Soll man eine Hallux Valgus-Operation möglichst lange hinausziehen?

5 Antworten

Hallo zusammen, ich bin 50 Jahre alt, männlich, normalgewichtig, Nichtraucher und gesund. Mein Hallux valgus ist erblich, d.h. meine Mutter hat ihn wie meine Tochter auch. Ich bin etwas sportlich und schwimme gerne. Ich habe nie zu enge Schuhe oder Schuhe mit hohen Absätzen getragen! Seit 5 Jahren und nur am linken Fuß hat die Verformung des Großzehengrundgelenks immer stärker zugenommen. Vor einem halben Jahr hatte sich das Gelenk entzündet, der Fuß ist stark angeschwollen, sehr schmerzhaft und Diclophenac hatte nicht geholfen. Eine Woche später war ich beim Orthopäden. Eine Röntgenaufnahme hat gezeigt, daß bereits eine Arthrose vorliegt. In dieser Situation ist eine OP unumgänglich.. Das gute ist: Man kann die OP planen, d.h. den AG und sich selbst darauf vorbereiten. Das Tragen des Vorfußentlastungsschuhs ist ein Muß. Dieser Schuh hat eine hohe Sohle im Fersenbereich und ist vorne offen (also nix für schlechtes Wetter!). Ich habe den Schuh nach der OP zwei Wochen verwendet (rechts einen Winterschuh mit ausgleichend hohen Absätzen), anschließend Sandalen und beim Laufen den linken Vorfuß nicht belastet. Zur OP: Ich wollte Vollnarkose und ich hatte Vollnarkose. OP Dauer 40 Min. - scheint Standard zu sein. Stationär 2 Tage wg. Schmerzbehandlung - und die ersten 2 Nächte waren heftig. Nach der Entlassung zu Hause im Bett die Füße hochgelegt und nachts ganz flach geschlafen. Nach der Entlassung keine Medikamente mehr. 3 Wochen arbeitsunfähig - das war auch ganz OK, weil der Fuß beim Laufen anschwellen kann und dann schmerzen kann. Die ersten 14 Tage TV total, alle Kanäle rauf und runter - ich bin jetzt bestens informiert! Die Fäden wurden nach 10 Tagen gezogen, danach konnte ich endlich wieder normal duschen. Nach 2 Wochen war ich am Badesee im Sand laufen, das war angenehm. Nach 3 Wochen trage ich immer noch Sandalen, die OP ist super verlaufen und verheilt, ich habe keine Schmerzen. Die Bewegungsfähigkeit von Fuß und Zehen ist gut, ich werde mich aber noch etwas schonen. Fazit: Die OP im Sommer war gut, der Fuß war nie sehr geschwollen, aber Vorfußentlastungsschuh und Sandalen sind was für den Sommer. In den ersten Nächten tut der Fuß weh, danach ist es erträglich. Ich denke, solange man noch (relativ) jung ist, steckt der Körper den Eingriff gut weg. Ich hatte hier auch gelesen, daß manche nach 6 Wochen noch Schmerzen haben. Da ich keine Schmerzen habe schließe ich daraus, daß die OP dann nicht so gut verlaufen ist. Ich würde mir dann Rat bei einem anderen Orthopäden einholen - anhand der Röntgenaufnahme kann man (laut meinem Arzt) das Ergebnis ziemlich gut beurteilen.

