Macht Uhu-Schnüffeln wirklich abhängig?

2 Antworten

Hallo...sei froh,dass Du mit einer "Heilen Haut" davongekommen bist!!! Und gebe das Wissen "Schnüffeln ist gefährlich" an die Jugend weiter wenn Du magst!Ich habe eine Dokumentation über die Strassenkids in Russland gesehen,wo das Schnüffeln dazu dient zu überleben! Hunger und Schmerz werden damit überbrückt! Der Zustand dieser Kinder hat mich zutiefst erschüttert!Und nicht helfen zu können noch mehr!Also, Finger weg!LG

Klebstoff schnüffeln: Die meisten der Substanzen werden wegen ihrer psychologischen Wirkung „geschnüffelt“. Sie wirken dämpfend auf das Zentralnervensystem. Nach Auslösung einer milden Euphorie und Erregung wird die Sinneswahrnehmung verändert. Eine zunächst gesteigerte, intensivere Wahrnehmung geht mit zunehmender Dosis in Halluzinationen über. Ähnlich in den Wirkungen wie Narkotika bewirken auch Inhalanzien eine Lähmung der Funktion der Hirnrinde, die zum Verlust von Schmerzempfinden und zu Bewusstseinsveränderungen bis hin zur Bewusstlosigkeit führen kann. Akute Risiken des Missbrauchs sind Atemstörungen, die Gefahr der Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle und Herzrhythmusstörungen. Regelmäßiges Schnüffeln kann zu erheblich psychischer Abhängigkeit und schweren körperlichen und seelischen Schäden führen: Verbrennungen und Verätzungen der Atemwege, spastische Lähmungen, Organschäden. Längerer Konsum führt zur Demenz. Bei zu hoher Dosis kann Bewusstlosigkeit und Atemlähmung mit Todesfolge auftreten. Das Inhalieren hoher Dosen konzentrierten Aerosolsprays führt unter Umständen zum Tod. Körperliche Abhängigkeit stellt sich offensichtlich nicht ein, dennoch kommt es bei einigen Mitteln zur Toleranzbildung. Besorgnis erregend ist ferner der weit verbreitete Missbrauch bestimmter Inhalationsmittel wegen ihres angeblich luststeigernden Effekts. In der Medizin werden diese so genannten „Popper“ zur Erweiterung der Blutgefäße eingesetzt, so z. B. die chemische Verbindung Isoamylnitrit. Fortgesetztes Inhalieren dieser Stoffe kann das Kreislaufsystem schädigen und damit indirekte Störungen nach sich ziehen. Bei allen Schnüffelstoffen handelt es sich um zum Teil sehr gefährliche Gifte. Neben den akuten Schäden wie Verätzungen und entzündlichen Veränderungen der Nasen- und Lungenschleimhäute kommt es unter den oft sehr jungen Abhängigen immer wieder zu Todes-fällen durch Überdosierung. Bei längerem Gebrauch entwickeln alle Süchtigen schwere Leberschäden und Nierenkrankheiten, die sich gewöhnlich nicht wieder zurückbilden. Die Jugendlichen sind deshalb in ihrer Lebenserwartung deutlich eingeschränkt. Viel schlimmer sind jedoch die häufigen Schäden in der Hirnsubstanz. Je nach Ort der Schädigung im Gehirn kommt es zu Gedächtnisausfällen, Lähmungen oder auffälligen Persönlichkeitsverände-rungen. Süchtige sind wegen dieser starken Persönlichkeitsveränderungen nur schwer zu behandeln. Viele von ihnen sind pflegebedürftig.

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