Was bewegt einen Mann dazu, Gynäkologe zu werden?

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Witzeleien, die auf den Beruf des "Höhlenforschers" anspielen, werde ich mir verkneifen, solch ein Thema verdient es, dass man ohne Allgemeinplätze ans Werk geht.

Auch glaube ich nicht, dass Männer naturgemäß mit mehr "Liebe zum Detail" an diese Arbeit gehen, weil sie ein gesteigertes Interesse an Vaginas (bzw. Vaginae) haben.

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Natürlich kommt von Seiten mancher Frauen dann der Einwand, dass Männer doch gar nicht nachfühlen können, wie es ist, Regelschmerzen und dergleichen zu haben.

Aber muss ein guter Unfallarzt unbedingt mal ein gebrochenes Bein oder einen Metallbolzen im Oberarm stecken gehabt haben, um zu wissen, wie man dies behandelt?

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Mich stört hier ein wenig, dass bei diesem Thema der Unterton

"Die sind doch nur scharf darauf, Frauen in die Vagina zu kucken"

mitschwingt.

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Gynäkologen müssen auch - Pardon - "weniger reizvolle Damen" behandeln.

Bisweilen habe ich noch nicht ein Praxisschild eines Gynäkologen entdecken können, auf dem steht:

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"Bitte nur Privatpatientinnen unter 40 mit sexy Fahrgestell und untenrum rasiert"

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Außerdem ist Nacktheit für Mediziner alltäglich und wird sehr schnell zur Routine;

zumindest innerhalb der Praxis (hoffe ich doch für die Männer dieses Berufsstandes).

Tolle Antwort :) DH!

@KeiDynamite

die beste antwort hier, nach meiner meinung!

@KeiDynamite

Richtig! Kinderärzte sind ja auch nicht alle pädophil

wie gesagt, man soll die fragen!!! Aber es gibt unterschiedliche Antworten je nachdem wie lange gearbeitet wird. Die Frage war doch was einen Mann dazu bewegt... nicht was er nach 25 Jahre Praxis sagt!!!

@Dajana0120

Wer hat etwas von 25 Jahren Praxis geschrieben?

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Gynäkologen haben natürlich ein medizinisches Interesse am weiblichen Körper, sonst würden sie sich nicht für diese Fachrichtung entscheiden.

Mir ging es bei dieser Antwort darum, dass sie es nicht deswegen tun, um möglichst viele Frauen unten ohne zu sehen.

Die wissen von "vornherein", dass sie alle Frauen behandeln müssen. Unabhängig von Alter, Intimrasur, Körperbau oder allgemeiner Attraktivität.

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Einem Kinderarzt wirft man ja auch nicht zwangsläufig vor, dass er pädophil sei und den wenigsten (Fuß-)Orthopäden werden Fußfetische angedichtet.

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Ich behaupte, dass ein Mann, der sich auf Gynäkologie spezialisiert hat, keine sexuellen Hintergedanken dabei hat, sondern nur medizinisch am weiblichen Körper interessiert ist.

Die, die tatsächliche vorrangig sexuelles Interesse haben (wie in Deiner Antwort) dürften in der Minderheit sein.

@Buchfink

as ist ein ein Gynäkologe?

@Buchfink

Das "medizinische Interesse" beantwortet immer noch nicht die Frage, finde ich. Da du (berechtigterweise) das Interesse von Ärzten auch anderer Fachrichtungen ansprichst (Proktologe könnte man noch nennen...), wäre die Frage zu stellen, was liegt dem Interesse zugrunde? Da vermute ich, dass es unterschiedliche (persönliche) Gründe gibt. Ich könnte es nur für einige schwule Frauenärzte, die ich kenne, beantworten: Sie lieben und verehren ihre Mama und wollen sozusagen "an der Basis" für ihr und aller Frauen gesundheitliches Wohlergehen sorgen...

@caramello

Ein Gynäkologe begleitet im Idealfall eine Patientin durch ihre ganze Schwangerschaft.

Vielleicht ist er auch in die Planung involviert (nicht als Erzeuger, sondern als Berater versteht sich).

  • er berät seine Patientin, wenn sie den Kinderwunsch hat

  • er spricht ihr Mut zu, wenn es nicht geklappt hat

  • er zeigt ihr die ersten Ultraschallaufnahmen des Babys

  • er bereitet sie auf die Entbindung vor

  • etc. usw.....

Neues Leben auf die Welt zu bringen bzw. der medizinische Teil davon zu sein, wäre wohl eine sehr gute Erklärung dafür.