Ich bin 54 Jahre alt und hatte mich im April dazu druchgerungen meinen Hallux operieren zu lassen, weil ich durch die Schiefstellung des Großzehs daneben noch einen Hammerzeh bekommen hab, sodass geschlossene Schuhe seit Oktober letzten Jahres bei längerem Tragen doch zur Qual wurden. Am 7.7. 2011 war es dann soweit. Man operierte mich nach DuVries/McBridge, eine basisanahe Open - Wedge- Osteotomie mit Fixation durch eine Stegplatte incl 4 Schrauben und am 2. Zeh nach Hohmann wo da das Grundgelenk entfernt wurde. Die Op dauerte etwa 40 min und ich war sofort wieder wach und OHNE jegliche Schmerzen, da der Operateur mir meinen Fuß mit einer Nervenblockade schmerzfrei gelegt hatte, die ca 20 std anhielt. In der Nacht lies ich mir Novamin geben und nach 2 std nochmal Ibuprofen ( hätte mir auch Dipi spritzen lassen können, was mich sicher schmerzfrei " abgeschossen" hätte. Ab dem nächsten Tag bekam ich 3mal tgl 1Tbl Diclofenac und 1 Novamin, wovon ich aber nur Diclo genommen hab. Mit dem Toilettenstuhl ( natürlich ohne Unterbau) bin ich an dem Tag schon im Kh rumgedüst , was auch zur Belustigung des Personals diente, da ich halb rückwärts doch so ziemlich schnell von der Stelle kam. Ich hatte allerdings auch einen sogenannten " Anhalterzeh" anstelle des Hammerzehs, der förmlich in die Luft stand. Am 2. Tag nach der Op hab ich nur noch am Morgen eine Schmerztbl genommen , bekam nach dem Verbandswechsel einen Vorfußentlastungsschuh und Krücken und konnte nach der Rötgenkontrolle das KH verlassen. Die ersten 2 Tage zu Hause hab ich die Krücken noch benutzt, dann bin ich ohne durch die Wohnung gehumpelt . Schmerzmittel hab ich nur 1 am Tag genommen aber auch nur Diclo weil es abschwellend und entzündungshemmend ist. Dazu hab ich von Anfang an Arnica und Traumeel genommen. Nun sind es 3 Wochen her und ich laufe mit dem Schuh recht gut und ohne Schmerzen. Die 14 Fäden sind in 2 Etappen gezogen worden immer einen um den anderen mit 3 Tagen Pause dazwischen . Ich habe immer wieder gekühlt, den Fuß hochgelagert , aber an manchen Tagen ist er immer noch recht angeschwollen, was auch wohl auch daran liegt, dass ich meinen gesamten Haushalt doch seit 1 woche schon wieder allein schmeiße. Es geht zwar langsam und es ist recht anstregend für den Rücken, aber mit einem NOrmalschuh am nicht operierten Fuß, dessen Sohle ungefähr die gleiche Höhe hat wie der KLumpschuh ist es zu schaffen. Ich habe von Anfang an breit gewickelt und seit ein paar Tagen einen Pflasterzügelverband angelegt , ebenso die Mullbinde darüber mit Gegenzug auf den Großzeh. Mein Arzt war davon ganz begeistert. Nachts lege ich auch den Schuh nicht mehr an um zur Toilette zu gelangen,( weil ich zu faul dazu bin) sondern "laufe" mit voller Belastung nur auf der Ferse, was ich eh von Anfang an durfte mit dem Schuh. Nun bin ich gespannt , wie der Fuß nach weiteren 3 Wochen aussehen wird. Laut Röntgenbilder hat sich die OP vollkommen gelohnt und ich würde sie jederzeit wieder machen lassen. Ich freue mich auch schon auf nächstes Jahr, wenn ich endlich mal schicke Sommersandaletten tragen kann , ohne eine " Zwiebel" oder einen krummen Zeh zu haben. Der "Anhalterzeh" hat sich auch schon brav in sein " Bett" gelegt, dort , wo er hingehört.

hallo aespo!

Ich bin 15 jahre alt und hatte im märz eine Halux valgus op . ich hatte schmerzen deshalb wurde mir geraten das zu tun. ich war zuerst unter lokal narkose, spürte aber jede einzelne arbeit am knochen. nach paar schmerzensschreie hat man mich dann unter vollnarkose gestellt. meine frage an Sie ist: wie gehts deinem fuß jetzt? meiner tut immer noch ziemlich weh. ich habe eine schraube drinnen und kann die zehe immer noch nicht ohne schmerzen 90grad umbiegen... ist das bei Ihnen auch so? liebe grüße jacky

@Jacky1908

hey, ich bin auch 15 und hab das vor mir!

hallo zusammen, ich plage mich auch schon seit ca. 10 Jahren mit Schmerzen rum ,Hallux Galus an beiden Füßen und Hammerzeh am rechten Fuß.Ausserdem muss ich meine Schuhe immer eine Nr. größer kaufen ,weil der rechte Fuß verformt ist und ein Zeh über einem offenen Schuh hängt....trage schon ewig keine offenen Schuhe mehr draußen, bin wirklich neidisch auf andere Frauen, ich bin jetzt mit 52 Jahren an dem Punkt, wo ich mich operieren lassen möchte , mag so nicht mehr.Ich hoffe, ich falle nicht so lang im Job aus.Einen Termin beim Orthopäden hab ich am 16.08. wegen meiner linken Hüfte,( Bein kürzer) ,da werd ich das auch direkt ansprechen..Möcht auch mal wieder schmerzfrei sein und mit Lust und Laune Schuhe kaufen gehen.

also wenn ich mal was dazu sagen darf ich bin 17 jahre und habe den hallux walgus von meinem papa vererbt bekommen und habe auch schmerzen mein dad wurde ende des letzten jahres operiert und er bereut es nicht ...gut bei ihm gabs komplikationen jedenfals steht mir meine op in drei wochen bevor aber ich werde es auf jeden fall machen lassen denn die schmerzen die man mit dem hallux hat sind echt haftig ...also ich würde jedem empfehlen nicht so lange zu warten bbis man es vor schmerzen kaum aushällt...

