Wieso sollte Dicolfenac ein Hindernis für (d)eine OP sein - meint: wie kommst du darauf?

Anders als bei ASS ("Aspirin") stört es ja nicht die Blutgerinnung, sondern wirkt halt im Wesentlichen entzündungshemmend.


Sag halt deiner Gynäkologen, die dich operieren soll / will als auch dem Anästhesisten, welche Medikamente du einnimmst (wird meist ohnehin im Fragebogen abgefragt).


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Ich hatte dir ja bereits auf deine sehr ähnliche andere Frage geantwortet.

Chance?

- Daß ggf. vorhandene Schmerzen durch die Bestrahlung deutlich besser werden: sehr gut

- Daß eine ggf. drohende Instabilität der betroffenen Knochen sich bessert:

gut!

Diese günstigen Effekte können bis zu vielen Jahren anhalten (hängt aber auch wesentlich von der Tumorart ab), so daß oft weniger die Knochenmetastasen das Problem sind, sondern eher der Primärtumor oder neue Metastasen an anderen Organen.

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Von einer Dystelektase spricht man u.a., wenn ein Bereich der Lunge nicht regulär belüftet ist, also z.B. kollabiert ist. Das kann einen sehr kleinen Bezirk betreffen, oder einen größeren Bereich und ist zunächst mal nicht automatisch ein Problem.

Allerdings können sich dahinter auch Lungenkrankheiten, Verletzungen oder auch Fremdkörper (z.b. bei Kleinkindern) "verstecken".


Genaueres kannst du dem Befund entnehmen, in dem dieser Begriff vorkommt (beim googeln hilft die richtige Schreibweise), oder du fragst den Arzt, der die Untersuchung angefordert hat.

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Können die das abblehnen, mich zu operieren?

Selbstverständlich können "die" eine Operation ablehnen, wenn der Arzt, der dich dort untersucht, zu dem Eindruck kommt, daß eine OP nicht indiziert ist (=für deine spezielle Situation nicht sinnvoll).

Eine OP hat eigene Risiken und es gibt in aller Regel keine Garantie, daß die Beschwerden oder die Funktionalität hinterher besser sind.

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Für die Bestrahlung von Knochenmetastasen gibt es unterschiedliche Konzepte, die man in Abhängigkeit vom Größe/Ausdehnung der Metastase(n), als auch vom Tumortyp und anderen Faktoren einsetzt.

Die häufigsten Varianten sind:

- EINmalige Bestrahlung mit 8 Gy

- 5 Bestrahlungen (also ca. 1 Woche) mit je 4 Gy

- 10 Bestrahlungen mit je 3 Gy (ca. 2 Wochen)


Meist tritt die Schmerzbesserung ca. 2-3 Wochen nach BEGINN der Bestrahlung ein, bei den kürzeren Schemata meist etwas schneller als bei dem längeren, letztere haben dafür oft einen länger anhaltenden Effekt. Insgesamt ist diese Art der Bestrahlung SEHR häufig hochwirksam bei meist guter Verträglichkeit.

Manchmal kann auch in den ersten Tagen nach Bestrahlungsbeginn der Schmerz sogar noch etwas verstärkt werden, wenn das bestrahlte Gewebe ein klein wenig anschwillt. Daher sollte eine konsequente Schmerztherapie erfolgen und auch nach Bedarf angepaßt werden.

Hier ist dann auch zu fragen, ob z.B. ein sog. "Co-Analgetikum" sinnvoll wäre:

http://flexikon.doccheck.com/de/Co-Analgetikum

Dies bitte mit den behandelnden Ärzten besprechen!


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Was hält dich denn davon ab, das mal dem Urologen zu zeigen?

Es könnte(!) sein, daß sich da eine IPP* entwickelt - kann aber auch etwas ganz anderes sein - oder auch normal - kommt halt auf viele Umstände an (seit wann besteht das, ist es progredient, wie alt bist du...)

