Kann man mit einem ADS Notarzt werden?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mir ist ein Arztehepaar bekannt die beide ADHS haben - inklusive ihrer Kinder. Zum Glück haben die eine äußerst nervenstarke Haushälterin. Beide arbeiten vor allem als Notärzte, abwechselnd und im Schichtbetrieb (wies so üblich ist). Gerade da sind die positiven Seiten (ja, es gibt auch positive Seiten) von ADHS besonders gefragt.

Insgesamt gibt es unter den Medizin- und Pflegeberufen vermutlich besonders viele ADHSler - Statistiken hab ich keine aber ich kenne einige. Übrigens auch bei Künstlern, Journalisten und witzigerweise im IT-Bereich. Dafür kenne ich keinen einzigen Buchhalter mit ADHS.

ADHS ist selten ein Grund einen Beruf nicht auszuüben. Vielleicht würde ich ADHSlern nicht unbedingt eine Militärlaufbahn empfehlen ... aber sonst? Alles geht.

Ich hab zwar ein ADS ohne Hyperaktivität, trotzdem danke, du hast mir sehr geholfen :D

ADS ist kein Ausschlussgrund für eine Medizinerkarriere. In der Tat kenne ich einige Kollegen, die selbst diese Krankheit haben und ganz gut damit zurecht kommen. Dennoch sollte man sich klar sein, dass sechs Jahre Studium, egal ob mit oder ohne ADS, ein nicht zu unterschätzender Batzen sind. Bis zum Notarzt sind es dann noch mindestens zwei Jahre klinische Tätigkeit. Den Beruf "Notarzt" gibt es also nicht, ein Notarzt ist ein Arzt mit einer speziellen Zusatzausbildung. Aber wie gesagt: es kann durchaus klappen.

Spätestens bei der Einstellungsuntersuchung wäre dann Schluss.

Wieso??? Wie sollte das bei einer Einstellungsuntersuchung festgestellt werden? Da werden sicherlich keine ADS-Tests gemacht.

Natürlich, könntest du auch so Notärztin werden. Allerdings, solltest du überlegen, wie stark ADS bei dir ausgeprägt ist. Kannst du es selbst verantworten; du willst ja Menschen helfen. Das solltest du dich fragen. Viel Glück bei der Entscheidung und eine gute Zukunft!

Gruß Philip1407

Das stimmt so nicht.

ADHSler sind oft stark darin Menschen zu helfen, sie sind oft sehr emphatisch und können unter Druck oft verblüffend schnell und richtig entscheiden; sie sind hochmotiviert und gut wenn es sie emotional abholt - etwa wenn sie von anderen gebraucht werden und helfen können - das spricht für Arzt. In dem Punkt sind Erwachsene ADHSler wie Kinder. Was glaubst du warum in Rettungsdiensten so viele ADHSler rumlaufen?

Sie haben aber ein schlechtes Gedächtnis für Lernstoff, können sich schlecht motivieren, schlecht organisieren und sehr schlecht "dicke Bretter bohren", also an einer zähen Sache dranbleiben. Das macht ein Medizinstudium nicht unbedingt einfacher. Aber es geht natürlich. Ich hab auch so ein als schwierig geltendes Studium durchgehalten.

@martinpalatina

Das ist sicher richtig, dennoch muss man bedenken, dass eine schlechte Organisation eigentl. auch nicht gerade das beste ist. Desweiteren würde ich diese Hypothese nicht unbedingt verallgemeinern.

Künstlicher Tiefschlaf nach Wespenstich

Hallo zusammen !

Mich würde interessieren, ob die nachfolgende Vorgehensweise nach einen Wespenstich normal ist:

Beim Federballspielen mit Freunden bin ich unabsichtlich auf ein Erdwespennest getreten, worauf diese Biester in großen Scharen ausgeschwärmt sind. Leider bin ich dann von fünf Wepsen gestochen worden. (2x rechter Fuß, einmal Nacken und zwei mal Hals.) Da es mir mit dem Kreislauf immer schlechter gegagen ist, haben meine Freunde den Notarzt verständigt. Nachdem Eintreffen hat mich dieNotärztin gefragt, ob ich irgend welche Allergien habe. Zudem Zeitpunkt war mir keine Allergie bekannt. Dann kan die Versorgung:

