Hausarzt wechsel abgelehnt, Ärztin meinte sie würde aus moralischen Gründen keinem Kollegen die Patienten wegnehmen?

5 Antworten

Hallo,

als ich meinen Hausarzt wechseln wollte, da ist mir das gleiche passiert. Ich fand die Vertretungsärztin kompetenter und die Arzthelferinnen freundlicher. Die Ärztin teilte mir jedoch mit, das es hier zu einem Interessenkonflikt kommen könnte (bezüglich abwerben von Patienten). Sie hat mir jedoch eine andere Allgemeinmedizinerin empfohlen. Zu der gehe ich jetzt seit Jahren und bin auch sehr zufrienden. Das ist sehr ärgerlich! Frag doch einmal bei deinen Freuden und Bekannten nach einem guten Allgemeinmediziner.

Normalerweise hat jeder Mensch in Deutschland das Recht auf freie Arztwahl. Wenn Du also den Hausarzt wechseln möchtest, ist das Dein gutes Recht und ich habe eine solche Antwort ehrlich gesagt noch nie von einem Arzt gehört.

Ist die Ärztin eine Ärztin für Allgemeinmedizin, kannst Du sie ohne Angabe von Gründen als Deine Hausärztin eintragen lassen. Normalerweise kann sie Dich nicht durch eine solche Begründung ablehnen. Ablehnen könnte sie Dich nur, wenn ihre Kapazitäten absolut keine Aufnahme von neuen Patienten mehr zulassen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Krankenschwester, Stationsleitung, PDL, 4 Semester Medizin

Das ist schlichtweg falsch. Abgesehen von Meinungsfreiheit und freier Arztwahl haben wir in Deutschland auch noch Vertragsfreiheit. Die Ärztin kann einen Vertrag eingehen, mit wem sie will, muß aber nicht.

@AalFred2

Klar kann ein Arzt einen Patienten ablehnen, aber diese Begründung ist einfach nur bescheuert. Besser wäre gewesen, wenn sie einfach gesagt hätte, dass sie zur Zeit keine neuen Patienten aufnimmt.

@Sternenmami

Die Bergündung ist zwar wirklich blöd, aber vollkommen egal, da die Ärztin ja keine Begründung benötigt.

Sofern es sich nicht um einen Notfall handelt ist die ablehnende Haltung des von dir ausgesuchten Arztes keine unterlassene Hilfeleistung oder so was in der Art. Bist du mit deinem bisherigen Arzt nicht ganz zufrieden, dann such dir einen ganz anderen. Vielleicht kannst du aus dem Bekanntenkreis Empfehlungen bekommen?

Der "Status Hausarzt" muss nicht beantragt werden. Das "passiert" einfach. Du geht zu dem Arzt, der dir gefällt, regelmäßig hin und benennst ihn bei Krankenhausaufenthalten usw. als Hausarzt.

Allerdings wenn der schon so agiert, wie beschrieben, wird der recht bürokratisch sein.

Natürlich hat man ein Recht auf freie Arztwahl, aber auch für Ärzte gilt die Vertragsfreiheit. Sie können sich heraussuchen, mit wem sie Behandlungsverträge eingehen.

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