Was erwartet mich nach einer Prostata OP?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
  • Du leidest an einer ernsthaften gesundheitlichen Einschränkung und unterziehst Dich einem ernsthaften und gegebenenfalls weitreichenden operativem Verfahren. Du solltest Dich ganz dringend mehrere Tage vor dem Eingriff detailliert aufklären lassen und alles besprechen. Nur der behandelnde Arzt kann Dir ganz genau sagen, was gemacht werden wird und welche Komplikationen zu erwarten sind.
  • Leider ist es schon so, dass nach solchen Eingriffen an der Prostata postoperativ starke Schmerzen auftreten können. Hier muss mit dem Arzt vorher abgesprochen werden, wie weitreichend die schmerzstillende Behandlung gehen soll.
  • Es droht fast immer zeitweilige Inkontinenz, also Du wirst den Harn nicht halten können und eventuell Vorlagen oder Windeln benötigen. Fast immer ist nach einiger Zeit die Kontinenz ist wieder voll gegeben.
  • Relativ oft leidet die Erektionsfähigkeit, zumindest zeitweilig. Je nach Operationsmethode kann dies mehr oder weniger der Fall sein. Hier sollte vorher mit dem Arzt detailliert gesprochen werden.
  • Der retrograde Samenerguss ist fast immer zwingende Folge der Operation. Der Samenerguss richtet sich in die Blase und nicht mehr nach außen. Für manche Männer setzt dies den Genuss am Sex herab, obwohl der Höhepunkt selbst unverändert wahrgenommen wird. Aber die Ejakulation gehört natürlich für viele schon dazu und findet dann halt nicht mehr nach außen statt.
  • Natürlich ist eine solche Krankheit nicht schön und die Behandlung hat eben auch weitere Komplikationen zu Folge. Nun sucht sich ja niemand die Krankheit aus und Du wirst damit leben müssen. Du musst froh sein, dass eine solche Behandlung überhaupt möglich ist und dich von dem primären Leiden befreien wird.
  • Nichtsdestotrotz sollte mit dem Arzt detailliert besprochen werden, welche Folgen eintreten können und welche Operationstechnik die beste ist. Dies sollte definitiv nicht erst am Tag der OP erfolgen, sondern mit ausreichender Bedenkzeit vorher.

Du hast momentan schlimmere Probleme als einen trockenen Erguss. Kümmeere Dich um Deine Gesundheit, über das Überstehen der Operation bis zur Änderung Deiner Ernährung und allem was nötig ist. Viel Glück!

Zunächst bisweilen vielen Dank für die Antworten ,waren sehr hilfreich ! Der Urologe der die OP durchführen wird soll eine Kapazität auf diesem Gebiet sein . Habe erfahren,dass sogar weit aus dem Ausland Patienten zu dem kommen und von vielen seiten her bisher nur positive Resonanzen vernommen. Bin nur noch am überlegen welche Art der Narkose ich wählen soll !!?? Möglich wäre neben einer Vollnarkose ,eine Rückenmarkspritze ,nach der ich praktisch dem Arzt auf dem Monitor zusehen könnte ! Wegen des Apnoe wäre dies viell. besser,aber wie sieht es bei einer PDA mit den Bandscheiben aus ??? Außerdem weiß ich nicht ob ich dass nervlich aushalten würde ! Gehe ich dabei ein Risiko ein ? Welche auswirkungen wird die OP auf den noch unbehandelten Lesitenbruch haben ? Erwarten mich hier weiter zunehmende Schmerzen ? Welche postoperativen Behandlungen sind zu erwarten ? Geplant sei ein Krankenhausaufenthalt von einer Woche.... ist dass zu optimistisch bzw. sollte ich einen längeren Aufenthalt einplanen wegen wahrscheinlicher Komplikationen? im voraus schon mal vielen Dank für weitere Antworten !

Da bist du ganz schön jung für eine Prostata OP. Ich bin fast 56 habe auch starke schmerzen und Probleme beim Wasserlassen.Der Strahl ist dünn und bin etwas inko. Deshalb gehe ich nicht gleich zum Arzt .Ich hoffe du hast Deine OP gut überstanden. Hast du auch ein Gummi im Bett? Ohne dem müsste ich alle 8 Wochen eine neue Matratze kaufen . Lg Hans-Joerg 

also, meine Prostata Op fand im Nov. 2013 statt wie geplant. An und für sich habe ich die op gut überstanden,wobei das aufwachen nach der Vollnarkose sehr unangenehm war ,da ich glaubte meine Blase würde platzen, hatte sich nach 2 Stunden aber gelegt. Nach der ersten Visite sagte der Arzt zu mir, er mußte ungeplant noch eine sog. Turp-Blasen OP wegen der engen Harnröhre beifügen. Der Heilungsverlauf in den Wochen danach lief zunächst auch noch halbwegs zufriedenstellend . Vor der OP sagte man mir zu, ein sog.Ejakulations-Protektives Verfahren anzuwenden,wonach hinterher meine Potenzfähigkeit wiederhergestellt sein würde! Nach der OP behauptete der Urologe es sei alles zufriedenstellend bei der OP verlaufen und wie gepl. Ejak.-Protektiv Operiert worden !

Zu meinem entsetzen mußte ich jedoch letztlich feststellen,dass ich seit der OP keinen Samenerguss mehr bekomme ( nur noch Retrograd in die Blase möglich ) und ich somit leider zu den etwa 3 % der Op-Patienten gehöre bei denen sowas passieren könne !!?

Inzwischen haben sich auch wieder die anderen Probleme beim Wasserlassen wie vor der OP eingestellt und teilweise sogar schlimmer geworden !! Muß nun wieder Tabletten nehmen ( Tamsulosin )

Fazit : Die OP war völlig überflüssig und ein Griff ins KLo -alle Schmerzen und Plagen für die Katz und jetzt noch faktische Impotenz !! Hätte ich dass alles vorher geahnt hätte ich mir diese OP gespart !!

@Bohnenpeter

Hallo Bohnenpeter ,danke für die Antwort. Das tut mir leid das es mit der op nicht so gut war. Deshalb gehe ich nicht zum Arzt. Ich habe keine große Schmerzen.Da pullere weiter in meine Hose und ins Bett.Wenn ich impotent wäre und es spritzt nichts mehr raus das ist der größte Alptraum. Schöne Ostern und alles Gute Hans-Joerg

eine entfernung der prostata birgt risiken, am schlimmsten sind inkontinenz und impotenz. hoffentlich ist kein prostatakarzinom festgestellt worden.

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