Verhütung mit Gynefix-Unfruchtbarkeit?

3 Antworten

Guten Morgen, das Risiko einer "Unfruchtbarkeit durch GyneFix" gibt es im Grunde nur in der Theorie. Hierzu müsste es während der Einlage zu Komplikationen kommen, wie z.B. dass bei der Verankerung die Gebärmutterwand durchstoßen wird und es in Folge zu einer Entzündung des Unterbauchs kommt. Dieses Risiko besteht grundsätzlich auch bei "normalen" Spiralen. In der Praxis kommt soetwas eigentlich kaum noch vor. Das liegt auch daran, dass die Gebärmutter vor der Einlage genaustens vermessen und die Dicke der Gebärmutterwand bestimmt wird. Das erhöhte Infektionsrisiko wurde lang Zeit damit begründet, dass es durch den in die Scheide ragenden Rückholfaden zu aufsteigenden Infektionen des Gebärmutterkörpers sowie des entsprechenden Anhangsgebildes kommen kann. Diese Vermutung hat sich in lang angelegten Studien aber im Grunde nicht bestätigt. GyneFix ist eine Verhütungsform, die sich auf Grund der Lage und Form in der Gebärmutter gerade auch für junge Frauen eignet. Bei jungen Frauen, die noch keine Kinder bekommen haben, kann auch eine EInlage in Kurznarkose Sinn machen. Das Schmerzempfinden ist immer sehr verschieden, so dass man das für sich entscheiden sollte. Bis zum 20. Lebensjahr hat man auch den Vorteil, dass die Krankenkasse im Regelfall für einen Großteil der Kosten (ca. 250 Euro) aufkommt. Ich würde daher durchaus auf GyneFix zurückgreifen. Aus welchem Bereich von Deutschland kommen Sie denn?

Ich selbst trage die GyneFix schon seit über einem jahr und bin sehr zufrieden!!! Zu deiner angst der Unfruchtbarkeit!...diese kann ich nicht bestätigen und ich habe mir damals selbst wissenschaftliche Studien dazu aushändigen lassen! Das Infektionsrisiko ist mit den neuen modernen Spiralen heute nicht mehr gegeben (damals in den 1970er Jahren sorgte das Dalkon Shield, eine der ersten Spiralen, leider für diesen Mythos - diese hatte einen Doppelfaden der zu einer Kordel gewickelt war - somit konnten Bakterien dort ganz leicht aufsteigen) - Die heutigen Fäden bergen diese Gefahr nicht mehr! Ganz wichtig jedoch: Eine SPirale aber auch die Pille verhüten keine Geschlechtskrankheiten, also sollte man natürlich bei wechselnden pARTNERN trotzdem ein Kondom verwenden! - Sonst ist das Infektionsrisiko groß. Des weiteren spricht man von Unfruchtbarkeit im Zusammenhang mit einer Perforation. Dies geschieht u.a. durch die T arme der Spirale, die sich durch die Gebärmutterwand bohren können oder die Eileiter durchbohren können (da sie meist für junge Frauen zu groß ist). Genau das kann aber bei der Kupferkette nicht passieren!!!! Auch durch das Entfernen entstehen keine Verletzungen an der Gebärmutter. Auch wichtig: Gehe zu einem erfahrenen GyneFix Arzt! Dieser wird dich am besten aufklären können und am besten behandeln! (diese findest du unter verhueten-gyxnefix.de). Vor der Einlage sollten alle Voruntersuchungen gemacht werden (inkl. Ausschluss schon bestehender Infektionen - diese sind die Huaptursache unter einer Eileiterentzündung unter Spirale - da durch die Einlage eine bereits bestehende Infektion in die Gebärmutter gebracht wird).

Ich hoffe ich konnte dir die Angst etwas nehmen! Anbei ein Video zum Thema uind wenn du mehr Fragen hast, frag einfach!:

Ich persönlich kann deine Argumente mit der Pille total verstehen. Diese blöden Hormone! Seit einem Jahr habe ich jetzt die Kupferspirale und bin aber leider auch damit nur mäßig zufrieden. Was die Gefahr der Unfruchtbarkeit angeht, sind da kaum noch Risiken. Klar, es kann immer zu Infektionen kommen, aber du kennst deinen Körper und wirst wissen wann Handlungsbedarf ist, sodass es in den wenigsten Fällen zu einer Unfruchtbarkeit kommt - mit Antibiotika wird den Entzündungen ja entgegen gewirkt. Allerdings wirst du auch hier in diversen Foren Horrorgeschichten zu lesen bekommen - ist ja klar! Die Gynefix ist von allen Verhütungsmethoden eine der sichersten. Was mich an dieser Art Verhütung stört (das weiß ich aber erst jetzt, nachdem ich sie ein Jahr lang habe) ist, dass man wenig bis keine Kontrolle hat. Sitzt sie noch richtig? Ist alles ok? Das widerrum soll ja bei der Gynefix noch viel sicherer sein, da sie in der Gebärmutter verankert wird, die Spirale ist nur "eingeklemmt". Glaube, letztendlich musst du auf deinen Bauch hören. Alles hat immer Vor und Nachteile. Garantien gibt es nicht.... Viel Glück bei der Entscheidung und alles Gute :-)

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Bei so einer Entscheidung nimmt man sich die ganzen Horrorgeschichten im Internet natürlich sehr zu Herzen... Kann man das Risko der Unfruchtbarkeit durch häufige Kontrollbesuche beim Gynäkologen verringern? Und sind Infektionen das einzige and er Gynefix, dass die Sorge um Unfruchtbarkeit verursacht oder ist auch das legen selbst oder das Entfernen eine Gefahr?

@lulupat

Die Lage von GyneFix sollte halbjährlich per Ultraschall kontrolliert werden und kann dann auch perfekt mit dem halbjährlichen Krebsabstrich verbunden werden. Eine halbjährliche Kontrolle ist völlig ausreichend. Nach der Einlage von GyneFix ist das Infektionsrisiko nicht merklich höher, als ohne GyneFix. Eine Unfruchtbarkeit ist dann nicht zu befürchten.

@lulupat

Sorry wegen dem späten Kommentar, wenn ich mir das nochmal durchlese würde ich dir wirklich von dem Spiralenzeug abraten. Du musst schon echt total dahinterstehen. Leider kann man ja in seinen Körper nicht reinsehen und ich merke, dass du dir viele Gedanken machst. Wenn du bei jedem Zwicken oder Ziehen dann denkst, dass die Spirale verrutscht ist, oder etwas nicht in Ordnung ist, dann geht das auf Dauer richtig an die Substanz. Ich habe seit einem Jahr die Spirale und trotz der hohen Sicherheit dachte ich schon 3 mal, dass ich schwanger sein könnte. Weil der Körper einen da manchmal Streiche spielt. Vielleicht besprichst du das mal mit deinem Frauenarzt; mach nichts was dich unnötig Nerven kostet - das Leben is schon anstrengend genug! Alles Liebe!

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