*Induratio penis plastica


https://de.wikipedia.org/wiki/Induratio\_penis\_plastica

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Hmm, wo meinst du da, etwas "schwarz umrandetes" zu sehen, und wo etwas "leuchten"?

MRT-Interpretation ist nicht so ganz einfach zu erklären, u.a. weil es eine insbesondere für Laien recht unübliche Darstellung von Gewebe bietet. Und dann auch noch in den unterschiedlichen Untersuchungssequenzen wiederum verschieden ist.

Dann hast du auch noch - neben den persönlichen Daten, die richtigerweise NICHT hierher gehören - leider auch die Untersuchungsparameter verdeckt bzw. nicht mit dargestellt, so dass nicht unmittelbar klar ist, welche Untersuchungssequenz dargestellt ist.

Aber vielleicht als "Einstieg":

Besonders hell dargestellt sind stark wasserhaltige Strukturen, hier insbesondere Liqour (im Rückenmarkskanal) und (geringer) Fett (Gehirn, Haut, Unterhaut, teilweise Blut...)

Die relativ dunklen Bereiche - insbesondere im Bild 1- sind Muskeln.

Im Bild 0 sieht man die Halswirbelsäule -ohne dass man aus einem einzigen Bild jetzt eine relevante Störung entnehmen könnte.

Für eine ordentliche Interpretation wirst du also tatsächlich auf den schriftlichen Befund des Radiologen (oder dessen Übersetzung durch deinen HA) warten müssen, da man für eine vernünftige Beurteilung den ganzen Satz an Bildern braucht.

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Bei neuropathischen Schmerzen hat sich die Kombination von Schmerzmitteln mit sog. Co-Analgetika in vielen Fällen bewährt, insbesondere mit Pregabalin (Lyrica).

Ob das FÜR DICH in Frage kommt, solltest du bitte mit deinem Schmerztherapeuten / Hausarzt besprechen, das kann man (ich) aus der "Entfernung" nicht ausreichend beurteilen.

Ein paar Infomationen kannst du u.a. schon mal hier entnehmen:

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Pregabalin

Viel Erfolg!

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... unter unseren Krebspatienten sind -selbstverständlich- auch Vegetarier.

Da wir die Kostform nicht regelmäßig erheben, ist mir eine zuverlässige Aussage über deren Anteil an allen unserer Pat. nicht möglich.

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"Gefährlich" kann bereits der Harndrang sein, der "medizinisch" noch unbedeutend ist, nämlich dann, wenn vor lauter Harndrang die Konzentration nachläßt...

Dein Problem ist allerdings gar nicht so selten und beispielsweise auch bei Fliegern (Kleinflugzeuge) bekannt. Und es gibt eine Vielzahl von Lösungen, eine recht einfache und kostengünstige ist z.b. diese hier (ein Beispiel aus einem großen Versandhaus):

https://www.amazon.de/gp/product/B002DUQG12/ref=pd_sim_364_3/254-4001980-6047964?ie=UTF8&psc=1&refRID=TVBKV823ZPD0GG9F3TDT

Stuhldrang sollte sich - sofern keine Erkrankung vorliegt (z.B. Durchfall) eigentlich ausreichend kontrollieren lassen, ansonsten gibt es auch dafür Möglichkeiten.

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Bei diesen Beschwerden sollte nachgesehen werden, ob man einen Grund bzw. eine Ursache für die "vergrößerte" Gallenblase UND den Gewichtsverlust finden kann. Zunächst mittels sehr ordentlicher Anamnese und körperlicher Untersuchung, dann per Ultraschalluntersuchung (erfordert einen darin geübten(!) Untersucher), der sich auch die nähere Umgebung (u.a. Pankreas) ansieht, falls dies nicht weiterführt, ggf. CT Abdomen mit KM.

Tumormarker gibt es nur für einige Tumorarten, und vielleicht liegt ja auch eine entzündliche Veränderung o.ä. vor.