Meine Operation hatte ich am 19.01.2010 ambulant unter Vollnarkose. Mir geht es außer der Einschränkung mit dem Entlastungsschuh blendend. Schmerzen habe ich keine, die einzigen die ich hatte, waren am Anfang von den Nebenwirkungen der Schmerztabletten. Die habe ich dann nach zwei Tagen abgesetzt. Die ersten drei Wochen war ich krank geschrieben und hatte zwei Wochen einen Kompressionsstrumpf. Dann konnte ich wieder arbeiten (Büro). Etwas aufpassen muss man schon, damit der Fuß nicht anschwillt. Nächste Woche sind die sechs Wochen rum und es wird das Metall entfernt. Mein zweiter Fuß kommt definitiv auch dran, denn solange der Hallux noch nicht so ausgeprägt ist, sind die Heilungschancen - ohne Schmerzen - wahrscheinlich besser. Bin kein Doktor, könnte ich mir aber vorstellen. Mir haben auch einige Leute direkt oder in Foren Angst gemacht, aber die wahr total unbegründet !! Ich denke bei ausreichender und guter Beratung bei einem "Orthopäden des Vertrauens" kann nichts schiefgehen.

Jetzt möchte ich mich auch gerne zu diesem Thema äußern, da ich endlich endlich Ende April meine erste Op hinter mich gebracht habe. Man sollte dazu wohl allerdings sagen, dass ich erst 20 bin. Ich warte schon seit Jahren auf diese Op, da ich meinen Hallux bzw. Halluxe ^^ schon seit ich ca. 9 bin habe, sprich erblich bekommen habe. Meine Eltern bzw. mein Vater waren immer der Ansicht das braucht es nicht stell dich nicht so an. Mir haben jedoch kaum Schuhe gepasst, alle waren viel zu eng (zumindest im Hallux Bereich, denn ich habe an sich sehr, sehr schmale Füße, was es natürlich nicht leichter gemacht hat), ich hatte ständig Fußschmerzen, konnte absolut nie auch nur ein bisschen hohe Schuhe tragen (und ich bitte euch ich bin 20 wer möchte das da nicht ?!) und konnte nach einem langen Tag wirklich kaum mehr gehen, ständig alles wundgescheuert und entzündet. Offene Schuhe habe ich jedoch so gut es ging immer vermieden, da ich nicht wollte das mit immer alle Leute auf die Füße starren und mich schon fast angeekelt fragen "was ist DAS denn ?" Anfang diesen Jahres habe ich dann wie gesagt für mich den Entschluss gefasst das durchzuziehen. Ich habe mich ambulant im Krankenhaus von meinem Orthopäden operieren lassen (nach Chevron, sprich ich habe jetzt auch Schrauben drin), konnte also am frühen Abend schon wieder nach Hause. Nach der Op ging es mir sehr gut, da ich eine Nervenblockade bekommen hatte, ich spürte den Fuß nicht. Nun muss man aber ehrlicherweise schon sagen, dass die Zeit danach kein Zuckerschlecken war. In der ersten Nacht ich wirklich ich muss sterben vor Schmerzen, keine Tabletten haben da mehr geholfen...Ich durfte ca. 1 1/2 Wochen überhaupt keine Belastung auf den Fuß legen, man kann nicht duschen und darf nicht in die Sonne. Ich bin im Prinzip nur auf der Couch gelegen, hab den Fuß hochgelegt und gekühlt was das Zeug hält...Nach den 1 1/2 Wochen habe ich dann einen speziellen Entlastungsschuh bekommen mit dem ich dann (natürlich immer noch nur mit Krücken) gehen durfte. Das fiel mir anfänglich recht schwer da ich schon richtig das Gefühl für den Fuß und das gehen verloren hatte. Nach 2 Wochen wurden mir dann die Fäden gezogen und die Verbände und Plaster kamen ab, ich durfte auch wieder Wasser daran kommen lassen, eine Wohltat ! Bis vor ca. 1 -2 Wochen bin ich immer noch auf Krücken gegangen und auch jetzt fällt mir das gehen noch recht schwer, da ich den Fuß sprich eben das Gelenk noch nicht richtig abbiegen kann, ich kann auch nur Flip-Flops anziehen, nicht einmal Hausschuhe gehen, ich komme nirgends rein, es ist immer noch recht geschwollen. Für die Nacht habe ich seit kurzem eine Schiene, diese sorgt dafür das der Zeh gerade bleibt und sich nicht wieder verschiebt. Die Schrauben werden in ca. 1 Jahr rauskommen. Mein Fazit ist, obwohl es teilweise unendlich weh tat und immer noch öfter weh tut, ich immer noch nicht wieder 100% gehen kann und alles doch recht umständlich war bereue ich es keine Sekunde und hoffe sobald wie möglich den zweiten Fuß auch operieren lassen zu können ! Leider kann man hier keine Bilder anfügen sonst hätte ich vorher nachher Fotos angehängt - der Unterschied ist gewaltig !

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