Haben Zahnaerzte immer perfekte Zaehne?

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Liebe/r pepper08,

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17 Antworten

Auf das hab ich vor lauter Angst gar nie geachtet. Sobald ich auf dem Stuhl sitze, mach ich am liebsten die Augen ganz fest zu. Ich hab nur die Erfahrung gemacht - wenn sie sagen, einmal geht noch eine Füllung, dann brauchen wir eine Krone, dann ist es höchste Zeit, den Zahnarzt zu wechseln.

Zahnärzte haben genauso gute oder schlechte Zähne wie jeder andere auch. Nur achten sie mehr auf die Mundgesundheit, weil sie wissen wie wichtig das ist. Sie lassen sich auch eher behandeln, da sie wissen wie geschäft- und gesundheitsschädigend "Nichtbehandlung" wäre. Oder wollen wir etwa zu einem Zahnarzt, der schlechte Zähne hat? Das ist auf jeden Fall nicht vertrauenswürdig. Angst habe sie wie jeder andere auch. Sie sind Menschen wie du und ich. Nur haben sie einen Vorsprung: Sie haben mehr Grundwissen, was Zahnpflege und Zahnerhaltung angeht.

Die Frage kannst Du Dir leicht selbst beantworten.

Halbwegs sicher ist, dass sie wahrscheinlich eher auf die Pflege ihrer Zähne achten und kleine Zipperlein leichter erkennen.

Zum perfekten Zahn gehört aber auch eine gute genetische Grundausrüstung.

Ansonsten sind (Zahn-) Ärzte Menschen wie Du und ich -- incl. kleiner gesundheitlicher Mängel...

die meisten Leute, die schlechte Zähne haben, hatten schon mit 20 keine guten Zähne mehr. Die Beschaffenheit der Zähne ist auch zum großen Teil genetisch bedingt

Liebe/r Fragesteller/in,

in der Regel haben Zahnärzte gesunde Zähne. Ich selbst bin im Ruhestand und habe keinen einzigen Zahn behandelt. Meine Zähne sind intakt und gesund. Denn im Gegensatz zu Patientenbehandlungen behandeln Dentisten bei sich und ihrer Familie die Krankheitsursache. Diese sind bei allen Munderkrankungen schädliche Bakterien (u.a. s. mutans). Der Auslöser der Erkrankung wird also behoben werden. Bei Patienten hingegen wird nur geflickt. Daher bringt es nichts, nur die sichtbare, kariöse Stelle wegbohren zu lassen und eine Füllung darüber zu kleistern. Denn die Bakterien bleiben weiter im Mund.

Zahnärzte töten bei sich selbst diese schädlichen Bakterien ab, denn nur dann kann keine Karies entstehen bzw. bestehende nicht weiter fortschreiten. Dazu braucht es keinen Bohrer, keine Füllung und keinen Zahnarzt! Bestehende Karies kann durch antibakterielle Maßnahmen und eine Ernährungsumstellung zudem austrocknen (Caries sicca) werden. Eine zahnärztliche Behandlung ist dann nicht notwendig.

Außerdem muss man wissen, dass Karies eine ansteckende, ernährungsbedingte Infektionskrankheit ist, die ausschließlich durch Zucker entsteht, da sich Bakterien hiervon „ernähren“: Kein Zucker = keine Bakterien = keine Karies; ganz einfach. Man muss aber nicht auf Süßes verzichten: Es gibt natürliche Zucker wie Xylitol und Malitol die von Bakterien nicht verstoffwechselt werden können und damit keine Karies verursachen. Man hungert quasi die Bakterien einfach aus. Um den Mund „bakterienfrei“ zu bekommen, verwenden Zahnärzte antibakterielle Mundspülungen mit dem Wirkstoff Chlorhexidin (z.B. Curasept 0,20%, Chlorhexamed – rezeptfrei in der Apotheke erhältlich), da dieser Wirkstoff – bei richtiger Anwendung - bis zu 99,9% der schädlichen Bakterien abtötet. Dieser Wirkstoff legt sich auf die Zähne und wirkt dort oberflächenaktiv. Dadurch kann ein leichter Grauschleier auftreten. Die Folge: Das typische, leicht graue Chlorhexidinlächeln der Zahnärzte. Oder hat Ihr Zahnarzt etwa ein strahlend weißes „Hollywoodlächeln“? Wahrscheinlich nicht … Alle anderen klassischen, zahnmedizinischen Behandlungen können daher nicht funktionieren, solange nicht die bakterielle Krankheitsursache bekämpft wird. Wenn die Zahnmedizin bei ihren Patienten so toll funktionieren würde, warum hat dann jeder dennoch Karies (95% der Deutschen!), obwohl jeder zum Zahnarzt geht?

Ohne schädlichen Bakterien gäbe es keine Zahnerkrankungen. 66.000 deutschen Zahnärzte mit einem jährlichen Umsatz von rund 13 Milliarden Euro wären dann arbeitslos. Genau das ist der Grund, warum Chlorhexidin zu „gut“ für Patienten ist und man ihnen den Wirkstoff absichtlich und böswillig verschweigt. Bakterien lassen sich eben nicht so einfach wegbohren, auch wenn Zahnärzte das gerne glauben möchten …

Alles Gute!

Dr. L. Hendrickson

Facharzt für Pädiatrie und Zahnarzt i.R.

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