben siehst , dann mach dir einen... mache es dir zum Beispiel zur Lebensaufgabe anderen zu helfen, villeicht gerade Menschen die es genauso geht wie dir.... Ich weiS ich kann viel erzaehlen, da mir sowas nicht passiert ist, aber falls ich dir doch weiterhelfen kann, sag bescheid....

wie kommst du darauf, dass ich mich nciht geliebt und gebraucht fühle? Lediglich mein Körper sit kaputt, nicht mein Geist. Ich brauche nicht so in psychogelabber, sorry aber du machst genau den gleichen Mist, wie meine Eltern ;/

@typohnenick

hehe genau, gibs ihr, so gefällt mir das ;)

@CocoKiki

okey na dann sry.... bin ins klische gefallen,bzw bin von mir ausgegangen,  in diesem Fall hut ab vor dir und ansonsten bin ich uberzeugt, dass du fast alles schaffen kannst, was willst....

@CocoKiki

das sollte keins Wegs böse gemeint sein oder so, aber irgendwie hat die Antwort echt kaum etwas mit der Frage zu tun :-)

@typohnenick

hahaha, ich fands witzig. dass das nicht böse gemeint war ist ja klar, du bist ja nicht satan oder so :D.

@CocoKiki

Lustig. Ausgerechnet vor einem Monat hab ich mir die Wirbelsäule gebrochen...HA.ha...Ich habs schon vorher kapiert, aber ich erfahr es erst jetzt am eigenen Leibe wie sehr die alle nerven-.-Mit dem Unterschied, dass es bei mir wieder repariert werden kann. Dauer nur etwas. Also ich bin froh, das meine Familie mich nicht jeden Tag besucht! Dann hab ich wenigstens meine Ruhe.

Reha wegen chronischer Schmerzen - wie läuft das ab?

Hallo liebe Community,

ich bin seit längerem im Krankenstand, insgesamt wegen Beschwerden rund um die Halswirbelsäule und aktuell, weil ich nach meiner letzten OP im Juli dieses Jahres Opfer eines starken, schwer beherrschbaren, chronischen Schmerzsyndroms in der tiefliegenden Muskelschicht (autochtone Muskulatur) wurde.

Mittlerweile habe ich endlich den richtigen Therapieansatz gefunden, also das einzige was bisher hilft, und das führt mein Schmerztherapeut mit mir durch. Er löst dabei die extrem tief liegenden Verspannungen der verkürzten Haltemuskulatur auf und ich persönlich muss Übungen zur Verlängerung jener Muskulatur machen. Das betrifft dann nach und nach den ganzen Rücken.

Parallel habe ich aber auch anfang November mit einer sehr netten und kompetenten Fachärztin für Reha- und Arbeitsmedizin einen Reha-Antrag gestellt, welcher durch die Krankenkasse dann aufgrund der Heftigkeit gleich mal von einem ambulanten in einen stationären Antrag umgewandelt wurde (Maßnahme des medizinischen Dienstes).

Ich habe den nächsten Termin bei meinem Therapeuten morgen abend. Nun sollte ich ja erstmal schauen wie es danach geht, aber aktuell plagt mich eben stark die Frage danach, wie denn eine Reha funktionieren würde, wenn es bei mir stagniert bzw nicht besser wird. Zur Verständlichkeit: Ich habe nach dem Schlaf bzw. in den Morgenstunden (egal wo oder auf welchen Unterlagen, bei welcher Temperatur usw ich geschlafen habe) die aller stärksten Beschwerden des Tages. Meine Frau geht dann zeitig aus dem Haus, was gut so ist, denn wahrscheinlich würde sie dann schon gleich Opfer meiner Aggressionen werden. Ich habe mich grundsätzlich von 5 Uhr bis Mittags nicht ansatzweise im Griff und bin nur damit beschäftigt, irgendwie das körperliche Erleben von meiner Seele fernzuhalten, also mich quasi auf Standby zu setzen, um mich vor der schleichenden Traumatisierung zu schützen.

Das letzte Schmerzmittel, an das ich mich erinnern kann, welches zu vollständiger Analgesie führte, war am 14. Juli 13 im Krankenhaus eine Ladung Dipidolor, postoperativ.

Natürlich bekam ich zwischenzeitlich keine starken Opiate mehr, was ich zwischenzeitlich blöd, jetzt aber gut finde - denn es löst nicht das Problem sondern schafft nur neue. Alle Schmerzmittel "darunter", inklusive der T-Brothers (Tramadol und Tilidin) und die ganzen Apfelsaft-Derivate (Ibu, Novalgin, Paraceta) kann man in puncto Wirkung bei dem hohen First-Pass-Effekt meiner Leber komplett in die Tonne treten. Antidepressiva kommen grundsätzlich nicht mehr in Frage.

Zurück zu meiner Frage: Gesetzt den Fall dass ich keine großartige Verbesserung mehr erreiche, wie stark werden die mich in einer Reha quälen? Es kann gut sein dass ich jemanden dort erschlage wenn er mich mit starken Schmerzen in den Morgenstunden in irgendein Wasserbad oder zur progressiven Muskelrelaxation schickt. Ich will aber auf keinen Fall von der Reha in die Psychiatrie geschickt werden! Krankengeld läuft aber bald ab....

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