Zuerst wurde mir ein Venenzugang gelegt und ein Tropf angehängt. Nach kurzer Zeit ist es mit dem Kreislauf wieder bergauf gegangen, Aber dann machten der Notärztin die zwei Stiche im Halsbereich Sorgen, worauf sie meinte, Sie legt mich in den Tiefschlaf, damit sie mir einen Beatmungsschlauch in die Luftröhre einführen könne. Was dann auch geschehen ist. Ich wurde noch vor Ort narkotisert, intubiert und wurde dann mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde ich nach knapp zwei Stunden wieder wach. Die Schwellungen waren auch schon stark zurückgegangen. Eine Nacht wurde ich zur Beobachtung drinnen behalten. Am nächsten Tag wurde ich völlig genesen entlassen. Meine Fragen dazu:

Wäre es nicht möglich diese Stiche akut mit einem Medikament zu behandeln ?

Ist eine Intubation in einem solchen Fall eine reine Vorsichtmaßnahme oder Standard ?

Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Auskünfte geben.

Leider habe ich nicht mehr die Möglichkeit die Ärztin sekber zu fragen, da sie in einem anderen Bezirk tätig ist.

MfG

Benschrie

...zur Frage

Medizinstudium das richtige für mich, bzw. bin ich dafür geeignet?

Hallo, ich bin 15 Jahre alt, besuche derzeit die 9. Klasse einer bayrischen Realschule und mein Traum, bzw. Wunsch ist es später Arzt zu werden. Schon von klein auf war ich an der Medizin und vor allem am Rettungswesen interessiert, so stand als kleiner Junge für mich schon fest, ich werde später einmal Notarzt. Zwischenzeitlich wurde mir das von meinen Eltern etwas "ausgeredet", da sie immer sagten, dass sei alles viel zu schwer. Seitdem ging es dann eher in die richtung Notfallsanitäter/Rettungsassistent. Und jetzt als ich germerkt habe, es kommt drauf an, wie viel man selbst macht und wie man bzw. ob man sich anstrengt, bin ich wieder davon überzeugt, Ich werde Arzt. Ich engagiere mich schon ehrenamtlich in der BRK-Wasserwacht, und habe dort auch schon meine erste Medizinische-Qualifikation als Sanitäter erreicht. Außerdem habe ich bereits zwei Praktika gemacht, einmal auf einer Pflegestation einer Klink und aktuell bei einem niedergelassenen Hausarzt, da ich später selbst mal eine eigene Praxis haben möchte. Die Praxis hat mir auch schon einen Ferienjob angeboten. Zu meinen Schulischen-Leistungen: Ich hätte mit meinem Schnitt der Grundschule auch noch auf das Gymnasium gehen können, allerdings wurde das nicht für notwendig gehalten. in der 5. und 6. Klasse hatte ich einige Start-Schwierigkeiten, da ich immer dachte es läuft schon alles von alleine, sowie es halt auch in der Grundschule war, und ehrlichgesagt war ich auch einfach zu faul. Inzwischen habe ich gemerkt, was man mit guter Schulbildung und lernen alles erreichen kann. Ich muss für meine guten Noten (1,2,3) zwar etwas tun, aber es hält sich noch im Rahmen. Allerding bin ich inzwischen selbst so ehrgeizig geworden, dass ich eigentlich "gerne" lerne und schon ein schlechtes Gewissen habe, falls ich etwas mal nicht erledige. Mein Plan ist derzeit: guten Realschulabschluss machen, anschließend auf die FOS (Fachoberschule) und dort dann mein Abitur zu machen (nebenbei habe ich vor die Ausbildung zum Rettungssanitäter zu absoulvieren) , da es ziemlich schwer ist in Deutschland einen Medizin-Studienplatz zu bekommen (NC), habe ich mir auch schon überlegt in Österreich zu studieren, da die Abi-Note dort nicht wirklich eine Große Rolle spielt, und ich außerdem nur knapp 1 Stunde von der Öster.-Grenze entfernt wohne. (die Medizinische Universität Innsbruck wäre zum Beispiel mit dem Auto 1 Stunde von mir entfernt). Nun endlich zu meiner eigentlichen Frage: ich mache mir halt immer so meine Gedanken, ob ich das wirklich alles so schaffen kann, oder ob das nicht zu viel ist. Was denkt ihr bei den Voraussetzungen? Gerne auch von Ärzten o. natürlich Studenten beantwortet. Vielen Dank!!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?