Nebenwirkungen einer Tinnitus-Behandlung durch Kortison-Infusion?

4 Antworten

Ein leider selten thematisiertes Nebengeräusch hoher Kortisongaben ist die Störung des Kurzzeit-Gedächtnisses. Ich bekam wegen Hörsturz 500mg/tgl. gespritzt. Die bekannten Nebenwirkungen verschwanden leicht verzögert mit dem Ausschleichen der Therapie. Danach passierte so 'was wie dass ich vor der Bäckerei stand und nicht mehr wusste, was ich da wollte... Später konnte ich in einem Fachmagazin lesen, dass Kortison auch gegeben wird, um z.B. bei Intensivbehandlungen das Ausbilden chronischer Traumata zu verhindern. Aha! Bis dahin spielte ich mit dem Gedanken "midlife-dement" zu sein;-)

Da die "Cortison"-Therapie bei Tinnitus in der Regel nur über etwa eine Woche durchgeführt wird, ist nicht mit dauerhaften Nebenwirkungen, wie z.B. dem Cushing-Syndrom zu rechnen. Vorübergehend kommt es zu Wärmegefühl, Schlafstörungen, Hautrötungen, Gereiztheit, Antriebsteigerung, erhöhtem Blutdruck und verstärktem Appetit. Mit dem Absetzen der Therapie verschwinden diese Nebenwirkungen rasch.

Ich habe schon mehrere Patienten versorgt, die eine Infusionstherapie mit Cortison gegen Tinitus bekommen haben. Es hat eigentlich nie Nebenwirkungen gezeigt. Man geht ea nach dem Stennert-Schema vor (hoffe ich habs richtig geschrieben). Da fängt es mit einer relativ hohen Dosis an, die aber in Kochsalzlösung verdünnt wird und per Infusion verabreicht wird, die Dosis wird jeden Tag geringer und am Schluß wird es nur noch in Form von Tabletten verabreicht und auch da wird die Dosis geringer bis man es garnicht mehr nimmt. Hat bisher eigentlich jeder gut vertragen, bei dem ich es angewendet habe.

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