Methadon

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Methadon ist ein vollsynthetisch hergestelltes Opioid mit starker schmerzstillender Wirksamkeit.

Methadon wirkt ähnlich wie andere Opiate, wie Heroin oder Codein. Die Wirkung, die Methadon auf die einzelnen Personen hat, kann allerdings sehr unterschiedlich sein und hängt stark vom jeweiligen Stoffwechsel ab. Im Vergleich zu Heroin bekommt man beim trinkbaren Methadon allerdings keinen "Kick" und es dauert länger, bis man die Wirkung merkt.

Nach der Einnahme dauert es ca. 1/2 Stunde bis zum Wirkungseintritt. Nach ungefähr 4 Stunden ist der Wirkungshöhepunkt erreicht und die mittlere Wirkungsdauer liegt bei 25 Stunden, weshalb Methadon auch zur Substitution eingesetzt wird.

Methadon hat eine sedierende Wirkung und führt zu einer starken Abhängigkeit, Hyperhidrose (starkes Schwitzen), Konzentrationsstörungen, Euphorie, Miosis, Schlafstörungen (bei manchen Patienten nur bei Entzug des Medikamentes), selten Tachykardie, Hypotonie sowie Verstopfung, da es wie alle Opiate darmlähmend wirkt. Außerdem kann Methadon, wie alle Opiate, zum Harnverhalt vor allem durch Tonuserhöhung der glatten Muskulatur von Harnwegen und Blasensphincter führen. Weiterhin auftreten können Atemdepression, d.h. der Atemantrieb wird reduziert. Und bei Langzeiteinnahme Lymphozytose, Hyperprolaktinämie, Hyperalbuminämie, Konzentrationserhöhung der Globuline im Blut.

Nicht unerheblich ist die als Nebenwirkung entstehende Antriebslosigkeit, oftmals gepaart mit depressiven Schüben und verschiedenen Gemütszuständen, Alkoholmissbrauch und eine nachlassende (oft nicht mehr vorhandene) Libido. Häufig kommt es auch zu Wassereinlagerungen und dadurch zu deutlichen Gewichtszunahmen.

Weitere Infos unter: http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/stoff/methadon.html

meine tante hat vor kruzen methadon bekommen, sie lag im krankenhaus und stand schon kurz vor dem tod, es war eigentlich nur dafür gut, um ihr das sterben zu erleichtern, damit sie keine schmerzen mehr hat. gott sei dank geht es ihr wieder gut, sie hat erzählt, dass sie sich an nichts mehr erinnern konnte, dass sie besuch hatte etc.

ich hab gegen ostern rum mal ein medikament genommen, valeron glaube ich, das ist das letzte schmerzmittel vor methadon...also schon ziemlich krass und vergleichbar. ich stand total neben mir, habe alles nur bedingt wahrgenommen, glasige augen und n bisschen neben der spur. konnte nicht mehr vor die tür, lag eigentlich nur im bett und hab mich gefühlt wie auf nem trip ( nicht dass ich wüsste wie es ist, aber so stelle ich es mir vor)

valeron und methadon zu vergleichen geht ja gar nicht. methadon beruhigt in der hauptsache die körperlichen entzugserscheinungen und valeron hilft mehr die psychischen entzugserscheinung zu reduzieren,daher die komischen empfindungen.Ist eine Art psychopharmaka und methadon nicht. kennst du denn auch beide medikamente oder ist das von Dir auch nur eine Vermutung wie bei vielen Leuten die hier geantwortet haben. Man merkt genau wer hier wirklich Erfahrungen damit hat und wer sich nur oberflächlich oder gar nicht informiert hat.

