Ärztebrief für Kielbrust Kostenübernahme?

7 Antworten

Hallo,

Sie haben vollkommen Recht.

Die ersten beiden Gutachten sind ebenfalls ohne Namensangabe und Unterschrift. Das habe ich in meiner Klageschrift auch bemängelt, denn den Abschluss eines Gutachtens bildet die Eidesformel mit der eigenständigen Unterschrift, glaube ich zumindest. Ich bin gerne mit "Du" einverstanden.

Ich finde es sehr traurig, dass eine Krankenkasse die Behandlungskosten bei einer angeboren Fehlbildung nicht übernimmt.

Hallo,

Ja habe momentan auch das selbe Problem, sehr schwierig das alles unter einem Hut zu bringen, kostet mich sehr viel Zeit und Nerven.
Habt ihr euch einen Anwalt zur Hilfe genommen, für das Sozialgericht?
Konntet ihr in diesem Fall, keine Eilentscheidung vom Gericht anfordern lassen, dass zügiger entschieden wird?

Wünsche euch noch einen schönen Sonntag.

Hallo,

nein, wir haben keinen Rechtsanwalt. Mich kostet es auch viele Nerven (hatte letztes Jahr eine Gürtelrose und der Hausarzt sagte damals, dass kommt von dem Stress mit der Krankenkasse).

Ich habe auch einen Eilantrag mit der Klage eingereicht. Hatte keine Antwort erhalten und beim Gericht angerufen. Dort sagte man mir, dass die das gar nicht gesehen haben, dass ein Eilantrag gestellt wurde. Anschließend wurde er aber abgelehnt.

Hallo,

unsere Krankenkasse, die IKK Südwest, hat ebenfalls die
Kostenübernahme für die Kielbrustkorrektur unseres Sohnes abgelehnt,
trotz drei Arztbriefen (Prof. Dr. Schaarschmidt, Helios Klinikum
Berlin-Buch, Prof. Dr. Muensterer, Uniklinik Mainz und von einem Kinder-
und Jugenarzt), die alle eindeutig die medizinische Indikation
festgestellt haben. Die IKK lässt immer wieder MDK-Gutachten erstellen,
die auf den kosmetischen Aspekt abstempeln. Beschwerden werden nicht
erst genommen. Wir haben die OP im April 2018 trotzdem vornehmen lassen,
da unser Sohn, nach Aussage der Fachärzte, wegen der noch vorhandenen
Flexibilität des Brustkorbes, nicht länger warten sollte. Dies stand
auch in den Arztberichten. Die Kosten in Höhe von ca. 7.300 € haben wir
selbst bezahlt. Unser Sohn ist seit dem beschwerdefrei. Bereits im
Februar 2017 haben wir Klage gegen die Krankenkasse eingereicht, also
noch vor der OP. Nach der OP mussten wir zu einem vom Gericht bestellten
Gutachter (Orthopäde). Dieser hat ebenfalls die Meinungen der Fachärzte
bestätigt und die Korrektur für notwendig erachtet. Leider läuft das
Verfahren immer noch. Bei positivem Ausgang stelle ich das Urteil gerne
zur Verfügung und beantworte auch weitere Fragen.

Danke für die Antwort.

was für einen Haller-Index hatte den ihr Sohn und wie alt war er wenn ich fragen darf.

Und weiterhin viel Glück beim Gerichtsverfahren

Habt ihr auch einen Widerspruch eingereicht bei der Kasse?

Kann man nicht irgendwie ein Brief schreiben, dass man die OP dringen bräuchte, weil man psyschiche Probleme hat, z.B du traust dich nicht mehr Aktivitäten zu machen (Schwimmbad), weil die Leute dich komisch anstarren und man schon schüchtern genug ist oder man wird von anderen Personen gehänselt wegen dem Kielbrust?

Hallo Klokami,

Habe ich getan, aber die KK sind wie jede andere Versicherung auch, nur aufs Geld aus und möchten halt die Kosten so gering wie möglich halten.
Also auf Kulanz oder Mitleid der Krankenkasse brauch man erst garnicht hoffen, bzw. von der MDK.
Hier hilft nur Hartnäckigkeit und die Unterstützung von Ärzten.

Hallo FranzMeyer44,

mein Sohn ist im März 16 geworden und Anfang April war die OP. Einen Haller-Index kann ich den Arztberichten nicht entnehmen, nur einen Thoraxvermessungsbefund, der im oberen Anteil des Brustkorbes eine Tiefe von 15,5 cm bds in der Medioclavicularlinie und 25,5 cm im unteren Bereich angibt. Die Kielhöhe war 10,5 cm. Das war Stand im November 2017.

Der Korrekturdruck betrug 62 Newton im Januar 2017 und 66 Newton im März 2018.

07.07.2017 Antrag bei der KK am

23.08.2017 Widerspruch eingelegt

07.11.2017 Mitteilung der KK das dem Widerspruch nicht abgeholfen und Nachfrage, ob wir den Widerspruch aufrecht erhalten wollen, was wir bejahten

22.11.2017 KK leitet Unterlagen an Widerspruchsausschuss weiter, anschließend reichten wir noch den Arztbrief von Dr. Schaarschmidt nach. Daraufhin hat die KK ein erneutes MDK-Gutachten erstellen lassen.

16.01.2018 KK leitet erneut die Unterlagen an den Widerspruchsausschuss weiter

08.02.2018 kam der Widerspruchsbescheid, mit negativer Entscheidung

15.02.2018 Klage eingereicht

Sorry, für die doppelte Antwort (Antwort plus Kommentar) von gestern. Ich wollte die Antwort ändern und habe es aber als Kommentar neu geschrieben. Habe den Support schon gebeten, dies zu korrigieren, so dass nur das Kommentar als Antwort angezeigt wird.

Danke für die Glückwünsche, die können wir brauchen.

Ich wünsche Dir ebenfalls viel Erfolg.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo,

Danke für die Antwort nochmals.
Mit welcher Begründung hat das MDK die OP ihres Sohnes abgelehnt.
Und wo haben sie sich operieren lassen? War es eine minimal Invasion OP... wenn alles nichts bringt, würde ich die Kosten auch gezwungener Massen übernehmen müssen.
Aber für mein Wohlbefinden nach dieser OP, wär mir nichts zu schade.

Der Arzt, der die Operation durchführen will, sollte doch daran interessiert sein, dir zu helfen. Frag noch einmal nach. Ein Bericht von einem Orthopäden wäre auf jeden Fall notwendig, denn der kann die Situation am besten beurteilen.

Ja das denke ich mir auch ,aber anscheinend nicht, da ich schon mehrmals nachgefragt habe.... einen neuen Termin bei einem Orthopäden hab ich schon vereinbart, ich hoffe mir er wird mir behilflich sein und nicht aus Faulheit mich wegschicken

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