Muss ich meinen Hund über die Regenbogenbrücke gehen lassen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Verhalten deines Freundes ist ein Hilfeschrei, er hat Schmerzen und versteht die Welt nicht mehr. Deine Gedanken, ob er noch ein glückliches Leben führt, kann ich voll nachempfinden - ich stand vor genau einem Jahr vor der selben Entscheidung und habe im Sinne meines kleinen Freundes entschieden und ihn schweren Herzens gehen lassen. Und ich weiß das es richtig war. Lass ihn seine letzte Reise antreten, er wird für immer in deinen Herzen bleiben. Viel Stärke und Glück wünsche ich dir!

Ich befürchte fast, dass der Tumor gestreut hat, und dadurch auch Bereiche des Gehirns in Mitleidenschaft gezogen werden. Diese Unberechenbarkeit, innerhalb von Sekunden ist bei solchen kranken Tieren oft der Fall. Die Entscheidung über " Leben " und Tod deines Hundes mußt Du aber allein treffen. Sicher ist aber, das dieser Zustand sich nicht mehr ins Positive verändern wird.

Da sagst du etwas sehr Wahres! Leider :-(

Ich mußte vor 4 Wochen die ultimative Entscheidung treffen. Zwar unter anderen Vorzeichen, aber eben auch tumorbedingt.

Wenn der Tumor gestreut hat und das Hirn betroffen ist, wonach es sich sehr stark anhört, würden dir bildgebende Verfahren das nur bestätigen. Die nächste Frage wäre dann, ob ein möglicher Tumor im Gehirn operabel wäre, welche Konsequenzen alleine aus der OP resultieren und ob dein Schatz das überhaupt überleben würde.

Es wären weitere Kosten, die eigentlich unnötig sind. Ich weiß es aus eigener Erfahrung, auch ich habe keine Kosten und Mühen gescheut, ich hätte für das Leben meiner Hündin meine Seele verkauft. Ich hoffe sehr, daß du ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu deinem TA hast. Gemeinsam werdet ihr die Entscheidung wohl treffen.

Wenn der Körper tumorbedingt verrückt spielt, oder sich das Verhalten so massiv verändert, daß es irreversibel ist und der Umwelt schadet, gibt es keinen anderen Weg, als den Hund gehen zu lassen. Das war bei uns leider ebenso.

Ein glückliches Leben kennst du, du weißt genau, wie es auszusehen hat. Du hast es viele Jahre zusammen mit deinem Hund erlebt und gelebt. Was jetzt ist, ist selbst unter höchstem Selbstbetrug nicht mehr als glücklich zu bezeichnen. Das weißt du sicherlich genauso. Wie jeder Hundehalter, dem sich das Herz zusammenkrampft, wenn er seine treue Seele in einem unhaltbaren Zustand sieht.

Schau deinem Liebling in die Augen, in einem Moment, wo er klar ist. Er wird es dir sagen. Habe ich auch immer angezweifelt, bis mich zwei Augen ansahen und ich Bescheid wußte.

Es ist unglaublich hart, es hinterlässt Fragen, die niemand beantworten kann. Es kann dich im Nachhinein noch lange quälen. Aber bei nüchterner Betrachtung, rein medizinisch gesehen, wird die korrekte Antwort immer Bestand haben.

Es ist die schwerste Entscheidung im gemeinsamen Leben zwischen Mensch und Hund. Ich drück dich in Gedanken und wünsche dir viel Kraft für das, was vor dir liegt.

Herzliche Grüße

Hallo Michi !! Das war eine traurige aber gute Entscheidung. Auch das ist Tierliebe, wenn man dem Hund weiteres Leid erspart. Es ist schlimm genug, wenn ein Mensch so eine schwere Krankheit bis zum Ende erleiden muß.

Hallo JulevonWelt,

ich kann mit dir mitfühlen und kann nachvollziehen, was in dir so vorgeht - ein geliebtes Tier gehen lassen zu müssen, mit dem man/frau sooo lange zusammen war, fällt nie schwer.

Hat dein Tierarzt mal geschaut, ob der Tumor streut und sich womöglich Metastasen im Körper gebildet haben?

Bei einem meiner Kater war das ähnlich: Der hatte Darmkrebs und seine Krankheit ging über 3,5 Jahre.

Zuerst bekam er Durchfall, das besserte sich dann wieder. Nach etwa einem Jahr kam das wieder, dann wieder Ruhe und Besserung. Dann kam es nach etwa 10 Monaten wieder ...

Irgendwann war es so, dass er seine Bewegungen nicht mehr kontrollieren konnte und mich dann auch 2 x richtig gebissen hat (so, dass es blutete) oder mangels Koordinationsfähigkeit auch oft durch den Futternapf lief (so richtig durch das geliebte Futter mit Sauce). Es war nämlich so, dass der Tumor auch Metastasen gebildet hatte und dann nach einiger Zeit auch die Nerven befallen hatte.

Am Ende war er soweit, dass er seine Hinterläufe nicht mehr bewegen konnte und ich ihn dann auf die weite und lange Reise schicken musste.

Vielleicht ist es ja bei deinem Hund auch so, dass der Tumor seine "Satelliten" ausstreut und diese Metastasen dafür sorgen, dass sich sein Verhalten so gravierend verändert hat.

Du solltest unbedingt den Doc mal danach fragen - und ihn auch fragen, ob er es so sieht, deine Fellnase auf diese letzte Reise zur Regenbogenbrücke zu schicken.

Ich wünsche dir viel Kraft und vielleicht doch noch ein paar schöne Tage, Wochen oder gar Monate mit deinem vierbeinigen Kumpel!

Liebe Grüße

ichausstuggi

Aber ist das für ihn wirklich noch ein Glückliches Leben.??

Ich vermute er reagiert aus Selbstschutz so aggressiv. Durch seine Erkrankung fühlt er sich wohl auch geschwächt, so dass er zu dieser Maßnahme (Aggressionsverhalten) greift.

Sicherlich würde er sich an die neuen Umstände (Maulkorb, Leine etc.) gewöhnen. Aber wie er sich Zuhause verhält und auch Freude zeigt, kannst nur Du beurteilen.

Du allein kannst und solltest entscheiden, ob die Zeit gekommen ist, ihn gehen zu lassen.

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