Sind helle Brötchen aus dem gleichen Teig wie Weißbrote?

5 Antworten

Das ist keine Frage der Logik... nicht mmer heißt die kleine Variante einer Sache nach der großen. Ein kleiner Berg heißt ja auch nicht "Bergchen" sondern Hügel. :-)

Mit logischen Argumenten kannst du nicht erklären, warum etwas wie genannt wird, diese Debatte wirst du immer verlieren. Hier sagt man Rundstück und Schrippe - und wenn du in ganz Deutschland sammelst, findest du noch viel, viel mehr Bezeichnungen. 

Und zum Teig: Im Prinzip bestehen Weißbrot und Semmeln/Brötchen/Schrippen aus einem ähnlichen Teig - im wesentlichen Weizenmehl, Wasser, Hefe und Salz. 

Wenn du aber ein aufgeschnittenes Weißbrot und ein aufgeschnittenes Brötchen/Schrippe/Semmel vergleichst, dann wirst du feststellen, dass sich die Krume (also das weiße in der Mitte) unterschiedlich anfühlt. Das liegt nicht nur an der Größe und der Backdauer, sondern auch an dem genauen Mischungsverhältnis der Zutaten und der Teigführung. Eine Semmel/Schrippe/Brötchen aus reinem Brotteig wäre zu fest, umgekehrt wäre ein Brot aus dem anderen Teig zu fluffig, zu sehr voller Löcher und einfach nicht gut zu schneiden. 

Es ist also nur fast dasselbe. 

Theoretisch ist es derselbe Teig. Nur die Zusatzstoffe sind mitunter unterschiedlich je Region/Brot. Liegt daran, dass es je Region durchaus unterschiedlich sein kann wie man das Brot dort gerne isst (eher krustig, eher weich, eher glänzend,...)
Ich backe mein Brot oft selbst und nehme denselben Teig. Das Wort "Semmel" stammt meines Wissens aus Österreich - hier wurde schon immer "Semmel" gesagt. Nur in den Einkaufszentren scheint es grade immer moderner zu werden, es Brötchen zu nennen. Früher gab es hier für jede Art Brot eine eigene Bezeichnung - genauso wie jede Wurst ihren Namen hatte. Das Alles verschwimmt im Moment immer mehr und wird zum Namenseinheitsbrei.
Der Wortstamm von "Semmel" ist simila - was soviel heißt wie „fein gemahlenes Weizenmehl; daraus gebackenes Brötchen“. Das Wort selbst wurde aus einer orientalischen Sprache übernommen. Es ist also eigentlich beides richtig und "nur" Regionsbedingt verschieden.

Der Teig ist im Grunde identisch.

Das ist aber nur eine Frage des Dialekts denke ich. Bei uns in Bayern ist alles eine Semmel. Da fallen nicht nur die hellen Brötchen darunter. Es gibt auch Vollkornsemmeln, Roggensemmeln, etc. pp., die alle einen anderen Teig haben als ein Weißbrot.

Das ist regional unterschiedlich. Was sonst "Brötchen"  sind, also Spitzbrötchen  oder Kaiserbrötchen, in Berlin Schrippen... sind in Bayern Semmeln. Der Teig ist derselbe wie für Weißbrot: Mehl, Wasser, Hefe, etwas Salz und Fett.

Aber es gibt auch Vollkorn- und Roggenbrötchen, die eine ähnliche Form haben. Kleine Brote eben. Anders herum kann Semmel auch ein Rosinenbrot sein...

Es ist also einfach nur eine regional unterschiedliche Bezeichnung für alles mögliche.

Semmelnknödel gibt es vorwiegend im Süden, daher werden die ben so genannt.

Ansonsten sind es eben auch Serviettenknödel (wegen der Art der Herstellung) oder sogar Brotklöße...


Also in Bayern sagt man immer Semmeln sonst outet man sich als Nicht Bayer :-). Helle Semmeln (Kaisersemmeln z. b.) u Weißbrot sind aus Weizenmehl.

Keana

Was möchtest Du wissen?