Ich war 14 Jahre Methodenabhängig und bin seit 4 Wochen auf Subotex. Ich habe mich umstellen lassen weil ich ganz raus gehen will aus dem Programm. Meine Ärztin hat mir geraten, Methadon über Subotex zu entziehen. Ich persönlich finde, dass es die richtige Entscheidung war. Methadon ist meiner Erfahrung nach  eine sehr starke Droge mit einem hohen Abhängigkeitspotenzial. Vor allem, man gewöhnt sich schnell an hohe Dosen und möchte, wenn man nicht gebremst wird,  immer höher dosieren. So war das bei mir am Anfang. Ich habe das Zeug geschluckt wie Limonade. Es ist schon richtig, dass in den meisten Substitutionen die tägliche Maximaldosis bei 10 ml. liegt. Wer schon mal versucht hat Methadon zu reduzieren oder gar ganz zu entziehen, weiß das es viel schwieriger ist als ein Heroinentzug. Ein Methadonentzug dauert wesentlich länger und sollte nicht unterschätzt werden. Das ist natürlich individuell bei jedem verschieden. Es kommt auf viele Faktoren an, z. B. wie lange und wieviel man konsumiert hat u.s.w. Bei mir war es so, dass ich ein paar Jahre auf einer konstanten Dosis von 10 ml. täglich war. Dann irgendwann habe ich angefangen in kleinen Schritten 0,1 ml. pro Woche zu reduzieren. Das habe ich aber auch erst so  gemacht, nachdem etliche Versuche, das Zeug schneller zu reduzieren, kläglich gescheitert sind. Es hat zwei Jahre gedauert bis ich auf 2,5 ml. war um dann endlich auf Subotex umgestellt werden zu können. Was mich auch immer gestört hat am Methadon war, dass die Wirkung schon nach ca. 4 Stunden nachgelassen hat und ich dann nur noch faul und müde war. Ich habe wenn ich nicht unbedingt arbeiten musste, die meiste Zeit nur rumgehangen uns abgedöst. Ich hatte keine Unternehmungslust. Diese Antriebslosigkeit hat mich auch irgendwie depressiv gemacht. Manchmal habe ich dann einfach mehr genommen um aus der Depression wieder raus zu kommen, was natürlich Selbstbetrug war. Dieses "Up und Down" fand ich ganz schrecklich. Ich hatte auch immer das Gefühl ich bin nicht richtig wach und wie in Watte gepackt. Das ist jetzt seit ich Subotex nehme nicht mehr so. Ich bin jetzt viel aktiver und klarer. Diese Klarheit hatte ich auf Methadon nicht. Manche kommen damit nicht klar. Aber wenn man auf dem Weg in die Abstinenz ist, sollte man sich daran als erstes wieder gewöhnen finde ich. Die 14 Jahre auf Methadon vergingen wie im Flug, als hätte ich diese Zeit garnicht richtig gelebt und das alles an mir vorbei gegangen ist. An viele Dinge kann mich auch garnicht mehr so richtig erinnern. Ich bin auch extrem vergesslich geworden und kann mir vieles nicht mehr merken, was auch ein typisches Merkmal von Methadon zu sein scheint. Ich war permanent zugedrönt und habe nur noch funktioniert. Das muss man sich mal klar machen. Ich denke, man zahlt einen viel zu hohen Preis für seine Sucht und Methadon hat so manche Spuren bei mir hinterlassen. Ich bin froh, dass ich den Schritt in die Abstinenz noch einmal gewagt habe und kann nur jedem empfehlen es auch zu tun. Egal wie hart es wird, es lohnt sich. Denn jeder Tag auf Droge ist ein verlorener Tag. Ich bin zwar immer noch nicht ganz clean aber wenigstens vom Methadon weg. Vom Methadon weg zu kommen ist schwerer als als von allen anderen Drogen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Jürgen 

Kittymogul, 25.08.2009

Von Metha ist ein qualvoller und schlimmerer Entzug und der dauert auch wesentlich länger ich kann das aus eigener erfahrung sagen und es steht weiter oben auch mehr mal´s... einen reinen Hero Entzug ist in gut 6-10 tage durch... klar hat man noch schlaf Probleme, aber von metha schläft man mehrere Wochen nicht und die erste Zeit garnicht !!!!! denke das können so einige mit richtig beantworten was ich hier sage..... bin über 15 jahre drauf wer von Hero Entgiften will sollte lieber ins krankenhaus gehn und kein metha nehmen und lieber diese gut 10 tage zappeln und dann wird das aber lasst euch nicht auf methadon einstellen den wen ihr runter wollt kommt die große qual eures lebens und wenn dann noch benzos dazu kommen viel spass.... ich habe es mehrmals durch .das metha setzt sich im ganzen körper ab fettgewebe knochenmark und was weiß ich wo noch über all und das geht langsam raus darum ist der entzug davon härter als vom Hero

Das Methadon keinen "Kick" verursacht ist einfach nicht korrekt. Es kommt dabei auf die Dosierung an. Als ich noch 160mg/täglich bekam habe ich jeden Morgen einen Kick bekommen und das auch noch nach 2 Jahren Substi.

Polamidon erzeugt keinen Kick, das ist wohl richtig.

Mittlerweile bekomme ich noch 80mg/tgl und nun gibts auch keinen Kick mehr, aber das es generell keinen gibt ist falsch.

Methadon macht EXTREM psychisch abhängig und der körperliche Entzug ist die Hölle. Dagegen ist der kalte Entzug von Heroin ein Kinderspiel, selbst wenn man, wie ich, bis zu 5g am Tag geraucht hat. Und das war keine schrottige Straßenschore, das war sehr gutes Heroin.

Aber durch seine Reinheit ist Meta halt um ein vielfaches "gemeiner" in Hinsicht Abhängigkeit und Entzug.

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