Zu viele Thrombosespritzen?

2 Antworten

Moin,

erstmal, es hat einen Sinn, dass Thromboseprophylaxe gegeben wird. ASS alleine bietet KEINEN Schutz vor venösen Thrombosen, da hier andere Wirkmechanismen greifen. Acetylsalicylsäure macht das Blut nicht "dünn", sondern verhindert das die Blutplättchen verklumpen (Hemmung der Thromboxansynthese über COX1 [für die medizinische Korrektheit]).

Die Heparine (das sind die Spritzen) wirken anders (Thrombin und Prothrombinhemmung, Faktor Xa Hemmung [auch wieder die Korrektheit]). Die Wirkung akkumuliert nicht (es wird also nicht mehr, wenn es länger gespritzt wird), die Halbwertszeit liegt bei 3-4 h, das Medikament ist also schnell auch wieder aus dem Körper.

Thrombose ist keine Kleinigkeit, denn es kann schnell zu einer schweren Lungenembolie kommen, und es hat einen Sinn, dass sehr stark auf die Prophylaxe geachtet wird, insbesonders wenn die Bewegung allgemein eingeschränkt ist oder (Arme und) Beine ruhig gestellt sind bzw. eingeschränkt werden (wie hier nach OP).

Wenn wirklich starke Zweifel sind, sprecht mit dem behandelnden Arzt, der sollte über die Behandlung aufklären können.


Greetings!

die ASS Tabletten nimmt sie, weil sie Stents bekommen hat und ihr Arzt meinte, die solle sie immer nehmen.. inzwischen läuft sie jeden Tag, trainiert schon fleißig und bewegt sich.. dir Ärzte dort in der Reha nehmen sich nicht wirklich Zeit, verschreiben nur viel aber setzen auch keine Tabletten ab oder ähnliches...

@asininity

Das ist auch eine der absoluten Indikationen von ASS und muss auch so sein.

Dann auf ein Gespräch pochen oder mal mit dem Stationspersonal sprechen, die sollen es weiterleiten. 

Die Indikation sehe ich jetzt so nicht, da ich ja auch nciht vor Ort bin.

Die Wirkung einer Thrombosepritze ist zeitlich begrenzt. Es gibt welche, die nur 4-12 Stunden wirken und welche, die 24 Stunden wirken.

Deshalb muss man sie ja auch täglich spritzen, da bei der nächsten Spritze die letzte eigentlich schon quasi gar nicht mehr wirkt.

Natürlich kann es sein, dass das Ganze im Zusammenhang das Blut verdünnt und man evtl. mehr zu Blutungen neigt ist klar und indirekt ja auch gewollt (zu mindest das mit der Verdünnung).

Hier gilt es immer abzuwägen. Wenn Deine Mutter die Spritzen noch bekommen soll, hat sie scheinbar immernoch ein erhöhtes Risiko eine Thrombose zu bekommen. 

Also entweder man hat so seine Problemchen, mit kleineren Blutungen oder aber man bekommt eine Thrombose die lebensbedrohlich enden kann.

Somit ist die höhere Blutungsneigung logischerweise gesehen das kleinere Übel.

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