Mit den von dir beschriebenen Symptomen würde man jedenfalls empfehlen eine ordentliche Ursachenforschung zu betreiben.

Sind denn Gallensteine o.ä. beschrieben worden? Eine Entzündung der Gallenblase? (läßt sich im Ultraschall leicht feststellen)

Vielleicht kannst du auch noch - wenn du die Befunde deiner Mutter hast, deinen HA mal befragen...

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Ich nehme immer weiter zu und weiß nicht warum!

Nun, das ist recht einfach (und ich bin ziemlich sicher, dass das auch für DICH nicht neu ist):

Wenn man längere Zeit mehr Nährstoffe (Kalorien) zu sich nimmt, als man verbraucht (Grundumsatz + Aktivität), dann nimmt man zu.

Oder einfach ausgedrückt: Wer mehr ißt als er verbraucht, nimmt zu.

Daher ist es sinnvoll und erforderlich, schlicht langfristig weniger Kalorien zuzuführen.

Das geht am Besten und Einfachsten, indem man die völlig unnötigen Kalorien aus Süßwaren / Zuckerzeug und zuckerhaltigen Getränken meidet und sich einer vorwiegend pflanzlichen Ernährung (insbesondere Gemüse + Salate) bedient. Diese hat neben einem guten Gehalt an benötigten Nährstoffen auch die Eigenschaft, gut zu sättigen ohne allzuviele Kalorien.

Wenn du dich unsicher fühlst, kann auch das Gespräch mit deinem Kinder- oder Hausarzt helfen.

Und bitte: Keine selbst "gefundene" oder angelesene Diäten!!

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Wenn die bisherige Behandlung nicht ausreichend erfolgreich war, könnte eine sog. Reizbestrahlung (auch als Entzündungsbestrahlung oder Röntgentiefentherapie bekannt) sinnvoll sein...

Vielleicht magst du dir mal meine Antwort (+Kommentare) zu einer ähnlichen Frage durchlesen:

https://www.gutefrage.net/frage/strahlentherapie-roentgenreizbestrahlung-bei-fersensporn?foundIn=tag_overview&randomReloadId=602014#comment-123326199

Dort geht es zwar um Beschwerden am Fuß (sog. Fersensporn), aber auch hier handelt es sich um eine chronische (=länger dauernde) Entzündung, und die dort erwähnte Reizbestrahlung wird auch an entzündeten Gelenken (Schulter, Ellenbogen etc.) sehr erfolgreich angewendet, auch wenn diverse Vortherapien nicht anhaltend gewirkt haben.

Du kannst auch bei Wikipedia diesen Begriff eingeben für mehr Infos:

"Strahlentherapie bei gutartigen Erkrankungen"

HTH

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...natürlich "geht das", du kannst dich schließlich auch dafür entscheiden, gar keine Medikamente zu nehmen...


ABER: Es gibt ja sicherlich einen Grund (den du in deiner Frage nicht erwähnst), warum man dir die ASS 100 empfohlen / verschrieben hat - sehr wahrscheinlich will man einer vorzeitigen Verklumpung (Gerinnung) des Blutes vorbeugen (Thrombose? Herzprobleme?...).


Und da ist ASS in dieser geringen Dosierung* (100mg/d) recht nützlich. Bei Einnahme nur alle 2 Tage (warum möchte man das?) ist die Wirkung nicht mehr zuverlässig gegeben.


*Zum Vergleich: Bei z.B. Kopfschmerzen nehmen viele Menschen schon mal 600 -1000mg auf ein Mal ein - ohne größere Probleme.

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Die beschriebene Beobachtung kann mehrere Ursachen haben, die "wir" nicht per Ferndiagnose beurteilen können.

Das kann ein vergrößerter Lymphknoten sein (dafür gibt es vielerlei Auslöser), eine Muskelveränderung oder gar ein Tumor.

Genauer kann das der Hausarzt oder der von diesem beauftragte Facharzt herausfinden.

Kurz: Den Befund sollte sich in den nächsten Tagen ein Arzt ansehen.

