Kostenübernahme von Medikamenten, die in Deutschland (noch) nicht zugelassen sind.?

2 Antworten

Google mal nach dem sog. "Nikolaus-Urteil". Danach steht dem Patienten jede Behandlung auf Kassenkosten zu, bei der eine Heilungschance "nicht allzu fern liegt".

Leider wurde dieses Urteil für jedweden Unsinn missbraucht und in Teilen von Gerichten inzwischen wieder revidiert. Aber vielleicht bietet sich auf der Grundlage dieses Gesetzes eine Chance, an den Wirkstoff zu kommen.

Oder lies hier mal


Doch für Menschen mit schweren Erkrankungen, die mit allen zugelassenen Therapiemöglichkeiten „austherapiert“, aber keine Studienteilnehmer sind, werden sie damit manchmal zu spät verfügbar, um sie noch vor dem Tod oder Invalidität zu bewahren. Unter bestimmten Umständen ist es deshalb zulässig, dass diese Patienten mit einem noch nicht zugelassenen Medikament (oder einem nur für andere Zwecke zugelassenen Medikament) behandelt werden. Hierfür gibt es Härtefall-Programme (auch Compassionate Use-Programme genannt) und die
Möglichkeit des individuellen Heilversuchs.


Quelle: https://www.vfa.de/de/patienten/artikel-patienten/behandlung-mit-medikamenten-die-noch-nicht-zugelassen-sind.html

Ich wünsche viel Glück!

Meines Wissens zahlen Krankenkassen nur dann, wenn das Medikament/Therapie mehrere wissenschaftliche Studien hinter sich hat und somit anerkannt ist. Das GBA muss es absegnen.

Insofern müsste dein Freund die Kosten selbst tragen.

LG 

Thus 

Meinst du mit GBA den Gemeinsamen Bundesausschuss? Wissenschaftliche Studien gibt es, aber eben in den USA und Japan. Der Arzt meines Verwandten empfhielt auch die Tehrapie mit Edaravone. Spielt es eine Rolle ob er privat- oder gesetzlich versichert ist?

@PrometheusT

Ja, den meine ich. Bei alternativen Therapien zählt die KK meistens nicht. Ich sehe so viele Spendenaufrufe zu ähnlichen Fällen. Der Wirkungsnachweis muss in Deutschland vorhanden sein. Guck mal unter www.aerzteblatt.de.

LG 

Thus 

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