Patientenverfügung - Verminderte Flüssigkeitszufuhr?

3 Antworten

eine patientenverfügung machst du am besten formlos.

die ganzen fragebögen taugen nicht für 50 cent.

die DAK hatte mal eine sehr gute broschüre, was alles in eine patientenverfügung rein muss und wie man sie verfasst.

Hallo homer092,

eine gute Frage. Man kann sie aber nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantworten. Ich denke, das man hier situationsbedingt, nach Art und Schwere der Erkrankung entscheiden bzw. urteilen sollte. Frage doch deinen HA bzw. bitte ihn um Hilfe. Es gibt auch hier im Netz Beratungsangebote.

Ich persönlich würde im Falle eines Nierenversagens jede Flüssigkeitszufuhr ablehnen. Meine Mutter hatte eine Patientenverfügung, nur war diese nicht konkret genug. Die Folge war, das der Körper massiv Wasser einlagerte und sie hat sich bis zu ihrem Tod sehr gequält. Das möchte ich auf keinen Fall. Es war schwer für mich das anzusehen. Als Grund wurde mir vom Arzt genannt, dazu in einem nicht gerade freundlichen Ton, " sie wollen ja wohl auch nicht, das ihre Mutter verdurstet, deswegen werden wir ja wohl noch Flüssigkeit geben dürfen" .....

Lasse dich da wirklich am besten beraten. 

LG 

Bei einer Patientenverfügung geht es darum festzulegen, wann Du – wenn Du schon nicht mehr kommunizieren kannst – an Deiner Erkrankung lieber natürlich versterben willst und deshalb auf lebenserhaltende Maßnahmen verzichtest. Wenn Du in der Situation eine Infusion erhälst, kann sich Dein Sterben in seiner Länge verdoppeln bis verdreifachen. Wenn Du das willst, nur zu. Wenn Du dann aber lieber schneller versterben möchtst, solltest Du auf künstliche Flüssigkeitszufuhr verzichten, aber verlangen, dass Du Flüssigkeit geboten bekommst, wenn Du noch selber schlucken kannst (und willst) und sonst gute Mund- und Schleimhautpflege erhälst, damit Du keinen Durst leiden musst.

Intensivmedizinische Versorgung und Reha

Hallo, mein Vater (86 J.) liegt seit Anfang Nov. in der Uni. Leider gibt es viele Krankheitsbilder bei ihm, angefangen von einem Tumor in der Blase. Der Aufgrund seines allgemeinem Gesundheitszustandes auch nicht mit einer Chemo behandelt werden kann. Er wurde also "nur" operativ entfernt. Das 1. Mal im Mai, jetzt am 30.10. war eine Nach-OP, die auch gut verlaufen ist. Leider hat er noch in der Klinik mit der Blasen-OP eine Art "Herzinfarkt am Darm" bekommen, so wurde er von dem Belegkrankenhaus in die Uni verlegt. Dort hat man den Darmverschluss "händig" beheben können. Es wurde also nichts vom Darm operativ entfernt. Danach kam ein Organversagen zum Anderen. Erst hat die Lunge, er hat seit vielen Jahren Asthma, versagt, so musste er über einen Schlauch künstlich beatmet werden. Nach ein paar Tagen hat man einen Luftröhrenschnitt gemacht, um die Beatmung besser steuern zu können bzw in wieder gänzlich von der Lungenmaschine nehmen zu können, so die Erklärung der Ärzte. Dann hat die Niere aufgehört zu arbeiten, es läuft ständig die Dialyse. Er ist seit dem Lungenversagen nicht mehr voll bei Bewusstsein. Er hat ein Schmerzempfinden, regaiert aber nicht auf Ansprache.

Dieser Zustand ist nun schon seit fast 14 Tagen so.

Gestern hat mir der Arzt mitgeteilt, dass er in eine Reha kommt. Weil er intensivmedizinisch austherapiert wäre und den Rest müsste der Körper schaffen. Diese Reha-Klinik kann in ganz Deutschland sein, hat mir der Arzt gesagt und ich werde dazu nicht gehört, geschweige denn gefragt, obwohl ich eine Vorsorgevollmacht habe.

Ich verstehe das aber ganz und gar nicht, wie kann jemand Reha machen, wenn er gar nicht bei Bewusstsein ist und an diesen Maschinen hängt.

Mein Vater hat eine Patientenverfügung und da steht drin, dass er nicht mit solchen Geräten und einer künstlichen Ernährung am Leben erhalten werden will.

Die Ärzte sagten mir aber immer wieder, soweit wären man noch lange nicht.

Ich fühl mich völlig hilflos und weiß nicht mehr wie ich ihm helfen soll und was gut und richtig für ihn ist.

Kann mir jemand einen Rat geben oder mir sagen wohin ich mich wenden kann / soll.

Brigitte

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?