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Arzt diagnostiziert Morbus Dupuytren, OP anstreben?

Hi,

Ich hab seit über 2 Monaten nen Knubbel an der Hand, mein Hausarzt meinte anfänglich es sei ein Granulom, mein Hautarzt meinte es wär ne Verhärtung die ungünstig liegt und Nerven dauerhaft schädigen könnte, ich solle es besser rausoperieren lassen. Mein Hausarzt meinte gestern dass es sich wohl um Morbus Dupuytren handelt und ich zum Orthopäden solle.

Er meinte zum Operieren ist es wohl noch zu Früh. Nun hab ich mich mal etwas mit Morbus Dupuytren befasst und das sieht ja nicht sonderlich gut aus .. Momentan Schmerzt der Knubbel öfter und bei Belastung Krampft die Hand. Mein kleinen Finger kann ich zwar durchstrecken aber er bewegt sich langsamer bzw. steifer als die anderen.

Da ich auf meine Hand angewiesen bin bei der Arbeit und ich nun ungerne erleben will dass ich die Finger irgendwann nicht mehr Strecken kann bzw. sie total verkrampfen würd ich eher eine Operation machen lassen um das ganze im Keim zu ersticken. Weiss einer ob das möglich wäre? Oder muss ich tatsächlich erstmal abwarten bis es schlimmer wird? Ich weiß das Handop´s auch Risiken birgen aber die Sache schränkt mich ja jetzt schon ein denn wenn ich etwas schweres Trage oder Sport mache (Liegestützen, Situps und sowas) dann schmerzt es und krampft an der Seite schon.

Ich hab nun 2 Termine in vers. Krankenhäusern beim Chirurgen, allerdings ist der erste Termin erst in 7 Wochen, der zweite in 8 ..

Hat jemand ne Ahnung ob man es auch im "frühen" Stadium operieren lassen kann? Mir ist schon klar dass ich den Chirurgen nicht zwingen kann es zu operieren wenn er nicht will, aber wenn es im frühen stadium auch generell möglich ist kann man besser dbzgl. mit den Ärzten sprechen.

Bin zwar nicht scharf auf ne OP aber ich halt es für weniger Schlimm als die Aussichten mit Morbus Dupuytren.

grüße

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Gerade wenn noch KEIN Streckdefizit besteht, Du also die betroffenen Finger noch "gerade machen" kannst, ist eine  OP nicht sinnvoll.

Ähnliches gilt m.E. für die hier auch genannte Nadelfasziotomie, die eher beim schon etwas fortgeschrittenen Stadium und Bewegungseinschränkung ihren Platz hat, aber halt auch wieder ein Trauma im Gewebe erzeugt.

In dem von dir genannten frühen, aber aktiven Stadium (Beschwerden nehmen zu) kann häufig eine Strahlentherapie das Fortschreiten beenden und die Schmerzen reduzieren oder auch ganz beseitigen. Häufig gehen auch die Knoten zurück.

OB das bei Dir sinnvoll und angezeigt ist, kann man erst im direkten Gespräch und nach einer kurzen Untersuchung feststellen.

Wende Dich dazu bitte an einen Strahlentherapeuten in deiner Nähe, der tunlichst auch mit genau dieser Erkrankung Erfahrung hat (das kann man allerdings bei den meisten Strahlentherapeuten voraussetzen).

Ein paar weitere Infos - falls du da nicht ohnehin schon warst:

http://www.dupuytren-online.de/morbus_dupuytren.html

Viel Erfolg!

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Krankenhaus: kann ich eine spezielle Behandlung / Maßnahme einfordern obwohl Ärzte das nicht wollen?

Hallo!

Vielleicht habt ihr in älteren Fragen ja schon von meinen Problemen mit meiner PEG-Sonde gelesen. Seit über einem halben Jahr eitert es am Stoma-Kanal mal mehr, mal weniger und auch die Schmerzen werden zyklisch mehr oder weniger. Wobei die Abstände im laufe der Wochen immer kürzer geworden sind.