@Knorke

schau auf wikipedia

@Buchfink

Klar gibt's solche löblichen Fälle... mit so heheren Ansprüchen... Wo gibt's so'n Gyn? Den will ich gerne kennenlernen... Und nach wie vor - ich denke, der ist echt die Ausnahme. Und... man(n) kann Gyn eben nicht mit irgend einer anderen Fachrichtung vergleichen. Ein kleiner Blick in die Anthropologie mag da helfen...

@juliushensel

Viele Frauen sind da anderer Meinung.

Entweder gehen die lieber zu einem männlichen Gynäkologen, als zu einem weiblichen oder können sich zumindest nicht über die männlichen Frauenärzte beklagen .

Außerdem sind viele Ärzte (egal welche Fachrichtung) grobschlächtige Menschen, ohne Einfühlungsvermögen, die einfach den Beruf verfehlt haben.

Aber deswegen gleich ganze Berufsstände und Fachrichtungen zu verteufeln...

Deine Erfahrungen (und von mir aus auch Erfahrungen von Freundinnen, Schwägerinnen, Schwippschwägerinnen, Cousinen, etc.) sprechen sicherlich für sich, aber stellen dennoch die Ausnahme dar.

@Buchfink

Bzw. Ausnahmen....

@Buchfink

... und woher kennst Du die vielen Frauen, die lieber zu einem männlichen Kollegen gehen? Oder bist Du einer der männlichen Kollegen, dann musst Du ja die Fahne hochhalten ;-) ... Nix für ungut. Komischerweise fällt mir wirklich keine einzige Frau ein, die zu einem Mann gehen würde, und ich bin wirklich nicht kontaktarm! Hey, lassen wir das. 1:1 würde ich sagen... Das hilft nicht weiter. Aber, wenn Du Dich mit der Geschichte der Menschheit beschäftigst, und dem sehr alten, schon immer merkwürdig verschreckten Verhältnis von Männern zu weiblichen Geschlechtsteilen, zur weiblichen Sexualität, dann wird Dir so einiges offenbar. Warum musste denn Freud den Frauen einen Penisneid andichten (total absurd!), doch wohl nur als Äquivalent zum Gebärneid, den Männer nachweislich seit jeher hatten, und mitunter noch haben?!

@juliushensel

Wieso 1:1? Streiten wir etwa? Sieht für mich nicht so aus.

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Woher ich die vielen Frauen kenne? Lies mal die Antwort von "Funki1969" weiter unten, solche Antworten bekommst Du häufiger, oder blättere die passenden Seiten bei Gofeminin etc. durch. Es gibt mehr als genug Frauen, die entweder kein Problem mit männlichen Frauenärzten haben oder gerne zu einem Mann gehen. Meine Frau hat übrigens ebenfalls einen männlichen "Bei-Frauen-Untenrum-Doktor" und Beschwerden hörte ich bisweilen keine. Und auch das Phänomen, dass sich Freundinnen alle ihre Ärzte untereinander "herumempfehlen", greift auf diesen Mediziner.

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Hier mal ein paar Links, von Frauen, die lieber Ärztinnen bzw. Ärzte empfehlen. Sieht ziemlich nach Gleichstand aus.

http://www.optikur.de/community/thema/frauenarzt-frau-oder-mann

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061002095714AAgcgro

http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/403480/

http://www.netmoms.de/fragedestages/4749712

Und hier noch ein interessanter Bericht von FrauTV:

http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2008/1126/thema_03.jsp

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Gynäkologe bin ich keiner, wenngleich ich einen in der Familie hatte und deswegen keine Verallgemeinerungen mag. Ich möchte aber auch nicht ausschließen, dass es Ärzte gibt, die ursprünglich ein sexuelles Interesse an diesem Fachgebiet hatten und deswegen diese Wahl trafen.

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Penisneid halte ich genau wie den Gebärneid für Unfug. Ich möchte nicht gebären und Kinder für sich, kann ich mir für mich nicht vorstellen. Wieso also gebären?

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PS: Die meisten User, die mir für diese Antwort DH gaben, waren Frauen.

@juliushensel

Ich bin eine, die gerne zu ihrem frauenarzt geht, weil ich nur schlehcte erfahrungen mit den frauenärtzinnen gemacht habe! Heißt, dass ich nicht vernünftig untersucht worden bin. ;)

@Buchfink

Ich glaube, da trennen sich wirklich die Geister... Hängt davon ab, welche Erfahungen gemacht urden. Finde es trotzdem komisch, dass in unserem Kulturkreis (und das seit noch nicht all zu lange Zeit) Männer sich Fauen per Profession "unten rum" angucken dürfen. Gab es früher nicht und wäre in anderen Kulturkreisen völlig undenkbar. Warum? Weil wir ach so zivilisiert und aufgeschlossen sind?

@juliushensel

Eben. Es beruht alles auf Erfahrung.

