Wie lange stillen / habt ihr gestillt?

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Ich stille meinen Sohn "noch immer", er ist mittlerweile knapp zweieinhalb Jahre alt. Das Stillen beschränkt sich mittlerweile aber nur noch auf ein kuscheliges Nuckeln am Abend zu Einschlafen und hin und wieder auch in der Nacht, wenn er sich durch Kuscheln/Streicheln nicht beruhigen lässt.

Ich habe ihn sechs Monate voll gestillt, dann haben wir langsam Beikost eingeführt, wobei die ersten Versuche sich auf winzigste Happen beschränkten, sodass wir letztendlich bestimmt acht Monate voll gestillt haben, eh' die Mengen an Beikost so nennenswert waren, dass auch mal eine Stillmahlzeit kürzer ausfiel oder sogar ausgelassen werden konnte.

Wie er sich schulisch entwickelt bzw. entwickeln wird, kann ich noch nicht abschätzen, da er aber kein Regelkind ist, wird er sich ohnehin anders entwickeln.

Allerdings glaube ich auch nicht, dass das Stillen da einen nennenswerten Effekt drauf hat. Man sagt zwar, dass Stillkinder einen höheren IQ haben, aber das sind nur wenige Punkte Unterschied.

Bis er in die Kita kam, hatte er nur selten einen Schnupfen, obwohl wir einmal die Woche in die Krabbelgruppe gingen. Seit er in die Kita geht, hat er zwar fast durchgängig eine Rotznase und hin und wieder ist er auch mal stärker angeschlagen, aber er ist insgesamt sehr fit und nur selten so krank, dass er zuhause bleiben muss, was für Kinder wie ihn nicht selbstverständlich ist.


Ich würde auch beim nächsten Kind wieder mindestens bis zum zweiten Geburtstag stillen, da es so manchen Vorteil bietet, so "lange" zu stillen. Außerdem empfiehlt es so ja auch die WHO. Siehe z.B. hier: http://www.babyfreundlich.org/fileadmin/user_upload/download/info_material/Empfehlungen/Empfehlung_Stilldauer.pdf

Das Kind bekommt halt viele wertvolle Inhaltsstoffe aus der Milch, Antikörper usw. Auch ist das Einführen von Beikost in der Regel besser verträglich, wenn noch parallel gestillt wird.

Was ich noch als großen Vorteil sehe: Das Abstillen erfolgt sehr langsam, weil es ja einfach nach und nach weniger wird. Die Brüste werden dann nicht so strapaziert, wie beim plötzlichen Abstillen nach z.B. sechs Monaten. Milchstau während des und schlaffes Gewebe nach dem Abstillen sind viel unwahrscheinlicher, wenn das Abstillen so langsam erfolgt. ;-)


Lass dich nicht von der Verwandtschaft verunsichern. Früher lief einiges anders, heute weiß man vieles durch neue Forschungsergebnisse besser und macht es daher anders, als damals.

Mach es so, wie du es für richtig hältst, du bist die Mama und hast dir sicherlich deine Gedanken dazu gemacht, wieso du das so handhabst, wie du es handhabst.

LG

Hört doch bitte mal auf die WHO zu zitieren. Die richten ihre Empfehlungen nach Bevölkerungszahlen, sprich nach Ländern die fürchterliche hygienische Verhältnisse und keine guten alternativen haben ihre Kinder gesund zu ernähren. In Ländern wie Deutschland ist es absolut widersinnig Kinder zu stillen die essen könnten. Man denke da nur mal an die Gefährdung der Mutter an Osteoporose zu erkranken. Das muss man vielleicht mal miterlebt haben, was es für eine Familie bedeutet, wenn ein Wirbel einbricht. Von den Konsequenzen im Alter noch nicht mal gesprochen. Langzeitstillen hat keinen Nutzen für die Kinder. 

Ich persönlich habe beide Kinder leider nur ca. 8 Monate gestillt und hätte gerne länger. Aber irgendwie haben sich meine Kinder alle "selbst entwöhnt".

Die Stillempfehlung der WHO lautet: 6 Monate ausschließlich Stillen, mit Bei- und Familienkost bis zum Alter von 2 Jahren.

Beim Stillen geht es nicht nur um den "Nestschutz", sondern langes Stillen senkt das (statistische) Risiko des Kindes an Adipositas und Allergien zu erkranken.

Mach einfach dein Ding!


Dieses "Abwehrstoffe des Babys durch die Muttermilch stärken" ist nur in den ersten Lebenswochen gegeben.

Ich konnte leider nicht stillen. Bis unser Kind von der Frühgeborenenstation entlassen wurd war meine Milch leider versiegt.

Gestillte Kinder sind nicht automatisch eigenständiger oder köüger oder aktiver oder umgänglicher oder sonst irgendwas. Solche Dinge hängen wirklich nicht damit zusammen ob man die Flasche bekam oder die Brust.

Bei meiner Großen hat meine Mutter mich verrückt gemacht, da war nach 3 Monaten Schluss mit voll stillen.

Meine jüngere Tochter hab ich 2 Jahre gestillt, sie wechselte nahtlos von der Brust auf die Tasse ;-)

Ach so: Von wegen weniger Infekte kann ich nicht bestätigen. Die Große ständige Bronchitis, die Jüngere Asthma. Wobei ich da auch einen besonderen Auslöser als den eigentlichen mit vermute.

Wie entwickeln die kleinen sich schulisch?

Total unlustig.

Das hat aber nichts mit stillen oder nichts stillen zu tun, sondern nur mit der eigenen, inneren Einstellung.

Ich habe fast 5,5 Jahre gestillt.

Dabei war das gar nicht so geplant. Aber was will Muttern machen, wenn das Kind sämtliche Sauger und Schnuller verweigerte. 

Zudem hungerte meine Tochter lieber als sich von anderen mit einem Milchfläschchen (auch mit Muttermilch) zu füttern.

Zum Glück konnte ich damals auf ein Stilltreffen gehen, wo auch ältere Kinder gestillt wurden.

Daraus uns aus dem Buch "Wir stillen noch" habe ich viel Kraft gezogen.

Außerdem kenne ich einige (ehemalige) Langzeitstillerinnen.

Hallo danke für deine Antwort, dann hast du wirklich sehr lange gestillt. Ich finde es schön, dass es auch solche mütter gibt wie du, die es als normal ansehen. War das stillen denn wirklich bis zum Schluss eine Nahrungsaufnahme oder beschränkte es sich eher als ein kuscheliges nuckeln? Und viele behaupten die Kinder seien dann nicht selbstständig und Co...kannst du die Meinungen teilen oder wie ist dein Kind im sozialverhalten?

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