Letzte Woche hat es wieder so stark geeitert, dass ich 3 Stunden nach dem Verbandswechsel einen Fleck auf meinem T-Shirt gesehen habe und dann gemerkt habe, dass der Verband schon durch war. An dem Tag habe ich 4x den Verband gewechselt! So traut man sich ja schon fast nicht mehr raus zu gehen..,.

In diesem halben Jahr wurde ja schon alles mögliche und unmögliche an Behandlungen ausprobiert. Im Dezember wurde von meinem Magenspezialisten eine Ultraschalluntersuchung und ein CT gemacht, da hieß es, es wäre kein Abszess o.ä., da könne man nichts dran machen.

Inzwischen meinen sowohl mein Hausarzt als auch mein Hautarzt sowie meine Therapiemanagerin, die für Port- und Stomaversorgung zuständig ist, dass die Sonde raus müsste, damit das Ganze erstmal abheilen kann. Mein Hausarzt glaubt z.B., dass sich da eine Art Reservoir gebildet hat, was sich immer wieder füllt (=zunehmende Schmerzen), entleert (=starke Sekretion), wieder füllt etc. Das wird aber von den Spezialisten verneint, weil man ja im Dezember beim CT da nichts gesehen hat. Aber da war es ja auch noch nicht so schlimm, wie es jetzt ist und es könnte sich doch seitdem auch einiges geändert haben, oder nicht?

Da inzwischen auch meine Entzündungswerte etwas erhöht sind, soll ich nun Mitte der Woche doch nochmal stationär aufgenommen werden. Allerdings hat man mir jetzt schon gesagt, dass nur eine Magenspiegelung gemacht werden soll, um von innen zu gucken, ob man da was sieht, wo es herkommt. Die Sonde solle aber auf keinen Fall entfernt werden!

Die wollen die nicht raus machen, weil ich dann nach einer gewissen Zeit sicher eine neue Sonde bräuchte, da meine Magenerkrankung sich nicht verändert hat. Davor haben die aber Angst, weil es beim ersten Mal zu so massiven Komplikationen (4-Quadranten-Peritonitis und in der Folge massive Verwachsungen) gekommen ist.

Mir wäre es aber ehrlich gesagt am liebsten, wenn die Sonde erstmal rauskommen würde. Immer diese Schmerzen rund um die Sonde und ständig dieser stinkende Eiter verbessert ja auch nicht gerade die Lebensqualität!

Kann ich denn auch gegen den Willen der Ärzte fordern, dass sie mir die Sonde entfernen? Oder laufe ich dann Gefahr als zu renitente Patientin betrachtet zu werden, so dass man mir gleich wieder die Psychologen auf den Hals hetzt? Aber es ist doch schließlich mein Körper und ich muss mit den Einschränkungen leben. Habe ich ein Anrecht darauf, dass die mir die Sonde raus machen? Oder muss ich die Entscheidung der Ärzte dann so hinnehmen? (Ich weiß, ich könnte dann noch zu anderen Ärzten gehen, aber zu den in Frage kommenden in der näheren und weiteren Umgebung fehlt das Vertrauen.)

Danke und LG, Lexi

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Hallo, Lexi,

Ich habe deine Odysee ja auch schon gelegentlich etwas verfolgt und hatte in letzter Zeit häufiger den Gedanken, dass die PEG "einfach" mal raus sollte (ich habe einige -auch unerfreuliche- Erfahrungen mit PEGs bei meinen damals stationären Patienten gemacht, bin aber kein Gastro-Enterologe).

In unseren Tumorkonferenzen stellt sich immer mal wieder die Frage nach enteraler bzw. parenteraler Ernährung, und die Chirurgen weisen da gerne immer wieder mal auf die Möglichkeiten der Jejunal-Sonde hin, d.h. die Sonde wird nicht in den Magen, sondern in den oberen Dünndarm gelegt, so dass der Magen "frei" ist (häufig, wenn der Magen operiert werden soll, aber auch bei sonstigen "heftigeren" Problemen mit dem Magen).