Aber solange ein Teil der Frauen eher zu einem Arzt, denn zu einer Ärztin Vertrauen hat, ist es doch durchaus gerechtfertigt, dass Männer diesen Beruf ergreifen.

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Und wäre denn eine Handhabung wie in anderen Kulturkreisen unbedingt wünschenswert?

Geschlechtertrennung ist sicherlich auf öffentlichen Toiletten eine prima Sache, aber weibliche Patienten nur zu weiblichen Medizinern und männliche Patienten nur zu männlichen Medizinern, wäre ein gesellschaftlicher Rückschritt in einer aufgeklärten Gesellschaft wie dieser.

Und was ist mit lesbischen Gynäkologinnen; dürfen die so ohne weiteres Patientinnen untenrum ansehen?

@kitty19

Was hat man sich unter einer "vernünftigen" gynäkologischen Untersuchung vorzustellen? Fühlt sich die anders an?

@kitty19

ja, kann ich mir denken :D xD

@caramello

"Sie lieben und verehren ihre Mama und wollen sozusagen "an der Basis" für ihr und aller Frauen gesundheitliches Wohlergehen sorgen..."

Wie süß.

witzige Antwort , und wahr

DH ^^

150 DH's.. nice =D

Äußerst gute Antwort. Solche Leute brauchen wir hier!

nice.. respekt.. gibst dir ja mühe..;-))

Super geniale Antwort!!! DH

verstehe nicht, wieso diese antwort die beste sein soll...sie begründet doch gar nicht, WESWEGEN männer gynäkologen werden, sondern nur, asu welchen gründen nicht-.- echt schwach das publikum hier-.-

DIE ANTWORT HAT MEHR DAUMEN HOCH ALS DIE FRAGE HAHA

es ist ein job wie jeder andere. außerdem gibt es ja auch schwule in diesem beruf. man könnte zwar sagen manche machen ihr hobby zum beruf was ich aber einer frau gegenüber respektlos fände. ich denke sie tuen es um die anatomie besser zu verstehen

Ehrliche Meinung? Gut, (sensibles Thema, das)

Ich finde einen Arzt auf diesem Gebiet besser, als eine Ärztin. Warum? Ist feinfühliger, schlechte Erfahrung mit Ärztin gesammelt, war ziemlich ruppig, vor allem wenn man das 1. Mal hingehen muss.

Kann dir da nur zustimmen doch immer wenn ich ihn anschau Frage ich mich warum;)

@Kittymogul

hmmmmm, wäre doch mal ein Thema fürs Forum, nicht?

ich gehe lieber zu eine Ärztin als zu einem Arzt (bei mir waren immer die Ärzte ruppiger) Und wenn ich mal mit einer Ärztin unzufrieden bin, habe ich ja immernoch "freie Arztwahl" und such mir eine andere.

Ging mir ähnlich.

Hi. z.B. am schienenbein bekommt man auch eine beule woo sich ein blauer fleck befindet aaber die beule is nich so groß wie auf dem kopf weil auf dem kopf wenig hautschicht is. im gegenteil zum schienenbein is die doppelte schicht an haut bzw. fettschicht als auf den kopf.

Hm hast du meine Frage eigentlich gelesen?;-) ich frage nac dem Gyn und nicht wegen Beule am Kopf

Ich denke das ist eine Fachrichtung wie jede andere auch. Ich muss allerdings sagen, das ich lieber zu einem Mann gehe und weißt du auch warum? Ich habe mit beiden Erfahrungen gemacht und habe bei Männern, wesendlich mehr Verständis bekommen und sie sind auch Vorsichtiger bei der Untersuchung und sie erklären genauer. Bei einer Frau ist das zumindest bei mir anders gewesen.Da habe ich immer so den Unterton von, das weiß man doch aber herausgehört. Ich bin Froh das Männer diesen Beruf erlernen.

Vielleicht kommt das aber auch noch aus einer Zeit als, eben nur Männer Studieren durften und die Frauenwelt ist noch nicht so Etabliert?

@bublegum

Kenne eine Gynäkologin ( knapp 60 Jahre alt), die eigentlich gar nicht in die Gyn wollte, aber man sagte ihr damals: Mensch, das wäre doch toll, wenn neben der vielen Herren endlich auch mal die Damen Gynäkologie ausüben! Heute dürfte sich die Geschlechterverteilung in dem Fachgebiet die Waage halten, das war damals undenkbar!

Ich hab ähnliche Erfahrungen gemacht und ich gehe auch lieber zum männlichen Gyn - genau wie du es sagtest sie sind erklärungsfreudiger &vorsichtiger. Frauen, so meine 3Erfahrungen, haben öfter den Unterton "Stell dich nicht so an, da mussten wir alle durch" oder du erwischt mal ne "Schwester Rabiata".

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