Wie oft darf ich meinen Psychotherapeuten wechseln?

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Wichtig ist doch das die Therapie gut vorangeht und du dich nach einiger zeit immer besser fühlst. Das hat erste prio, oder? Die strecke dort hin ist doch erstmal zweitrangig. Frag dich mal ganz ehrlich selber, liegt es nur am Weg, oder ist es einfach die Therapie... Die ist nämlich immer anstrengend und du solltest versuchen dich ganz auf diese einzulassen. Nur dann kannst du dir selber helfen. Dazu gehört auch etwas anstrengung auf sich zu nehmen... das fängt beim Weg schon an. Wünsch dir alles gute. :)

Psychotherapie hat auch immer etwas mit einer konstanten Beziehung zwischen Therapeut und Patient zu tun.

Es kann natürlich immer mal dazu kommen, dass eine Therapie vorzeitig beendet wird. Jedoch ist eine "Überschreibung" der Reststunden auf einen anderen Therapeuten Kulanz der Krankenkassen und zudem mehr als fraglich, da dieser ja nicht einfach da weitermache kann, wo der Kollege aufgehört hat - und die Zeit, die genehmigt wird, ist in der Regel inzw. recht knapp berechnet.

In der Regel wird es also um eine Neubeantragung gehen, damit der Patient einen realistischen Umfang an Stunden erhält, um it dem neuen Therapeuten auch was erreichen zu können. Dies muss dann aber innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren nach Abschluss einer Therapie zwingend über das Gutachterverfahren mit deutlich erhöhten Kriterien erfolgen. Sofern es keine sehr gewichtigen Gründe gibt (wozu ein selbst gewählter Anfahrtsweg von einer Stunde nicht zählt), wird / muss der Gutachter in solchen Fällen die Kostenübernahme ablehnen. Ein Gutachter könnten sogar eine mutwillige Überreizung der Chancen zur Therapie durch die GKV und mangelnde Ernsthaftigkeit und mangelndes Nachkommen der Mitwirkungspflicht erkennen.

Die Leistungspflicht der GKV ist nämlich begrenzt und zudem an Bedingungen geknüpft.

Ich hab auch das Gefühl,dass du eigenlich aus einem anderen Grund wechseln möchtest.Gerade, wenn du traumatisiert bist,kannst du deinen Gefühlen nicht so recht trauen.Ich glaube,du solltest die Therapeutin behalten und da jetzt durch.Du kommst immer wieder an diesen Punkt,wo du am liebsten weglaufen möchtest.Dsa funktioniert nur leider nicht.Das Trauma ist schneller,ich weiß wovon ich spreche.Ich wünsche dir Mut,dich deinen Gefühlen zu stellen.

Frage dich einmal weshalb du bei deinem Therapeuten bleiben kannst. Du hast viele begründungen dafür es nicht zu wollen, was für einen Grund könntest du dir vorstellen weiterhin dort zu bleiben.Was wird bei einem neuen Therapeuten anders? Ist wirklich nur der lange fahrweg dein Grund? Was ist wichtig für dich bei deiner Therpie, hat dir bis jetzt dein Therapeut helfen können? Wohin willst du wechseln? Suchst du vielleicht nur nach einer Ausrede um die Therapie abzubrechen, willst aber nicht die Verantwortung für deinen Wunsch übernehmen? Denk darüber nach aus welchem Grund du das wirklich willst und sei ehrlich dir selbst gegenüber, Finde heraus wie etwas funktioniert, nicht wie's nicht geht, das bringt dich keinen zentimeter weiter, sondern schränkt dich in deiner Freiheit ein, eine Lösung zu sehen. Es gibt einen Grund dafür das du eine Therapie machst, mach dich auf die Lösungssuche.

Setz dich mit deiner Krankenkasse in Verbindung und erkläre ihr, warum du den Therapeuten wechseln möchtest. Vielleicht hast du ja Glück und sie stimmen einem Wechsel zu. Da du noch Jugendlicher bist, lass deine Eltern mit der Kasse sprechen. Viel Glück

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