Vielleicht kannst du mal eine Zweitmeinung bei einem geübten Chirurgen oder Gastro-E.  (jeweils mit onkologischer Erfahrung) einholen, ist ein offenbar noch deutlich selteneres Verfahren als die klassische PEG, aber wird offenbar recht gut toleriert.

Das wäre halt vll. mal eine Möglichkeit, den PEG-Kanal bei dir mal ordentlich verheilen zu lassen, wenn da nicht immer der Fremdkörperreiz und die Eintrittspforte ist...

paar Infos gibt es u.a. hier:

http://flexikon.doccheck.com/de/Perkutane_endoskopische_Jejunostomie

oder per Suchmaschine mit dem Begriff der "Jejunalsonde"

Gute Besserung!

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Weder ASS ("Aspirin") noch Clexane sind wirklich Mittel zur Blutverdünnung, auch wenn das umgangssprachlich fast immer so bezeichnet wird. Verdünnung würde ja bedeuten, dass die Viskosität ("Fließfähigkeit") des Blutes verbessert würde. Dies erfolgt mit den o.g. Medikamenten nicht.


Und die Wirkungsweise von ASS ist deutlich unterschiedlich zu der von z.B. Clexane.

Da dies etwas aufwändiger zu erklären ist, empfehle ich einen Blick in diesen Artikel, der das Ganze recht gut erklärt (gerne auch mal den Links z.b. zu Heparin folgen).


http://de.wikipedia.org/wiki/Antikoagulation

Einer der wichtigen Unterschiede zwischen ASS und anderen Gerinnungshemmern: ASS kann nicht antagonisiert werden (= die Wirkung kann NICHT z.b. durch andere Medikamente aufgehoben werden), was z.b. vor Operationen ggf. erwünscht wäre.



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Man geht dazu am Besten in eine Praxis für Strahlentherapie oder -falls näher liegend- in eine Klinik mit einer entsprechenden Abteilung / Einrichtung.

Manche Radiologen bestrahlen zwar auch (dann fast immer mit sog. Orthovolt-Geräten), aber der Fachmensch ist eben der Strahlentherapeut - und daher würde ich den immer bevorzugen, zum Einen, weil er das richtige Gerät hat (Beschleuniger, dadurch bessere Dosisverteilung), zum Anderen, weil dieser in aller Regel die deutlich größere Erfahrung (und entsprechendes Personal) hat.

Anmerkung: Seit ca. 25 Jahren gibt es "extra" Fachärzte für Strahlentherapie mit spezieller Weiterbildung, gerade WEIL das Fach mittlerweile sehr viel komplexer wurde, als dass es quasi "nebenbei" von Radiologen mit erledigt werden kann.

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WENN schon eine Ultraschallbehandlung avisiert oder gar begonnen ist, würde ich definitiv abwarten, ob diese erfolgreich ist (sollte wenige Wochen nach Therapieende beurteilbar sein).

Wenn die Beschwerden aber danach nicht wesentlich gebessert sind, kann die Reizbestrahlung erfolgen.

Die Erfolgsrate der Reizbestrahlung bei Fersensporn (Plantarfasziitis) liegt übrigens bei über 80%(!) und wird daher auch von allen Kassen übernommen.

Du kannst übrigens schon mal versuchen, Dir selbst zu helfen:

- Vermeide barfuß auf hartem Untergrund zu stehen / gehen (auch nicht nur bestrumpft), sondern trage z.b. Hausschuhe.

- Vermeide "kalte Füße" (schlechte Durchblutung)

- sieh zu, dass deine Schuhe dem Fuß eine gewisse Dämpfung / Polsterung geben, ggf. mit Gelkissen oder anderen Einlagen, falls die Schuhe selbst an der Ferse zu steif / hart sind.

Viel Erfolg!

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