Was habe ich beim medizinischen Dienst des Arbeitsamtes zu erwarten?

5 Antworten

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Der Amtsarzt wird sich hauptsächlich auf die Atteste und Beurteilungen Deiner behandelnden Ärzte stützen. Diese Unterlagen sollten für Dich sprechen! Kläre das mit Deinen Ärzten. Am Besten Du bringst gleich fertige Unterlagen deiner Ärzte mit.

Da wirst du auf Herz und Nieren untersucht...und manchmal kommen scheinbar merkwürdige Ergebnisse raus. Ich durfte schon 2x zum Amtsarzt und kann dir sagen,daß der den Namen AMTsarzt nicht zu Unrecht hat...sprich:Er entscheidet fast immer das,was für das Amt am Günstigsten wäre,was die Untersuchung natürlich ad absurdum führt. Da werden alte ärztliche Unterlagen gerne mal ignoriert und sich auf den eigenen Eindruck verlassen,wenns dem Amt besser so in den Kram passen würde. Ein paar Beispiele von meinen Tests:Den Sehtest "durfte" ich ohne Kontaktlinsen machen...hab fast gar nix an der Tafel erkannt. Ergebnis war,daß aus -4dpt im Protokoll ein "normales Sehvermögen" wurde. Auf dem rechten Ohr kann ich keine höhen Töne mehr hören...laut Protokoll müsste ich aber ein Gehör wie ein Luchs haben. Ich bin mit ner verkrümmten Wirbelsäule auf die Welt gekommen und hatte vor ein paar Jahren ein paar Operationen daran,kann noch heute manchmal tagelang kaum laufen. Laut Amtsarzt habe ich aber nur "Verspannungen der Rückenmuskulatur".
Fazit: Erwarte nicht zu viel vom Amtsarzt, das Ergebnis fällt immer so aus,daß das Amt,welches dich hinschickt, Geld spart. Sprich:Wenn du wg. Frühverrentnung hin musst,könnte es glatt sein,daß der Amtsarzt dem zustimmt...allerdings kanns auch sein,daß die Rentenkasse dich gleich nochmal zu einem schickt,der genau das Gegenteil sagt.

das solltest Du besser alles mit einem Arzt Deines Vertrauens (Hausarzt?) vorher besprechen!

Der beste Weg ist natürlich bei der Wahrheit zu bleiben. Wenn es Dir schlecht geht und Du Schmerzen hast oder Krankheiten dann erkläre es dem MD!

Wenn Du in den Vorruhestand versetzt werden solltest, hat das sicher einen guten Grund. Nur Dein Arzt, der Dich kennt, kann Dir dabei behilflich sein.

So einen Fall kenne ich, wo der med. Dienst im Autrag der Arbeitsvermittlung feststellen sollte, daß ein 59 jähriger nicht mehr wg. seiner körperlichen Verfassung vermittelbar ist. Der med. Dienst bestätigte ihm seine Erwerbsunfähigkeit ( mit 59 Jahren )und schickte ihn auf die LVA. Das Ergebnis der Frühverrentung ( Rente mit 67 Jahren ) war unglaublich. Davon konnte er nicht leben, da hier erhebliche Abzüge gemacht werden. Und, wenn Du erst 50 Jahre bist und Deine Erkrankungen in % nur 30 ausmachen, dann bekommst Du echt zu wenig Rente. In meinem geschilderten Fall, ging es sicher nur darum, einen Arbeitslosen weniger in der Statistik zu haben. Der Betroffene hat sich selbst eine leichte Fahrertätigkeit gesucht, sonst hätte er nicht Leben können. L.G: Nordi

Schau mal hier:

http://www.arbeitsagentur.de/nn_26234/Navigation/zentral/Buerger/Behinderungen/Beratung/aerztlich/aerztlich-Nav.html

Hört sich doch gut an. Danke.

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